BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 83  ¦  Oktober – Dezember 2007


Privat-Eigentums-Sicherung

In der Ausgabe 82 von „Unsere Deutsche Heimat“ wurde unter dem Titel → „Polnische Roßtäuscher am Werk“ auf der Seite 36 kurz auf die Bemühungen von polnischen Abgeordneten, das Privat-Eigentum deutscher Heimatvertriebener auf abenteuerliche Weise sich aneignen zu wollen, eingegangen.

Auslöser für die ausgebrochene Hektik war wohl das Bekanntwerden der Klagen Deutscher Privat-Eigentümer. In diesen Klagen vor polnischen Gerichten wurde das Privat-Eigentum dem deutschen Eigentümer zugesprochen. In den berichteten Fällen handelt es sich um Deutsche, die jahrelang nach der Vertreibung in der Heimat geblieben sind. Ob sie dort die polnische Staatsangehörigkeit angenommen haben, ist mir nicht bekannt. Tatsache ist, daß sie vor Jahren die Republik Polen verlassen haben und in die Bundesrepublik Deutschland umgesiedelt sind. Ob von ihnen verlangt worden war, daß sie auf ihr Privat-Eigentum vor der Ausreise verzichten mußten, ist mit letzter Sicherheit nicht bekannt. Selbst wenn dem so gewesen sein sollte, sind solche Abtretungserklärungen unter Zwang völkerrechtlich nichtig. Für deutsche Privat-Eigentümer, die bei Flucht und Vertreibung ihr Eigentum zurücklassen mußten, und dies ist die absolut überwiegende Zahl, sind diese polnischen Urteile keine Hilfe.

Wir können uns nicht mit Hoffnungen darüber hinwegsetzen, Kernpunkt ist, daß der polnische Staat entgegen der Völkerrechtslage für sich in Anspruch nimmt, die Gebietshoheit über die Ostprovinzen des Zweiten Deutschen Reiches zu besitzen.

Gegen diese Auffassung der Republik Polen, die leider durch Äußerungen und Handlungen der Bundesregierungen der BRD in den letzten Jahren bestärkt worden ist, hat unser Bund für Gesamtdeutschland von Anfang an Stellung bezogen.

Wenn wir dafür auch von allen Seiten in alle möglichen Ecken gestellt worden sind, so bleiben wir dennoch dabei:

Der Republik Polen ist zu keinem Zeitpunkt und von keinem Staat die Hoheit über die Ostgebiete des Zweiten Deutschen Reichs übertragen worden!

Aus dem einfachen Grunde, weil kein Staat, weder die Alliierten in Potsdam, noch die Deutsche Demokratische Republik oder die Bundesrepublik Deutschland die Hoheit über die Ostprovinzen des Zweiten Deutschen Reichs innehatten.

Die Hoheit über die Ostprovinzen liegt nach wie vor beim Zweiten Deutschen Reich.

Alle Bemühungen, von wem und auf welchen Wegen unternommen, die ihre Argumentation nicht klar und deutlich auf diese völkerrechtliche Grundlage beziehen, werden scheitern.

Bemühungen, mit unseren Nachbarn in Frieden leben zu wollen, bleiben Wunschdenken, wenn man glaubt, ihnen ein bißchen Verständnis entgegenzubringen und erwartet, daß auch diese uns entgegenkommen, und es würde sich schon ein Weg finden.

Verständigung braucht zwei Pfeiler: Die Einsicht und den Willen beider zu dieser Verständigung. Die Achtung voreinander und der Geschichte beider Völker. Und diese Pfeiler können nur auf der Grundlage des Völkerrechts stehen. Alles andere ist auf Sand gebaut und wird auch von der Geschichte hinweggespült werden, über kurz oder lang.

Ich bitte alle Freunde mir meine konsequente Haltung nicht übel zu nehmen, wenn ich einst im Leben gelernt habe, Wünsche können keine Realitäten überwinden. Realitäten holen uns immer ein, und sie fallen uns bestimmt im ungeeignesten Zeitpunkt vor die Füße!

Hoffen wir darauf, daß es jedem von uns vergönnt sein wird, noch selber zu erleben, wie Realitäten das Gemogele und Gewurstele der politischen Klasse beenden werden. Wie Recht und Freiheit keine Worthülsen mehr sind, sondern Realitäten.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 83

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