BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 83  ¦  Oktober – Dezember 2007


Vertreibung über den Tod hinaus

In unserer Ausgabe 82 behandelten wir auf der Seite 37/38 unter dem Titel → „Beamte als Staatsdiener in der Bundesrepublik Deutschland“ ein Problem. Wir berichteten, Standesbeamte können in Sterbeurkunden den Geburtsort falsch eintragen. Hierzu nun ein ausführlicher Bericht:

Über bald drei Jahre geht der Kampf unseres Mitstreiters Franz Josef Becker um die Anerkennung des Geburtsortes unseres verstorbenen Mitglieds Vinzenz Johann Walter. Was war geschehen? Auf der Sterbeurkunde unseres Mitgliedes Vinzenz Joachim Walter wurde sein Geburtsort, Böhmischdorf, Bezirk Freiwaldau, Mähren-Schlesien, nicht in dieser deutschen Bezeichnung ausgewiesen, sondern mit einer tschechischen.

Nachdem die Sterbeurkunde von unserem Mitglied Vinzenz Joachim Walter bei uns vorlag, erstattete unser Bund für Gesamtdeutschland am 30. Juli 2005 gegen den Urkundsbeamten N. Schwarzfischer über unseren RA Klaus Plantiko Anzeige wegen Falschbeurkundung im Amt. Diese Anzeige wurde von der Staatsanwaltschaft Traunstein abgeschmettert. In „Unsere Deutsche Heimat“, Ausgabe No. 75 von Oktober–Dezember 2005, → berichteten wir bereits darüber.

Dankenswerterweise übernahm unser Mitstreiter Franz-Josef Becker die weitere Verfolgung. Seine Schreiben gingen über die Generalstaatsanwaltschaft in München (18. August und 18. September 2005), das Bayerische Staatsministerium der Justiz in München, den Bayerischen Staatsminiser der Justiz, die Bayerische Staatskanzlei z. Hd. Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber mit dem Vermerk persönlich (letzte Antwort der Bayerischen Staatskanzlei durch Oberregierungsrätin Dr. Sabine Krah vom 30. Januar 2007). In dieser Zeit wurden 29 Briefe zwischen den Behörden und Herrn Becker gewechselt.

Unser BGD verlangt die Berichtigung der Sterbeurkunde, weil wir es nicht hinnehmen wollen, daß die Vertreibung auch noch über den Tod hinaus amtlich besiegelt wird. Einmal, weil wir die Vertreibung als Völkermord an den Seelen der deutschen Heimatvertrieben auf die Anklagebank der Geschichte bringen. Und insbesondere, weil wir es als Verrat an unserem treuen Mitglied Vinzenz Joachim Walter empfinden, den Kampf um die von ihm so sehr geliebte Heimat aufzugeben.

Unser Mitstreiter Franz Josef Becker stellte seine Argumentation darauf ab, daß ein Mensch nicht an einem Ort geboren werden konnte, den es bei seiner Geburt weder als Ort, noch als Staat gab.

Doch die bayerischen Behörden schalten auf Stur. Ein Grund wird sein, die Behörden schützen ihre Untergebenen. Ein weiterer ist, die politische Linie der beiden letzten Bundesregierungen „gehorsamst“ mitzutragen.

In anderen Bundesländern bzw. Orten werden die Sterbeurkunden mit der Angabe des Geburtsortes, z.B. Königsberg/Ostpreußen usw. ausgestellt. Wir können daraus nur schließen, daß es keine grundsätzliche Anordnung der Bundesregierung gibt, die Geburtsorte von verstorbenen Heimatvertriebenen in die Sprache der die Verwaltung ausübenden Staaten einzutragen.

In dieser Bundesrepublik sind viele Beamte politisch stark eingebunden. Die Zeiten, als ein Müller den König von Preußen verklagen konnte und Recht bekam, sind vorbei. — Und trotzdem, wir dürfen es nicht dem Zufall oder der Willkür überlassen, daß unsere Freunde nach ihrem Ableben im nachhinein nochmals vertrieben werden. Ich bitte nochmals alle Freunde, die Sterbeurkunden einsehen können und feststellen, daß der Geburtsort nicht mit dem richtigen deutschen Namen bezeichnet ist, uns dies mit einer Abschrift der Sterbeurkunde zuzusenden. Wir werden entsprechende Anzeigen wegen Falschbeurkundung im Amt erstatten.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 83

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