BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 84  ¦  Januar – März 2008


Globalisierungswahn

von Erwin Arlt

Das Wort Globalisierung ist in aller Munde, und doch versteht jeder darunter etwas anderes. Auch hört man von globalem Denken oder den englischen Ausdruck vom „global player“ oder von einem Globus oder einem „Globetrotter“. Alle diese Wortschöpfungen gehen auf das lateinische Wort „Globus“ zurück. Der Globus, also unsere Erd- oder Weltkugel.

Globales Denken meint somit erd- oder weltumspannendes Denken und Handeln. Wenn nun die Politiker von Globalisierung sprechen, so wollen sie zum Ausdruck bringen, daß sie modern und aufgeklärt, nicht nur international, sondern weltumspannend, eben „global“ denken und in ihren politischen Bestrebungen vorgehen. Negativ wäre es nach ihrer Lesart, nur europäisch, national oder regional zu denken und Politik zu machen. Soweit ist sicher noch alles verständlich, wenn auch nicht unbedingt immer richtig.

Viele Anzeichen deuten jedoch darauf hin, daß aber wesentlich mehr dahinter steckt. Schon die übereifrige und willfährige Art, wie viele Politiker und Parteien die Globalisierungsbestrebungen vor etwa zehn Jahren sofort aufgegriffen haben, (allen voran Richard von Weizsäcker, die Schriftleitung) läßt vermuten, daß es da im Hintergrund Vorbereitungen, Vorgaben, ja Anweisungen und kräftig Druck gegeben hat von bekannten, weltumspannenden, sehr einflußreichen, zum Teil verdeckt und geheim arbeitenden Gruppen.

Vordergründig führt man die moderne Informations- und Verkehrstechnik an, auf die man so hätte reagieren müssen, schnelle Verbindungen und Telekommunikation. Doch das ist nur vorgeschoben oder allenfalls eine Randerscheinung! In Wirklichkeit geht es um die Nivellierung, die Gleichmachung aller Völker, Rassen, Religionen und Nationen. Denn nur so sind weltumspannend Menschenmassen besser zu lenken und nur so werden sie alle von dieser Weltglobalisierungspolitik und Globalwirtschaft abhängig; nur so ist Gefügigkeit und Abhängigkeit zu erreichen.

Schon in den fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts fing man an, auf vielen Ebenen national und international verdeckte Organisationen für wirtschaftliche und politische Beratung und Lenkung zu gründen und im öffentlichen Leben stehende Politiker der verschiedenen Länder zu Konferenzen einzuladen. Zuerst geschah das auch ganz locker und zwanglos und vielleicht einmal im Jahr, dann aber wurde das Netz immer enger und die Abhängigkeit größer. Da war dann plötzlich die Rede von den „Bilderbergern“, vom „Council on foreign relations“, von gewissen Logen, von der „Trilateralen Kommission“, von „Illuminaten“, von amerikanischen Geheimgesellschaften wie „Skull and Bones“, die alle mehr oder weniger geheim, mit viel Verschleierungstaktik im Hintergrund Weltpolitik an den Regierungen vorbei vorbereiten und heute Politiker und Regierungen psychologisch geschickt und mit finanzieller Unterstützung ködern, ihre Politik — wie sie es nennen — „Die Neue Weltordnung“, wie sie auch schon auf dem amerikanischen Ein-Dollar-Schein aufgedruckt ist, „novus ordo seclorum“, zu verfolgen. Auch die UNO und ihre Organisationen werden in diese Dienste gestellt.

Schon 1991 sagte der Chef der albanischen Exilregierung, Ali Khan: „Eine Handvoll von Leuten in der trilateralen Kommission und im Council on Foreign Relations (CFR) treffen alle Weltentscheidungen. Das ist ein mächtiger Privatclub, der die Regierungen in der ganzen Welt beherrscht. Sie stecken alle unter einer Decke. Ob man will oder nicht, man muß tun, was die wollen.“

Diese „Neue Weltordnung“ wird mit Hilfe der Globalisierung durchgesetzt. Alle bisherigen Weltanschauungen und Weltordnungen müssen nach Ansicht der Globalisierer abgeschafft werden.

Die Kriegserklärung der Globalisierer liegt also auf dem Tisch! Sie fühlen sich inzwischen so stark, daß sie nun offen agieren und ihre wahren Ziele in brutalster Weise vortragen. Der letzte Akt zeigt, mit welchen diktatorischen Mitteln diese „Global Player“ ihre Ziele durchsetzen wollen. Der Chefstratege der Globalisierer, der „Clausewitz“ der „Neuen Weltordnung“ läßt die Katze aus dem Sack. Er heißt Thomas Barnett, hat das Buch „The Pentagons New Map — War and Peace in the Twentyfirst Century“, also „Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert“ geschrieben, das 2004 im Verlag Berkeley Books, New York, herauskam. Die vorsichtigen psychologischen Spielchen und Kaffeekränzchen für Politiker, wie sie im vorigen Jahrhundert, wie beschrieben, üblich waren, sind nun endgültig vorbei. Die wahre, die brutale Fratze lassen sie nun unverblümt heraus. Das hört sich dann wie folgt an: „Somit ist das strategische Ziel klar vorgegeben — die Vernichtung aller Gegner, die sich der Globalisierung widersetzen… Wenn nötig, werden wir einen neuen 11. September inszenieren.“ (sollte dies etwa heißen, der alte 11. September war inszeniert? Die Schriftleitung). Oder: „Rechte und einwanderungsfeindliche Politiker müssen zum Schweigen gebracht werden und haben von der Bühne zu verschwinden, und zwar schnell.“

Aber Barnett steigert sich in der Sprache noch weiter; das klingt dann so:
„…Sie werden Terroranschläge verüben… Doch ist ihre Vernichtung, wie wir es aus Erfahrung der Geschichte gelernt haben, bereits vorbestimmt. Unser Planet steckt voll Spinner, die gegen die Vermischung der Rassen und Kulturen wettern und sich der Erkenntnis verschließen, daß die Logik der Ökonomie obsiegen wird und nur sie die Menschen überzeugen kann. Diese Logik erfordert eine Globalisierung, die sowohl multikulturell als auch multirassisch sein muß! Sofern nicht von Kräften im Inneren des Core (Kern) heraus sabotiert wird, ist ihr Siegeszug nicht mehr aufzuhalten. Jawohl (bekennt Barnett), ich nehme die vernunftwidrigen Argumente unserer Gegner zur Kenntnis. Doch sollten sie Widerstand gegen die globale Weltordnung leisten, fordere ich: Tötet sie! (…I say: Kill them!)“

Richard Melisch hat es verdienstvoller Weise unternommen, das Barnett-Globalisierungsbuch hier in Deutschland in seinem Taschenbuch „Der letzte Akt“ bekannt zu machen. Es ist im Grabert-Verlag erschienen — ISBN-Nr.3-98180-070-3.

Wir erkennen hier wieder die Bush'sche Einteilung in Willige und „Schurkenstaaten“, deren Politiker liquidiert werden müssen. Politiker von Schurkenstaaten sind demnach unbelehrbar, sie wollen sich der Gleichschaltung entziehen, sie stellen sich der Niederreißung aller Grenzen und der Rassenmischung entgegen, sie wollen die Souveränitätsrechte ihrer Nationen nicht aufgeben. Es bleibt uns, so schreibt auch Melisch, gar nichts anderes übrig, als uns in der sich ankündigenden „Wolfszeit“, dem Kampf gegen Versklavung, auf die Seite der freien Völker zu stellen, wenn wir nicht als „glückliche Sklaven“ der Globalisierer und der „Neuen Weltordnung“ enden wollen.


UDH Nr. 84

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