BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 86  ¦  Juli – September 2008


Buchbesprechung

Erkennen des Todfeindes

Richard Melisch, welt- und sprachkundig, mit internationaler ökonomischer Erfahrung, legt ein Buch vor, das wirklich hinter „die Kulissen“ blicken läßt und tödliche Gefahren für alle freien Völker und Nationen aufdeckt.

Die Globalisierung nennt er zutreffend „Kampfansage an jede Art nationale, konfessionelle und kulturelle Bekenntnisse“. Sie sei keineswegs unabwendbare Naturkatastrophe, sondern eine „von ganz wenigen machtvollen Entscheidungsträgern geplante und mit allen ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen, politischen und propagandistischen Mitteln angestrebte materialistische Weltherrschaft, die den Interessen einer verschwindend kleinen Minderheit von Nutznießern dient, und nur durch die vorherige Auslöschung jeglichen Eigenlebens der Völker umgesetzt werden kann.“ Nach US-Doktrin ist heute jeder ein „Terrorist“, der sich den Globalisierern in den Weg stellt.

Ausführlich stellt Melisch den „Clausewitz“ der Globalisierer vor: Thomas Barnet, geb. 1962, aus dessen Schriften er eindeutiges Belegmaterial dokumentiert, das er als Absichtserklärung der Globalisierer interpretiert („The Pentagon's New Map“, 2004, und „Blueprint for Action“, 2005). Barnet spricht offen aus, was den Gegnern der „Einen Welt“ widerfahren soll: „Unser Planet steckt voller Spinner, die gegen die Vermischung von Rassen und Kulturen wettern und sich der Erkenntnis verschließen, daß die logische Ökonomie obsiegen wird und nur sie die Menschen überzeugen kann.“ (…) „…ich nehme die vernunftwidrigen Argumente unserer Gegner zur Kenntnis. Doch sollten sie Widerstand gegen die globale Weltordnung leisten, fordere ich: Tötet sie!Ein bisher unerreichbarer Höhepunkt der westlichen Werte!

So müßte jeder erkennen, mit welcher Art Feind und mit welcher Qualität an „Argumenten“ heute „Weltpolitik“ betrieben wird! Fußend auf Barnets Ansichten gibt Melisch einen ausführlichen Abriß der politischen, ökonomischen und kulturellen Auswirkungen des weltweiten Wahns der Materialisten. Tröstlich ist sein Exkurs über das historische Scheitern aller bisherigen Versuche, die Weltherrschaft zu erringen.

Melisch warnt nicht nur, er gibt auch fundierte Hilfestellung für persönliche und nationale Gegenwehr. Hoffnung erweckende Gegenbewegungen in bisher US-dominierten lateinamerikanischen Staaten sowie etwa die Anregung einer machtpolitischen Achse Paris-Berlin-Moskau seien nur erwähnt. Das Buch sollte jeder lesen und verbreiten, der ernsthaft Politik zur Volkserhaltung betreiben will. Daß Melisch trotz seiner klaren Einsicht in die latente Todesgefahr für die Völker und genauer Kenntnis des Feindes und seiner Übermacht den „Globalismus“ nicht als unabwendbares Schicksal anerkennt, beweist tröstlich schon seine Widmung des Buches; „Für meinen Enkelsohn“!

Michael de Braga

Melisch, Richard: Der letzte Akt. Die Kriegserklärung der Globalisierer, 416 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 19,80 Euro. Grabert-Verlag, Postfach 1629, 72006 Tübingen.


UDH Nr. 86

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