BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 86  ¦  Juli – September 2008


Politica 2006

Parteienmesse in Kassel

In der Kunsthalle Fridericianum - dem Stammbaus der documenta-Ausstel­lungen in Kassel - präsentiert der Schweizer Künstler Christoph Büchel eine Einzel­aus­stellung vom 5. bis 16. November 2008 unter dem Titel Deutsche Grammatik; dieser verweist auf das Wirken der Brüder Grimm in Kassel. Das Konzept der Eröffnungs­aus­stellung sieht eine authentische Auseinan­dersetzung mit der deutschen Geschichte, Politik und Kultur vor. In einer weiträumigen Raum­installation können Besucher ihre Eindrücke sammeln. Parallel zu der Raum­installation wird in der Kunsthalle Fridericianum in Kassel die erste Messe politischer Parteien in der Bundes­republik durchgeführt. Die Handschrift des Schweizer Künstlers Christoph Büchel ist unübersehbar. Das Verständnis eines Zusammenlebens in einer Demokratie wird deutlich in der Gleich­behandlung aller an dieser POLITIK teil­nehmenden Parteien. Von den zur Zeit beim Bundes­wahl­leiter registrierten 115 Parteien stellten sich 36 Parteien den Besuchern.

Seitdem die Bundes­republik Deutschland besteht gab es noch nie eine Chancen­gleich­heit wie auf dieser POLITICA 2008.

Jede der teil­nehmenden Parteien kann ihre Präsentation auf gleich­großen Stell­flächen mit gleichgroß umgrenzten Wand­flächen nach ihren Vorstel­lungen gestalten. Jede der teil­nehmenden Parteien hat die Möglichkeit, in einer auf eine Minute begrenzten Dar­stellung ihre Ziele zu formulieren. Die Aufnahmen aus dieser Darstellung aller Parteien werden auf Monitoren in den Räumen der Ausstellung durchlaufend gezeigt. Weiterhin bestand die Möglich­keit für alle teilnehmenden Parteien, in einer auf 15 Minuten begrenzten Redezeit den Zuschauern in dem mit den Fahnen aller Bundes­länder geschmückten Veran­staltungs­saal ihre Vor­stellungen darzulegen. Auf der Redner­liste hatten 25 Parteien für ihre Vertreter eine Redezeit eingetragen.

Die Einladungen zur Teilnahme an der POLITICA erreichten alle in der Bundes­republik Deutschland registrierten Parteien. Die Präsen­tations­flächen von FDP, CDU und SPD wurden nicht genutzt und stehen leer. Ein besonders auffäl­liges Demokratie­verständnis dieser Parteien.

Wer ohne Unter­stützung der geballten Medien­macht von Presse, Rundfunk und Fern­sehen, allein mit Argumenten unter gleichen Beding­ungen sich zu messen nicht bereit ist, hat ein Problem. Entweder er traut seinen eigenen Argumenten nicht - oder er ist zu weit vom Volk, für das er ja Politik gestal­ten will, abgehoben. Er ist arrogant - oder ganz einfach feige!

Horst Zaborowski

UDH Nr. 86

Sprung zur Indexseite Sprung zur Seitenübersicht