BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 87  ¦  Oktober – Dezember 2008



Gedenken zum Tag der Vertreibung aus Schlesien

am 13. Februar 1945 und 4. August 1946

Gertrud Bell 2008


Endzeit

Das war die Endzeit immer: Brot und Spiele.
Der volle Bauch und der gefüllte Sack.
Und jeder scharf, daß er sein Lüstlein kühle.
Gesindel wiehert. Und das Volk wird Pack.

Sich drücken Trumpf. Verachtet ist die Schwiele.
Der falsche Zauber siegt, der billige Lack.
Erbärmliches Geschrumpf — sind das noch Ziele?
Der Mensch ein Zerrbild und der Staat ein Wrack.

Bleibt uns noch Wendezeit? Ihr wenigen Kühnen,
nun tretet vor und nennt verrucht: verrucht.
Gebt die Parole: statt verdienen — dienen!
Statt Willkür Ordnung und statt Unzucht Zucht!

Nur wenige sind die Retter stets gewesen.
Bewährt euch hier, dann kann das Volk genesen.

Gerhard Schumann


Gedicht von Ulrich von Hutten / Ausspruch von Baruch de Spinoza

Für Wahrheit ich streit,
niemand macht es mir leid,
Sieg oder Spott,
ich folg meinem Gott.
Gottes Gesetze stehen nicht
in irgendeinem Buch…,
sondern in der Natur
geschrieben…
Ulrich von Hutten
1488–1523
Baruch de Spinoza

Weihnacht 2008

Weihnacht, Weihnacht
vor 80 Jahren
weißt du noch, wie glücklich
wir als Kinder
in der Heimat waren?

In Ostpreußen, Pommern und im Schlesierland
und wie in der Schule die
Deutschlandkarte
hing an der Wand!

Wir waren kaum
10 und 16, dann
Bomben und Krieg
auch wir träumten
vom gerechten Sieg.

Dann die Flucht
wir hielten uns fest
Hand in Hand und
wurden vertrieben aus
uraltem deutschem Land.

Was ist uns von unserer
Heimat geblieben
die wir seit unseren
Kinderjahren lieben?

Die aufrechterhaltene
Vertreibung beenden
das würde vieles in
Europa wenden!

So aber bleibt Europa
weiter gebaut auf Sand.
Das sagen wir Kinder
aus Ostdeutschland!

So kehren wir ein
zur Krippe im Stall
Weihnacht 2008
überall …

So stell' ich mir die
Weihnachten vor 80 Jahren vor.
Und so leiden und
hoffen wir heute.

W. Maikranz


UDH Nr. 87

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