BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 85  ¦  April – Juni 2008


Wenn ein Türke ‚Scheiß-Deutscher‘ sagt,

drückt ein Staatsanwalt beide Augen zu.

von Friedrich Kurreck

Viele Deutsche haben sie immer noch vor Augen, die schrecklichen Bilder einer Überwachungskamera in einer Münchener U-Bahnstation, die zeigen, wie ein 20-jähriger Türke und sein 17-jähriger griechischer Freund einem 76-jährigen Deutschen hinterherrennen, ihn von hinten zu Boden stoßen, immer wieder und immer wieder, dabei Anlauf nehmend, mit aller Kraft auf den Kopf und ins Gesicht ihres Opfers treten, so daß sich am Schluß einer der Drecksäcke seinen schmerzenden Fuß halten muß. Vorausgegangen war dem feigen Überfall ein Disput in der U-Bahn. Der alte Herr hatte die beiden Ausländer darauf hingewiesen, daß in der U-Bahn nicht geraucht werden darf, worauf sie ihm ihren Rauch ins Gesicht bliesen, ihn anspuckten und als „Scheiß-Deutscher“ beschimpften. Gefehlt hat noch, daß diese ausländischen Drecksäue bei Befolgen der Ermahnung ihres Opfers, ihre Zigaretten nicht in dessen Gesicht ausdrückten.

Unsere Medien kamen zwar nicht umhin, über diesen neuen Höhepunkt ausländischer Jugendkriminalität zu berichten, vermieden es aber krampfhaft, den mit dieser Tat zusammenhängenden ausländerfeindlichen Aspekt — diesmal von Ausländern gegen Deutsche — zu beleuchten. Man stelle sich vor, junge Deutsche hätten einen 76-jährigen Türken mit dem Ruf „Scheiß-Türke“ derart diffamiert! Die Kerzenfabriken hätten Sonderschichten einlegen müssen, um die gewaltige Nachfrage für die Lichterketten-Armleuchter zu befriedigen. Und die Bundesregierung, die wegen der vielen Einsätze der Bundeswehr in Ländern, deren Volk uns kein Haar gekrümmt hat, für Deutsche kein Geld in ihrer Staatsschatulle übrig hat, für die „Programme gegen rechts“ sogleich einige weitere Milliönchen locker machte.

Wer glaubt, die beiden ausländischen U-Bahn-Täter hätten sich nun wegen versuchten Mordes und wegen Volksverhetzung zu verantworten gehabt, der irrt. Zwar gibt es im deutschen Strafgesetzbuch (StGB) den Paragraphen 130 (Volksverhetzung), doch der stellt nur „Teile der Bevölkerung“ und „nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppen“ unter den Schutz, nicht aber die deutsche Minderheitsbevölkerung. Zudem wird mit bis zu fünf Jahren bestraft, wer den NS-Völkermord „billigt, verleugnet oder verharmlost“ und mit bis zu drei Jahren, wer „die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigt, verherrlicht oder rechtfertigt“. Erstere Bestimmungen gelten nicht für „Völkermord, begangen an Deutschen“, und letztere schränken die Meinungsfreiheit ein; sie sind aus diesem Grunde lupenrein grundgesetzwidrig.

Dem Baden-Württembergischen Bundesratsminister Wolfgang Reinhard (CDU) wollte es nicht einleuchten, daß Ausländer gegen Deutsche in deren eigenem Land „zum Haß aufstacheln oder zu Gewalt — oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder sie beschimpfen, böswillig verächtlich machen oder verleumden“ dürfen. Diese Formulierungen sind dem § 130 StGB entnommen, einer Strafvorschrift, die allerdings, wie bereits dargelegt, dem deutschen Mehrheitsvolk keinen Schutz bietet. Reinhard schlug daher vor, künftig Beschimpfungen wie „Scheiß-Deutsche“ ebenfalls als Volksverhetzung zu bestrafen.

Man hätte erwarten können, daß die führenden Politiker den Hinweis auf die Lücke im deutschen Strafgesetzbuch dankbar aufgreifen und rasch eine Ergänzung der Volksverhetzenden-Paragraphen in die Wege leiten würden. Doch weit gefehlt! Der Baden-Württembergische Minister löste eisige Ablehnung, aber auch Hohn und Spott aus. Das Bundesjustizministerium ließ verlauten: „Es gäbe keine Strafrechtslücke, wer etwas anderes sage, betreibe Populismus“. Und der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz, der so aussieht wie er heißt, höhnte: „Manchmal hat man das Gefühl, in Absurdistan zu sein.“ Wie recht er doch hat!

Entnervt zog Reinhard seinen Vorstoß zurück. So bleibt es dabei: Am deutschen Volk kann sich jeder dahergelaufene Lump, quasi als Dank dafür, daß er hier sein darf und durchgefüttert wird, nach Belieben reiben. Es bleibt auch weiterhin dabei, daß in Deutschland historische Wahrheiten vom Strafgesetzbuch definiert werden. Dabei muß man ja gar nicht selbst die offiziellen Darstellungen über den Holocaust und seine Ausmaße bezweifeln, um gegen eine Strafverfolgung derjenigen zu sein, die daran Zweifel hegen. Es stellt sich auch die Frage, ob das Bestreiten einer angeblich „offenkundigen“ Tatsache unter Strafe gestellt werden muß.

Angst vor einem Einsatz in türkischen Familien ist ständiger Begleiter deutscher Sanitäter

Von der Angst geplagt, nach einem Dienst nicht heil nach Hause zu kommen, sind die Rettungsassistentin Sabine Pèrez Preiß und der Rettungssanitäter Artur Przewloka aus Offenbach. Für sie waren die Berichte über die attackierten Retter und Helfer in Ludwigshafen wie eine Befreiung. Endlich sprach jemand aus, worunter sie selbst und einige ihrer Offenbacher Kollegen seit Jahren leiden. Um die Konflikte nicht zusätzlich zu schüren, und aus Angst, als ausländerfeindlich dazustehen, hat die 35-jährige Rettungsassistentin die Wut über Beleidigungen, Bedrohungen und tätliche Angriffe heruntergeschluckt. Nun sind die Schlagzeilen aus Ludwigshafen das Signal, selbst das Schweigen zu brechen. „Ich bin froh, daß darüber endlich öffentlich gesprochen wird.“ Denn im Moment ist das Berufsleben für die mit einem Spanier verheiratete Mutter von vier Kindern schlicht unerträglich.

Ob diesmal einer der Kerle draußen mit einem Messer auf mich wartet? Ob sie ihre Drohungen wahrmachen werden? Solche Fragen schießen Sabine Pèrez durch den Kopf, bevor sie sich abends nach Dienstschluß auf den Heimweg macht. Die wüsten Beschimpfungen und Racheschwüre, die während der Einsätze mit dem Rettungswagen in Offenbach auf die Lebensretterin einprasseln, verfehlen ihre Wirkung nicht. Sie hat regelmäßig Angst, nicht heil von der Arbeit nach Hause zu kommen.

„So kann das nicht weitergehen“, sagt die 35-jährige Mutter über den Alltag in einem Beruf, den sie mit Freude und Leidenschaft ausübt. Doch regelmäßig, wenn sie zu Hilfseinsätzen in arabische und türkische Familien gerufen wird, fährt die Angst mit. Wenn der Einsatzort in einem der Viertel liegt, wo Armut und Verwahrlosung zu Hause sind, schlägt den Helfern immer häufiger Haß und offene Ablehnung entgegen.

„Wenn wir ankommen, haben sich manchmal schon 20 Angehörige und Nachbarn des Patienten zusammengefunden, die uns bedrängen und beschimpfen“, erzählt die Rettungsassistentin. „Die rotten sich zusammen, als wollten sie sich gegen uns verbünden.“  Mit dem vielstimmig vorgetragenen Vorwurf, es sei seit dem Notruf zu viel Zeit bis zur Ankunft des Rettungswagens vergangen, beginnt der übliche Einsatz in der östlichen Innenstadt oder im Hochhaus Neusalzer Straße 77.

Doch das sei nur der Anfang, ergänzt Rettungssanitäter Artur Przewloka. Im Gegensatz zu seiner temperamentvollen Kollegin wirkt der gebürtige Pole gleichmütig und gelassen. Doch was er in Offenbach erlebt, läßt auch ihn nicht kalt. Wenn er dem Patienten Fragen stellt, um herauszufinden, was genau ihm fehlt, werde er von hinten angemacht: „Du sollst helfen, nicht fragen“.

Tatsächlich sind es unverblümter Haß und Aggression, denen die Helfer ausgesetzt sind. Vor allem, wenn sie sich erdreisten, nicht die Diagnosen und Therapievorschläge der Angehörigen zu übernehmen. Stellen die Sanitäter zum Beispiel bei einem jungen Patienten eine Durchfallerkrankung oder eine Erkältung fest und fahren ihn nicht zur Klinik, sondern empfehlen Erholung in den eigenen vier Wänden, ist kaum mit dem Einverständnis der aufgebrachten Onkel, Tanten und Nachbarn zu rechnen! „Ich mach dich Krankenhaus!“ So lautet eine der üblichen Ankündigungen, wenn die vorgeschlagene Therapie mal wieder nicht auf Wohlwollen stößt. „Ich weiß, wo du arbeitest. Wir warten auf dich.“ So verabschiedet man sich in diesen Kreisen von den Helfern. Um den Drohungen Nachdruck zu verleihen, läßt man gerne die Schußwaffe aufblitzen, die in der Schublade liegt. „Ob das scharfe Schreckschußwaffen sind, kann ich nicht erkennen“, sagt Artur Przewloka. Aber sie verfehlen ihre Wirkung nicht. Vor einigen Jahren habe eine empörte Meute in der Hermann-Steinhäuser-Straße nach einem Rettungseinsatz sogar den Wagen demoliert, das Funkgerät herausgerissen und einen Sanitäter verletzt.

Sie sei schon häufiger bespuckt, als „Nazihure“ oder „Hitlerbraut“ beschimpft und auch tätlich angegriffen worden, berichtet Sabine Pèrez Preiß. Gerade läuft ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Nötigung gegen einen Türken, den sie vor einigen Monaten medizinisch versorgte. Er habe ihr mehrfach zwischen die Beine und an die Brust gegriffen. Das spielte sich vor den Augen einer Zivilstreife ab, die den Patienten schließlich mit Handschellen abführte.

Das alles haben wir dem Wirken der 68er zu verdanken

Ohne Wirken und Einfluß der 68er wäre die Bundesrepublik und wären die Deutschen heute nicht das, was sie sind: fremdbestimmt, rückgratlos, linksliberal bis zum Erbrechen, ein Volk ohne Visionen und Überlebenswillen.

Die Akteure und Ideen der 68er-Welle fielen nicht vom Himmel. Man muß sich die Vorgeschichte vergegenwärtigen. Vorgearbeitet hatte — in großem Stil, geplant in eigens dafür eingerichteten Stäben der US-Armee für psychologische Kriegsführung — die Umerziehung durch die westlichen Besatzer. Diese selbst machten aus dem Ansinnen der „re-education“, der Umerziehung der Deutschen, der Ummodelung ihres Charakters, überhaupt kein Geheimnis.

Am 8. Mai 1945 endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht kein „normaler“ Krieg. Es endete nur der bewaffnete Konflikt, während der psychologische Krieg zur Destabilisierung, De-Souveränisierung und Entnationalisierung der Besiegten mit unvermindertem Einsatz fortgeführt wurde.

Bekanntgeworden ist die Episode, die der Rechtsprofessor Friedrich Grimm in seinen Lebenserinnerungen aufgezeichnet hat: wie er unmittelbar nach seiner Gefangennahme mit einem hohen französischen Offizier zusammenkam, der sich zunächst als Universitätsprofessor vorstellte und sich dann als französischer Propaganda-Kader zu erkennen gab. Er ließ Grimm freimütig wissen: „Seit Monaten tue ich nichts als das: Greuel-Propaganda. Das war die entscheidende Waffe in diesem Kriege; damit haben wir den totalen Sieg erfochten.“ Worauf Grimm erwiderte: „Jawohl, Sie haben den totalen Sieg. Nun aber wird es Zeit, daß Sie diesen Kampf einstellen.“ Darauf der Franzose: „Nein! jetzt fängt es erst richtig an. Wir werden fortfahren, jahraus, jahrein! Wir werden diese Propaganda noch steigern, bis in der Welt der letzte Funke der Sympathie für Deutschland ausgelöscht und das deutsche Volk selbst so restlos zerknirscht sein wird, daß es sich nie wieder erheben kann“. (Friedrich Grimm: „Mit offenem Visier / Aus den Lebenserinnerungen eines deutschen Rechtsanwalts“, Leoni, 1961, S. 248 f.)

Die Sieger wollten nicht mehr und nicht weniger als die Eliminierung aller tragenden Kräfte des Reiches. Die minutiös vorbereiteten, viele Tausende Namen umfassende Suchliste, mit denen die Amerikaner dabei zu Werke gingen, wurden erst vor wenigen Jahren in einer Reprint-Ausgabe zugänglich gemacht; es handelt sich um ein entlarvendes historisches Dokument. Parallel dazu wurden Bibliotheken und Lehrpläne „gesäubert“; und jedwede Neuzulassung von Zeitungen und politischen Parteien unterlag der Lizensierung durch die Sieger.

Ausrottung auf demokratisch nennt man „Umerziehung“

Nochmals: Es ging bei alledem nicht nur um den Austausch der vormaligen Funktionseliten der Deutschen. Sondern parallel dazu sollte der Volkscharakter der Unterworfenen verändert werden. In der Freud-Nachfolge hatte sich unter aus Deutschland emigrierten Pychologen in den USA die Lehre vom „autoritären Charakter“ der Deutschen verbreitet, als deren maßgeblicher Propagandist sich der sattsam bekannte Theodor W. Adorno hervortat. In der zweiten Kriegshälfte hatte sich der „American Jewish Congress“, eine der einflußreichsten Lobbys in den USA, die Theorie vom „autoritären Charakter“ offiziell zueigen gemacht und 1944 eine Tagung einberufen, die die neue Propagandathese „wissenschaftlich“ unterfüttern sollte. Die Liste ihrer Teilnehmer liest sich wie „Who is who“ der späteren „Frankfurter Schule“; die Federführung hatte Max Horkheimer inne, und Adorno steuerte zusammen mit einem Halbdutzend weiterer Psycho-Ingenieure, unter ihnen auch Marcuse, eine zweibändige Arbeit über die „autoritäre Persönlichkeit“ bei.

Im Vorwort heißt es klar und offen:
„Unser Ziel ist nicht nur, das Vorurteil zu beschreiben, sondern es zu erklären, um bei seiner Ausrottung zu helfen. Ausrottung meint Umerziehung, die wissenschaftlich geplant wird auf der Grundlage des auf dem Wege der wissenschaftlichen Untersuchung erreichten Verständnisses.“

Noch präziser wurde der frühere Berliner Gestaltpsychologe Kurt Lewin, auch er emigriert und einer der tonangebenden Stichwortgeber der „Umerziehungs“-Lobby. Seine Vorstellungen von der „re-education“ nehmen die Entwicklung der deutschen Nachkriegsgesellschaft in zentralen Punkten vorweg und sollten eigentlich genügen, um jede Annahme von „Zufälligkeiten“ in der deutschen Mentalitätsgeschichte nach 1945 auszuschließen.

Lewin schreibt:
„Um stabil zu sein, muß ein Kulturwechsel mehr oder weniger alle Aspekte des nationalen Lebens durchdringen“, denn die „dynamischen Beziehungen zwischen den verschiedenen Aspekten der Kultur einer Nation — wie Erziehung, Sitten, politisches Verhalten, religiöse Anschauungen — führen dazu, daß jede Abweichung von der bestehenden Kultur bald wieder in die bisherige Strömung zurückgebogen wird.“ Hand in Hand mit der „Zerstörung der Kräfte, die das alte Gleichgewicht aufrechterhalten“, müsse deshalb die „Einrichtung (oder Befreiung?) der Kräfte zu einem neuen Gleichgewicht einhergehen.“ Schließlich kommt es darauf an, das neue Gleichgewicht durch Selbstregulierung permanent zu machen. Die Phase der „Umerziehung“ (re-education) müsse in einer Phase der „Selbstumerziehung“ (self-re-education) ihre Fortsetzung finden.

Die Ära der „Moralpolitik“

Wenn man diese Gebrauchsanweisung liest, erübrigt sich jede weitere Frage, wie es zur „Zäsur“ von 1968 kommen konnte. Sie war nichts anderes als eine Folge- und Fernwirkung der amerikanischen Psycho-Politik. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Die Umerziehung wurde zum planmäßigen Selbstläufer. Mühsam suchte das von Krieg, Vertreibung und Besatzerwillkür geschundene Volk wieder Tritt zu finden; wer gesund und nicht in Siegergewahrsam war, packte an, beseitigte Trümmer, schöpfte in den Jahren des Wiederaufbaues, der Währungsreform, des Wirtschaftswunders nach und nach wieder Hoffnung.

Wie man ein Volk kaputtmacht

Doch während alledem lief das Umerziehungsprogramm der Besatzer. Es ließ die Deutschen nicht in Ruhe. Die Ära der „Moralpolitik“ — den Begriff prägte die linksliberale „Zeit“ — dämmert herauf. Der Kölner Synagogen-Zwischenfall an den Weihnachtstagen 1959 gab erstmals die Kulisse für einen bis dahin nicht gekannten „Betroffenheits- und Selbstbezichtigungstaumel“ ab, der die Deutschen kollektiv als „Tätervolk“ an den Pranger halluzinierte. Die Politik nahm den Ball auf. 1960 erließ die Kultusministerkonferenz neue „Richtlinien für die Behandlung der jüngsten Vergangenheit im Geschichtsunterricht“ — eine Institutionalisierung der längst auf breiter Front angelaufenen „Vergangenheitsbewältigung“. Parallel dazu wurde in Ludwigsburg die „Zentralstelle zur Aufarbeitung von NS-Verbrechen“ eingerichtet. Sie sorgte prompt dafür, daß zehn Jahre nach dem Ende der alliierten „Entnazifizierungs-Welle eine zweite, nunmehr von Deutschen selbst organisierte, ausgelöst wurde. Dazu paßte, daß im April 1961 der Eichmann-Prozeß in Tel Aviv eröffnet wurde; die Deutschen saßen jetzt quasi personifiziert als „Verbrechervolk“ auf der Anklagebank. Es war die Stunde der Mitscherlichs, Bölls und Hochhuts. Das Konzept der Selbst-Umerziehung ging auf.

Die Schlagworte des neuen BRD-Funktionariats hießen fortan „Emanzipation“, „Befreiung“, „Solidarität“ und „Selbstverwirklichung“. Die dahinterstehende historische Lektion ist einfach — vor allem, wenn man die Ursprünge der 68er in den Theorielabors der alliierten Umerziehungs-Offiziere kennt: Vor allen hochmoralischen Postulaten stand die Absage, die Zerstörung, die Negation der landläufigen Erscheinungsform alles „Deutschen“. Seither und dank der „68er“ definiert sich die Bundesrepublik zuvörderst als Antithese zum „Dritten Reich“. Das ist das ganze Geheimnis.

Nachhaltige Dauerschäden

Beispiele gefällig? Hieß es ehedem „Du bist nichts, dein Volk ist alles“ so gilt heute auf allen Kanälen das umgekehrte Extrem: „Du bist alles, dein Volk ist nichts“. Die Quintessenz der wohlfeilen linken Aufklärungs- und Emanzipationsrhetorik ist letztendlich nichts als ein jämmerlicher Charakter-Bodensatz aus Egoismus, Bindungsunfähigkeit und Hedonismus, das sicherste Rezept, um jede Gesellschaft dauerhaft kaputtzumachen. Nichts anderes war beabsichtigt. Niemand braucht sich darüber zu wundern, daß das Volk der Selbstverwirklicher und Urlaubsweltmeister keine Kinder mehr bekommt und nichts dabei findet, daß es von Millionen Ausländern langsam aber sicher aus dem eigenen Land hinausgeboren wird.

Auch wenn sich der 68er-Irrsinn irgendwann von selbst wieder aus der deutschen Gesellschaft ausmendeln sollte, bleiben uns die Dauerschäden, die eine Generation linksliberaler, krypto-kommunistischer Lehrer, Dozenten und Politiker an unserem Volk angerichtet haben und weitere Schäden nach sich ziehen. Konrad Lorenz sprach in seiner berühmten Schrift „Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“ schon 1973 vom Abreißen aller gesellschaftlichen Traditionslinien und vom augenscheinlichen Verlust aller sozialen Instinkte, ohne deren Funktionieren kein Gemeinwesen überleben kann. Schon der Befund reicht hin, um der linksgedrallten Bundesrepublik zu Anfang des 21. Jahrhunderts keine allzu rosigen Zukunftsprognosen auszustellen.

Ideengeber der Auflösung

Wenn die Demographen recht behalten, kippen in unseren Städten um das Jahr 2040 die ethnischen Gewichte. Aus deutschen Mehrheiten werden dann deutsche Minderheiten, und der Fortbestand unserer Nation ist spätestens dann kein Thema mehr. Mag sein, daß diese Entwicklung friedlich vonstatten geht, wie es sich die Planer an den Schalthebeln der „One World“ vorstellen; mag sein, daß es zu ethnischen Bürgerkriegen wie im zerfallenden Jugoslawien kommt. So oder so wird es der Augenblick sein, sich noch einmal der 68er zu erinnern, wenn auch zum letzten Mal: als Ideengeber der Auflösung, als Zerstörer unseres Landes. Danke, Mister Adorno!!!

Man meint, die BRD wäre heute schon von der Türkei als 76. Provinz vereinnahmt?

Am 3. Februar 2008 berichteten die Medien über einen Brand in Ludwigshafen, einem der verheerendsten Hausbrände in Deutschland seit Jahren, mit 9 Toten, darunter 5 Kindern, und 60 Verletzten. Das vierstöckige Wohngebäude, dessen Treppenhaus nahezu vollständig aus Holz bestand, stand innerhalb kürzester Zeit in hellen Flammen. Die alte Holztreppe brach binnen Minuten ein und nahm den Menschen den Fluchtweg. Zwei türkische Familien bewohnten das alte Backsteinhaus. Insgesamt waren 24 Personen dort gemeldet.

Anders als bei allen früheren Bränden schloß man dieses Mal von vornherein einen rechtsextremistischen Hintergrund zunächst aus. Einen Tag später dann doch die alten Verdächtigungen: Schlagzeilen der Presse: „War es doch Brandstiftung? Haus bereits 2006 Ziel eines Anschlages“. Zwei türkische Mädchen im Alter von acht und neun Jahren wollen nach Polizeiangaben einen Fremden beim Zündeln im Treppenhaus gesehen haben. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal: „Wir haben keine Fakten, die eine Deutung in eine Richtung erlauben würden.“

Anhaltspunkte für Brandstiftung geben die schnelle Ausbreitung des Feuers und die Aussagen der Mädchen bei der Polizei. Sie berichteten auch vor Fernsehkameras, ein Mann habe ein Feuerzeug, ein Blatt und einen Stock in der Hand gehabt. „Der hat mit einem Feuerzeug ein Stöckchen angezündet und das dann neben den Kinderwagen in den Flur geworfen“, sagt ein Mädchen einem Reporter. Die Polizei erklärte, die Aussagen würden überprüft.

Über politische Motive wird spekuliert, weil im Sommer 2006 zwei Brandsätze in das von türkischen Familien bewohnte Gebäude geworfen worden waren. Sie waren sofort verlöscht und verursachten nur Rußschaden. Die Täter wurden nie gefunden.

Und jetzt kommt es:

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan fordert eine rasche Aufklärung des Brandes. Seine Regierung will eigene Ermittler nach Ludwigshafen entsenden. Das ist Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes. Was denkt dieser Türke sich denn? Fürchtet er etwa, die deutsche Polizei würde, weil es sich hier um Türken handelt, ihrer Pflicht nicht nachkommen, die Täter aufzuspüren und ihrer Bestrafung zuzuführen? Da kann er unbesorgt sein und ruhig schlafen, denn die deutschen Polizeiorgane sind doch darauf getrimmt, jeden Furz gegen Ausländer schnellstens aufzudecken und den für ihn Verantwortlichen der Bestrafung zuzuführen. Und unsere Richter tun dann das, was sie zu tun haben, nämlich diesen harmlosen Furz hinter schwedische Gardinen zu setzen.

Der Ludwigshafener Feuerwehrchef Peter Friedrich erzählt, daß seine Feuerwehrleute bespuckt worden seien, nachdem vor allem türkische Medien berichtet hätten, die Feuerwehr sei am Sonntag zu spät am Brandort gewesen. Herr Erdogan düst mit türkischen Ermittlungsbeamten sofort zu seinen 1,7 Millionen Landsleuten nach Deutschland, wirkt in Ludwigshafen besänftigend auf sie ein, warnt aber zugleich vor zuviel Anpassung: „Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, schmettert er in Köln seinen 16.000 Landsleuten entgegen, die ihm spontan dafür danken.

Bei seiner Rede in der Köln-Arena rief Erdogan unter großem Beifall seiner Landsleute: „Ich verstehe sehr gut, daß ihr gegen die Assimilierung seid. Man kann von euch nicht erwarten, euch zu assimilieren.“ Es sei zwar wichtig, Deutsch zu lernen. Die türkische Sprache dürfe aber nicht vernachlässigt werden. Die Türken stünden in Europa vor der Herausforderung, ihre Identität und ihre Kultur zu bewahren.“ Die Rede war der Abschluß eines viertägigen Besuchs Erdogans, der von der Brandkatastrophe überschattet war.

Erneut forderte der türkische Ministerpräsident eine schnelle Aufklärung des Unglücks und hofft, daß Vorfälle wie in Ludwigshafen nun ein Ende fänden. Das weitere Vorgehen der deutschen Kriminalbeamten werde von der Türkei, die auch eigene Ermittler nach Ludwigshafen geschickt hatte, ganz genau verfolgt. Im übrigen betonte Erdogan die Friedfertigkeit aller im Ausland lebenden Türken: „Wir haben mit Haß überhaupt nichts zu tun. Wir haben mit Feindschaft, mit Streit und Gewalt überhaupt nichts zu tun.“ Wirklich nicht? Wie würde Herr Erdogan denn die Vorfälle in Offenbach bezeichnen?

Erdogan schlug sogar türkische Schulen und türkische Universitäten in Deutschland vor, löste aber, kaum zu fassen, vielfach Empörung hervor. Kritik kam vor allem aus der Union. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) rief Türken im RBB-Inforadio auf, sich selbst mehr um die Eingliederung in die deutsche Gesellschaft zu bemühen. Sie sollten „sich nicht in die eigene türkische Welt zurückziehen“, sondern dafür sorgen, daß sie selbst und ihre Kinder die deutsche Sprache lernen. CSU-Chef Erwin Huber bezeichnete Erdogans Vorschlag als „Gift für die Integration“.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) bezeichnete die Idee als „indiskutabel“. Auf diese Weise würde die „Verharrung im türkischen Lebensmilieu“ nur noch weiter zementiert.

Die türkischstämmige SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün sagte der Frankfurter Rundschau: „Ich will nicht, daß die Kinder körperlich hier und geistig und seelisch in der Türkei sind.“ Der CDU-Fraktionsschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Friedbert Pflüger, warb, wie könnte es anders sein, für „Elite-Schulen“ und „Elite-Universitäten“, an denen sowohl deutsch als auch türkisch unterrichtet wird. Auch die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth sprach sich für deutsch-türkische „Europaschulen“ aus.

Insgesamt gehen in Deutschland etwa 500 000 türkischstämmige Kinder zur Schule. Es gibt bereits Schulen, in denen in türkischer Sprache unterrichtet wird, zum Beispiel in Köln und Berlin. In Deutschland leben etwa 2,4 Millionen Bürger türkischer Abstammung — 1,7 Millionen davon sind türkische Staatsangehörige.

Und was sagt der Dichter Heinrich Heine dazu? „Türken, Inder, Hottentotten sind sympathisch alle drei, wenn sie leben, lieben, lachen, fern von hier in der Türkei. Doch wenn sie in hellen Scharen, wie die Maden in dem Speck, in Europa nisten wollen, ist die Sympathie schnell weg. “

Glück für Heinrich Heine ist, daß er im neunzehnten Jahrhundert lebte und nicht im heutigen Deutschland. Heute würde er mit Sicherheit als Rechtsextremist gebrandmarkt.


UDH Nr. 85

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