BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 88  ¦  Januar – März 2009


Offener Brief

Friedrich Kurreck an polnische Botschaft

Friedrich Kurreck
Offenbach, den 30. November 2008

Sehr geehrter Herr Botschaftsrat,

beim heutigen Durchstöbern meines umfangreichen Ordners „Polen“ fand ich einen Ausschnitt von einem von Ihnen stammenden Beitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 3. September dieses Jahres, übertitelt mit „Der Schlächter von Plaszòw“. Im dritten Abschnitt schreiben Sie, daß „die Massenmedien (nicht nur diese, auch Politiker, auch polnische Diplomaten, sehr geehrter Herr Botschaftsrat) dem Gedenken der historischen Wahrheit in einem besonderen Maße verpflichtet“ seien. „Besonders in einer Zeit, in der man der Erinnerungskultur einen so großen Wert beimißt. Das ist leider nicht immer der Fall. Immer wieder lesen und hören ausländische und polnische Empfänger weltweit mit Befremden und Empörung von polnischen Konzentrationslagern. Es ist unser Wille zu glauben, diese so bequem kurze Formulierung rühre lediglich daher, daß die deutschen Nationalsozialisten sowohl Auschwitz-Birkenau als auch viele andere Vernichtungslager auf dem damals durch das Dritte Reich besetzten Gebiet Polens errichtet hatten.“

Das wäre Ihrem Land erspart geblieben, wenn Polen den Krieg mit Deutschland nicht gewollt hätte. Oder bezeichnen Sie etwa Ihren Marschall Rydz-Smigly der Lüge, der Mitte Juni 1939 vor polnischen Offizieren, Reserveoffizieren und Offiziersanwärtern, unter denen sich auch Deutsche, wegen ihrer durch das Diktat von Versailles verpaßten polnischen Staatsangehörigkeit, befanden, erklärte: „Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte.“

Wie hätten wir diesen Krieg bei dem Verhalten Ihrer Vorfahren der deutschen Minderheit in Polen gegenüber denn verhindern können?

Über dieses Verhalten schreibt der ukrainische Sachkenner in Minderheitenfragen, Dr. Stephan Horak, dessen Volk in den von Polen geraubten Gebieten der Sowjetunion (Ukraine) als Minderheit mit der deutschen Minderheit dasselbe Schicksal teilte, in seinem Buch „Poland and her national minorities 1918–1939“:

Im vierten Abschnitt vermerken Sie: „Nichtsdestoweniger kann eine solche irreführende Abkürzung, eine Art Kurzfassung des Gedankenganges, weitgehend und folgenschwer missverstanden werden und den Eindruck erwecken, es wären die Polen gewesen, die in ihrem Land Konzentrationslager gebaut hätten. Dies kann zu falschen und gar gefährlichen Schlußfolgerungen führen, die nichts mit der historischen Wahrheit zu tun haben und für Polen eine Verunglimpfung darstellen. Um solchen Fehlerhaftigkeiten entgegenzuwirken, meldeten und melden wir uns zu Wort in vielen Ländern, darunter auch in Deutschland. Daher wende ich mich an Sie mit der herzlichen Bitte um mehr Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Sorge um die historische Wahrheit, wenn Sie und ihre Mitarbeiter über die Orte der nationalsozialistischen Verbrechen berichten.“

Was soll ein 94jähriger Zeitzeuge, der an der deutsch-polnischen Grenze im Raume Deutsch-Eylau aufgewachsen ist und viel Bösartiges von Ihrem Volk, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, sozusagen aus erster Hand, mitbekommen hat, von einem solchen Schwachsinn eines polnischen Diplomaten halten? Da Sie in Ihrem FAZ-Beitrag einige Male die historische Wahrheit bemühten, sehe ich mich veranlaßt, Ihre Ausführungen — dieser historischen Wahrheit entsprechend — richtigzustellen und Sie auch noch kurz über die wahren Ursachen zu unterrichten, die zum Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen unseren beiden Ländern geführt haben.

Spricht man heute von Konzentrationslagern, dann werden darunter meist nur die der NS-Zeit verstanden. Im Rahmen der Umerziehung wurde die Kenntnis früherer und in anderen Ländern betriebener „Konzentrationslager für unerwünschte Personen“ weitgehend verdrängt.

Die ersten als solche bezeichneten „Konzentrationslager“ richteten die Spanier 1896 auf Kuba ein, denen die Briten im Burenkrieg (1889-1902) in Südafrika folgten, um mit der Internierung von Frauen und Kindern den Widerstand der Buren zu brechen. Die Sowjets deportierten nach ihrer Machtergreifung 1917 Oppositionelle und „Klassenfeinde“ in sibirische Arbeitlager; der Beginn des „Archipel Gulag“, in dem in den folgenden sieben Jahrzehnten Millionen von Gefangenen zu Tode kamen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden solche Internierungseinrichtungen auch in den USA für die dort lebenden „Deutsch- und Japanischstämmigen“ oder in Großbritannien für Deutsche und deutschfreundliche Engländer geführt. Jedoch nicht für den deutschfreundlichen „King Edward VIII.“, dessen Hauptanliegen es war, dazu beizutragen, daß der Friede in Europa wiederhergestellt würde, bevor er zum Weltenbrand ausartete, in dessen Verlauf dann nicht nur Ihr Land, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, sondern auch das Deutsche Reich und das Britische Empire zerstört wurden. Er wurde aber nicht in ein solches Internierungslager gesteckt, sondern als Herzog von Windsor zum Gouverneur der britischen Bahamas ernannt, sozusagen in die „Verbannung“ geschickt. Dort konnte er den kriegstreibenden englischen Politikern nicht mehr in die Quere kommen.

Die ersten „Konzentrationslager in Europa“ wurden nach der „Wiederauferstehung“ des polnischen Staates (unter deutschen Blutopfern übrigens) im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche errichtet: noch im Herbst 1918 das Lager Szcypiosno und 1919 das Lager Stralkowo. Mehr als 8.000 Deutsche sollen dort in der ersten Nachkriegszeit interniert worden sein. Viele überlebten diese Lager nicht. Mehr als eine Million Deutsche (darunter meine Mutter; der Redakteur) verließen angesichts der Unterdrückungs- und Enteignungsmaßnahmen Ihrer Vorfahren von 1919 bis 1938 ihre ostdeutsche Heimat.

Eine erste Vertreibung!

Die planmäßige Entdeutschung wurde von Polen auch öffentlich verkündet. Am 10. April 1923 erklärte der damals amtierende polnische Ministerpräsident General Ladislaus Sikorski bei einer Rede im Posener Rathaus in großer Offenheit nach der Begrüßung durch den Stadtpräsidenten Ratijski, der festgestellt hatte, daß die „deutsche Gefahr“ nicht eher beseitigt sei, als „bis alles deutsche Land in polnische Hände übergegangen sei und der Feind nicht mehr unnötig im eigenen Lande ernährt zu werden brauche“, und ebenso offen auch: „Es liegt im unmittelbaren Interesse der (polnischen) Minderheit, daß dieser historische Prozeß, nach langer Bedrückung durch die preußische Regierung, dieser Prozeß, den man ›Entdeutschung der westlichen Woiwodschaften‹ nennt, in einem möglichst kurzen und raschen Tempo vollführt werde. … Der Starke hat immer Recht, und der Schwache wird als besiegt angesehen, und man schiebt ihn auf den zweiten Platz. Ich stelle fest, daß am Vortage der Aufnahme der ›Liquidierungsaktion deutscher Güter‹, die der Herr Stadtpräsident erwähnte, unsere bisherige Nachgiebigkeit und unser Schwanken einer radikalen Änderung unterliegen müssen. Die Regierung, die ich präsentiere, will, daß diese Angelegenheit innerhalb eines Jahres bestimmt geregelt wird.

Zur Zeit des totalitär regierenden Marschalls Pilsudski wurde 1926 das Konzentrationslager Bereza-Kartuska in Galizien und das in Brest-Litowsk eröffnet, wo neben Deutschen auch Ukrainer und andere politische Gegner gefangengehalten wurden. In diesem Zusammenhang ist auch erwähnenswert, daß Warschau mindestens zweimal, im Winter 1932/33 und im Dezember 1933/Januar 1934, versuchte, Frankreich zu einem gemeinsamen Angriffskrieg gegen das Deutsche Reich zu bewegen.

Im Jahre 1939 kam neben kleineren Einrichtungen das Lager Chodzen zwischen Leskau und Kutno hinzu, in dem Anfang September 1939 Tausende Volksdeutscher zusamamengetrieben wurden. Massenverhaftungen setzen vor allem ein, nachdem der polnische Marschall Rydz-Smigly am 6. August 1939 in Krakau zur 25-Jahrfeier der Gründung der Pilsudski-Legion“ eine kriegerische Rede gehalten hatte. Allein in den sieben Tagen vom 25. bis 31. August 1939 nahmen Polen mindestens 43 einzelne Grenzüberschreitungen vor, bei denen meist deutsche Höfe angezündet und mehrere Deutsche, darunter auch Zollbeamte, erschossen wurden. Es kam dann in Polen mit Schwerpunkt in den ersten Kriegstagen zu den berüchtigten Todesmärschen für rund 5.000 verhaftete Deutsche aller Altersgruppen und beiderlei Geschlechts zu diesen Lagern nach weiteren Orten sowie zu Ausschreitungen des „Bromberger Blutsonntags“ am 3. September 1939, wo, bis zum Eintreffen deutscher Truppen, insgesamt mehr als 5.437 deutsche Einwohner von Ihren Landsleuten, dem christlichen Volk der superfrommen Polen, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, bestialisch ermordet wurden, wobei es auch zu Leichenschändungen gekommen ist.

Nach der Besetzung Polens durch die Rote Armee wurden von Polen ab 1944 mehr als 1.250 KZs für Deutsche im altpolnischen Land und in den deutschen Oder-Neiße-Gebieten eingerichtet. Die schlimmsten waren Lamsdorf bei Falkenberg in Oberschlesien, wo nachweislich 1945/46 mehr als 6.000 Deutsche auf brutalste Weise, von Ihren Landsleuten, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, umgebracht wurden, Tost und Myslowitz, beide ebenfalls in Oberschlesien gelegen, Potulice bei Bromberg, Granow bei Lissa, Sikawa bei Lodz und Jaworno bei Tschenstochau.

Daß Ihr Volk bis zum Frieden von Brest-Litowsk (1918) unter der Knute des russischen Zaren gestanden hat, wird Ihnen bekannt sein. Nicht bekannt sein dürfte Ihnen aber das Danktelegramm Ihrer Vorfahren aus Anlaß der Befreiung aus dieser russischen Knechtschaft. Lesen sie es bitte genau und öfters, und sinnieren Sie anschließend dann über den Wert polnischer Treueschwüre:

Die Freude Ihrer Ahnen über einen eigenen König aber nahm ein jähes Ende. Der amerikanische Präsident Wilson, der von Ihnen, ich vermute es, irrtümlich als Befreier vom Zarenjoch angesehen wird, hatte für solche Possen kein Verständnis und verordnete Ihrem Volk die Demokratie, ein Erbanliegen amerikanischer Präsidenten anscheinend.

Und wie sah es mit der geschworenen polnischen Treue aus? Sie währte nur kurze Zeit. Schon in Versailles verlangten die Vertreter Polens deutsche Gebiete bis an die Oder und Neiße, die man ihnen aber nicht alle zugestand, jedenfalls damals noch nicht. Sie mußten sich mit den deutschen Provinzen Posen sowie Teilen von Westpreußen und Oberschlesien begnügen. In Oberschlesien erhielten sie dessen an Bodenschätzen reichsten Teil, und das auch noch ungeachtet der Abstimmungsergebnisse, die zum Verbleib beim Deutschen Reich ausgefallen waren. Zu den weitergehenden Gebietsreformen Ihrer Vorfahren, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, legte der britische Premierminister David Lloyd George der Friedenskonferenz in Versailles ein Memorandum vor. Hier einige interessante Passagen: „… Die Aufrechterhaltung des Friedens wird davon abhängen, daß keine Ursachen zur Verzweiflung vorhanden sind. … Aber Ungerechtigkeit und Anmaßung, ausgespielt in der Stunde des Triumphs, werden nie vergessen und vergeben werden…. Der Vorschlag der polnischen Kommission, 2.100.000 Deutsche der Aufsicht eines Volkes von anderer Religion zu unterstellen, das noch niemals im Laufe seiner Geschichte die Fähigkeit zu stabiler Selbstregierung bewiesen hat, muß meiner Beurteilung nach früher oder später zu einem neuen Krieg in Osteuropa führen….“

Was sich später dann leider bestätigte.

Auch möchte ich Sie, einem Unwissenden der polnischen Beziehungen zu Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen, über einen Vorgang informieren, von dem Sie in dem Ihnen erteilten Geschichtsunterricht nichts erfahren haben dürften. Es handelt sich um eine Aussprache im britischen Oberhaus über die polnische Minderheitenpolitik. Diese fand am 15. Juni 1932 statt, zu einer Zeit also, in der es in Berlin noch keinen Regierungschef Adolf Hitler gab. Hier einige Auszüge davon zu Ihrer Unterrichtung:

Lord Cecil, der als Delegierter der britischen Regierung an der Sitzung teilgenommen hatte, bezeichnete die Anwendung des Terrors in der polnischen Minderheitenpolitik als das „Gewissen der Menschheit erschütternd“. Als Vertreter der Regierung im Oberhaus bemerkte er abschließend noch:

Da gab es in Ihrem Lande, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, noch ein weiteres Konzentrationslager für Deutsche, das in „Zgoda“. Was in diesem geschah, schildert der Friedhofswärter Kruppa dem Sohn eines in diesem KZ umgekommenen Deutschen in folgendem Gespräch:

Es ist nun langsam an der Zeit, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, daß Sie und Ihre Landsleute sich das „Polnische Unschuldslamm“ abschminken. Über sechzig Jahre hinweg hat Polen die Deutschen mit diesem Märchen erpreßt, und von deutschen Politikern, die; ebenfalls wie Sie, von den mannigfachen polnischen Verbrechen an Deutschen in Polen zwischen den beiden Kriegen, und danach, als Trittbrettfahrer der Sieger in den von Ihren Vorfahren geraubten deutschen Ostgebieten, keine Ahnung haben, Milliarde über Milliarden in den stets gierigen Polenrachen geworfen bekommen, von den riesigen Werten der uns geraubten Gebiete mit allem Drum und Dran, ganz zu schweigen.

Wenn Sie sich schon um die „historische Wahrheit“ bemühen, die in Deutschland einzuführen Sie als Ihre Aufgabe als Botschaftsrat für Kultur an der Polnischen Botschaft in Berlin sehen, dann sehe ich mich veranlaßt, Ihnen die „historische Wahrheit“ (nur im Vorkriegspolen) ungeschminkt aufzuzeigen, von der Sie Spätgeborener natürlich keine Ahnung haben und diese deshalb zur Kenntnis nehmen sollen, bevor Sie mit Ihrer Aufklärung der Deutschen beginnen.

Jeder Pole, der, wie Sie, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, in dem Kriegsausbruch vom 1. September 1939 einen unschuldig erlittenen Überfall durch den übermächtigen deutschen Nachbarn, gewissermaßen als Schlag aus heiterem Himmel auf ein ahnungsloses Land, sieht, der sollte, auch wenn er sich damit schwer tut, zur Kenntnis nehmen, daß sein Land sich seit dem März 1939 (britischer Blankoscheck für Polen) in einer sich ständig steigernden Kriegsstimmung befand, daß, zahlreichen Aufsätzen und Leserzuschriften in Zeitungen, der Krieg dringend gewünscht, gar von den Kanzeln herbeigefleht wurde, daß durch Aktionen, wie die Meldung zu einem Kommando „lebender Torpedos“ nach mißverstandenem japanischem Vorbild, und durch Vorträge polnischer Offiziere, die die Qualitäten polnischer Soldaten in den Himmel hoben und die deutsche Ausrüstung als minderwertig bezeichneten, eine Stimmung im Lande erzeugt wurde, die von einem raschen Marsch nach Berlin träumen ließ.

Nichts Vergleichbares ist dagegen in Deutschland aufzuzeigen! Es gab weder einen deutschen Politiker, noch einen deutschen Publizisten, dem die Frage „Krieg oder Frieden?“ gleichgültig gewesen wäre. Dem polnischen Botschafter in Paris, Lukasiewicz, hingegen, und der polnischen Diplomatie — war diese Frage gleichgültig. Das mußte der französische Außenminister Bonnet feststellen, als er Lukasiewicz die Bedeutung der britisch-französisch-sowjetischen Militärgespräche auseinandersetzte.

Und Ihr Botschafter in Berlin, Joseph Lipski, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, das will ich Ihnen auch noch in Erinnerung rufen, geriet gar in Rage, als sein britischer Kollege, Sir Neville Henderson, ihn bat, dafür zu sorgen, daß seine Regierung in Warschau auf die deutschen Friedensangebote eingehe, sie nicht ignoriere, schrie den Briten an: „Ich denke nicht daran, für den Frieden zu sprechen. Wenn Krieg kommt, ist in Deutschland in drei Tagen Revolution, und Polen kann einmarschieren.“

Mit all dem vorher Aufgezeigten wird bestätigt, daß die Geschichte Polens in den letzten Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg eine Geschichte von Heroismus und Narrheit ist. Polen hat zu viel in geschichtlicher Nacht gelebt, um immer die Wirklichkeit der Erde zu erfassen. Die Polen haben ihr Gran an Narrheit. Sie zerschlagen die Gläser nach Mitternacht, sie sind das einzige Volk in Europa, das Verlangen nach dem Schlachtfeld hat. Sie sind ruhmsüchtig und kennen das Maßhalten nicht, schreibt der Historiker Prof. Michael Freund in: „Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Dokumenten. Der Weg zum Krieg 1939“.

Freund wird bestätigt durch den Bericht des belgischen Journalisten Ward Hermanns, der Polen im Sommer des Jahres 1939 bereiste und seiner Zeitung berichtete: „Die Polen haben das letzte Gefühl für Maß und Größe verloren. Jeder Ausländer, der in Polen die neuen Landkarten betrachtet, worauf ein großer Teil Deutschlands, weiter Böhmen, Mähren, die Slowakei und ein riesiger Teil Rußlands und das gesamte Baltikum in der überaus reichen Phantasie der Polen schon annektiert sind, muß denken, daß Polen eine riesige Irrenanstalt geworden ist.“

Ein weiterer Beweis der Kriegsgeilheit Ihrer Vorfahren:

Unsere Elbinger Pioniere der 21. Infanterie-Division erbeuteten nach der Eroberung der zahlreichen polnischen Bunker am Narew einen Stapel eindrucksvoller Plakate. Sie waren etwa 100 cm hoch, 80 cm breit und horizontal in drei Teile geteilt. Überschrift: „Der 15-Jahres-Plan Polens“. Im 1. Drittel, 1930–35, waren in guter Perspektive bis zum Horizont Getreideschnitter und Fabriken dargestellt. Im 2. Drittel 1935–40, Kanonen und Panzer in endlosen Reihen. Das unterste Drittel, 1940–45, zeigte zwei Landkarten. Links, die alte Karte von Polen, dick rot durchstrichen. Rechts, die Karte des neuen Polen, in der Stettin noch nicht annektiert war, dafür aber alle anderen deutschen Gebiete bis Berlin! Polnischer Größenwahn in höchster Potenz!

Da wurden doch mitten in Polen unsere v.B. (vorgeschobene Beobachter) von einem Polen in gutem Deutsch angesprochen: „Was ist mit Euch Deutschen? Ihr fahrt einfach drauflos, ohne nach dem Weg zu fragen! Eben kamen polnische Soldaten hier durch. Sie wußten nicht, woher sie kamen, nicht wo sie sind und nicht wohin sie sollten!“ Dieses Desaster ist die Folge krankhafter polnischer Überheblichkeit auch im polnischen Oberkommando! Es hatte seinen Soldaten auf ihrem raschen Weg nach Berlin nur Karten von Deutschland ausgegeben. So arrogant war unser OKH nicht. Zu Beginn des Krieges hatten wir auch Karten von Ostpreußen und Deutschland.

Sie, als Diener des polnischen Staates, sind bestimmt auch, wie Ihr Landsmann Henryk Baginski (hoher Generalstabsoffizier), der Meinung, daß die von Ihren Vorfahren uns geraubten Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Schlesien und Teile Brandenburgs urpolnisches Land seien, das 1945 als „wiedergewonnene Westmarken“ zum Mutterland zurückgekehrt ist.

In seinem Buch „Poland and the Baltic“, erschienen erstmals 1927 und dann immer wieder neu aufgelegt, liest man: „Solange wird nicht Frieden in Europa herrschen, bis nicht alle polnischen Länder vollständig an Polen zurückgegeben sein werden, solange nicht der Name Preußen, da er ja der Name eines schon lange nicht mehr vorhandenen Volkes ist, von der Karte Europas getilgt sein wird, und solange nicht die Deutschen ihre Hauptstadt Berlin weiter nach Westen verlegt haben.“

Über diesen polnischen Heißsporn kann ich nur lachen. Lange bevor ein Pole überhaupt seinen Fuß auf dieses Gebiet gesetzt hatte, siedelten dort die Ostgoten, also ein germanisches, somit deutsches Volk, und nicht Polen, die zu jener Zeit noch in der Gegend rings um die Pripjetsümpfe dahinvegetierten und erst nach dem Westen vorrückten, als die Ostgoten auf ihre Wanderschaft gingen.

Kennen Sie, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, die Erkenntnis Ihres großen Landsmannes Josef Pilsudski über das für Sie und Ihre Landsleute natürlich polnische Ostpreußen? Bestimmt nicht. Dieser auch von uns geachtete Pole — während der deutschen Besetzung Polens, die Folge eines unbändigen polnischen Kriegswahns, postierte vor seinem Grabmal eine deutsche Ehrenwache — sagte am 10. Dezember 1927, als wieder einmal eine Welle großer Besorgnis vor einer polnischen Annexion durch unser Ostpreußen ging, in Genf zu dem deutschen Außenminister Gustav Stresemann, hören und staunen Sie:

Genau so wie Ostpreußen waren auch all die anderen deutschen Ostgebiete, die Ihre Ahnen sich einverleibten, und die Alteingesessenen auf brutalste Art vertrieben, unzweifelhaft deutsche Länder.

Sind Ihnen, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, die vielen, von ausländischen Diplomaten als äußerst maßvoll bezeichneten Vorschläge der Deutschen Reichsregierung an Polen zur Aufrechterhaltung des Friedens in Europa bekannt? Sicherlich auch nicht. Bei vorhandenem Interesse bin ich gerne bereit, auch darüber mit Ihnen zu korrespondieren.

Und welche Schlüsse ziehen Sie aus der Weisung der Warschauer Regierung an ihren Botschafter Lipski in Berlin vom 31. August 1939 (12,45 Uhr)?: „…Lassen Sie sich unter keinen Umständen in sachliche Diskussionen ein; wenn die Reichsregierung mündliche oder schriftliche Vorschläge (zur Vermeidung des Krieges) macht, müssen Sie erklären, daß Sie keine Vollmacht haben, solche Vorschläge entgegenzunehmen oder zu diskutieren. …“

Doch wohl der beste Beweis, daß die Regierung Ihrer Vorfahren offenkundig kriegsgeil war, ungeachtet der Unterrichtung ihres aus Washington nach Warschau zurückkehrenden polnischen Botschafters Potocki, worüber Sie im Szembek-Journal auf Seite 475 ff folgendes lesen können:

Die Zerstörung ihres Landes demnach vor Augen habend, entschloß sich die polnische Regierung für den Krieg mit Deutschland und nahm damit die Zerstörung ihres Landes bewußt in Kauf. Damit dürfte wohl endgültig klar sein, wer die Verantwortung für die Verwüstung in Europa trägt und für die Schäden aufzukommen hat, die durch diesen Krieg entstanden sind, nicht nur in Polen, sondern in ganz Europa. Polen. Ihr Land, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, nicht Deutschland! Entspricht doch der Logik! Oder etwa nicht?

Ihr Land, sehr geehrter Herr Botschaftsrat, wurde mit massiver deutscher Unterstützung in die Europäische Union (EU) aufgenommen. Es ist auch Mitglied dieser Wertegemeinschaft, jedoch noch kein vollwertiges Mitglied. Letzteres wird es erst dann, wenn es sich den Spielregeln der EU unterwirft. Zu diesen Spielregeln gehören unter anderem auch die Anerkennung der eigenen Verbrechen gegen das Menschen- und Völkerrecht und damit auch die Kriegsverbrechen Ihrer Vorfahren. Solange Polen sich weigert, seine Schuld anzuerkennen, kann es auch kein vollwertiges Mitglied der EU sein. Und daß Ihr Land mit der Vertreibung von 12 Millionen Deutschen aus ihrer ihnen von Gott zumleben zugewiesenen Heimat, mit 2 Millionen Toten im Gefolge, sich eines einmaligen und unverjährbaren Verbrechens schuldig gemacht hat, das werden auch Sie nicht bestreiten wollen. Sie können es nicht! Oder doch?

Zu den jüngsten Ereignissen, die das heutige Verhältnis Polens zu Deutschland betreffen — Streit um das Zentrum gegen Vertreibung, Behinderung von Frau Erika Steinbach (Bund der Vertriebenen) an der Potsdamer Universität, Karikaturen zur deutschen Fußballnationalmannschaft und polnische Presseäußerungen, die für ein polnisch-französisches Bündnis gegenüber einem erstarkenden, mit Rußland verbundenen Deutschland werben, fallen mir nur die Aussagen des deutschen Dichters Ernst Moritz Arndt aus seinem fliegenden Blatt „Polenlärm und Polenbegeisterung“ von 1848 ein.

Arndt zitiert einen alten Professor in Jena, der in bezug auf die Ereignisse von 1789 in Frankreich gesagt hat: „Meine Herren, die Französische Revolution hat eigentlich nur drei Arten von Menschen zu Anhängern: Studenten, Kaufmannsdiener und junge Leute.
Diese drei Arten von deutschen Polenanhängern nennt Arndt dann: die Unwissenden, die Narren und die Schelme! Mir scheint diese Aussage auch noch heute gültig zu sein.

Ungeachtet unserer konträren Ansichten zu der von Ihnen eingeforderten „historischen Wahrheit“ wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachten und für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Möge unser aller Herrgott Ihnen, sehr geehrter Herr Botschftsrat, zur „wahrheitsgetreuen“ Sicht der deutsch-polnischen Beziehungen, die bisher in Polen noch umnachtet ist, verhelfen. Das wäre äußerst hilfreich für eine Verständigung unserer beiden Völker.

Denn: Ohne Wahrheit keine Gerechtigkeit — und ohne Gerechtigkeit auch kein Friede.


UDH Nr. 88

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