BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 88  ¦  Januar – März 2009


Lage in der Zahlmeister-Republik

Angesichts des Ernstes der Lage in der Zahlmeister-Republik BRD wundert es den mündigen Bürger, mit welchen „Programmen“ diese „Staatslenker“ von Merkel bis Steinbrück eine geschichtliche Weltfinanz- und Wirtschaftskrise in den Griff bekommen wollen.

Denken wir zurück an die Jahre nach Kriegsende. Ein jeder von uns Überlebenden mußte mit dem Allernotwendigsten überleben — und viele hatten dies noch nicht einmal.

Mit der uns übergestülpten Bundesrepublik Deutschland erhielten wir mit Einführung der Währungsreform am 21. Juni 1948 die DM. Über Nacht konnte in allen Schaufenstern ein Warenangebot bewundert werden, nur fehlte uns in diesem Moment zum kaufen das Geld. Wir Deutschen, jedenfalls in diesen Zeiten, waren arbeitsam und sparsam. Ein jeder von uns schaffte es mit diesen Tugenden in sechzig Jahren irgendwie.

Kaum daß wir unsere krummgearbeiteten Rücken etwas strecken konnten, waren unsere „Befreier“ zur Stelle. Bereits ab 1953 wurden mit den Schuldenabkommen von London und Luxemburg Zahlungen (erste Rückzahlungsrate im Jahre 1953 betrug 563 Millionen) fällig. Bei Berücksichtigung dieser laufenden Belastungen ist die Arbeit von Finanzminister Schäffer besonders hoch zu bewerten. Die Bundesrepublik Deutschland betrieb unter Finanzminster Fritz Schäffer von 1949 bis 1957 eine Haushaltspolitik des Sparens (Haushaltsüberschüsse). Die von ihm bis 1957 angesparten 8 Milliarden DM, nach heutigem Wert ca. 35 Milliarden Euro, (der sogenannte Juliusturm) sind als einmaliges Monument in Erinnerung.

Nach gut fünfzig Jahren hat sich Schäffers Juliusturm in einen Schuldenhimmel von 16 Billionen verwandelt, der — über die Bundesrepublik Deutschland gewölbt — die Sonne der Freiheit nicht mehr durchdringen läßt. 1.602.535.362.076 Euro am 2.2.2009 um 16 Uhr bedeuten Staatsverschuldung pro Kopf der Bevölkerung (also inkl. Babys, Greise, Beamte, Politiker, Arbeitslose usw.) von 19.492 Euro.

Erst wenn wir diese Zahlen in unser Leben übertragen, können wir diese erfassen. Welcher Hartz IV-Empfänger, welcher Rentner, welche Familie mit Kindern, welche Verkäuferin im Supermarkt wird in der Lage sein, solche Beträge zurückzuzahlen?

Und in dieser gesamtwirtschaftlichen Lage fällt die Finanz- und Wirtschaftskrise in unser Land ein wie ein Schwarm Heuschrecken über eine von ihren Vorgängern bereits kahlgefressene Landschaft. Der Regierung der Bundesrepublik Deutschland fällt nichts besseres ein als Schilder aufzustellen mit der Aufschrift „Fressen verboten“.

Verlassen wir die Betrachtung unter dem Begriff Heuschrecken. Gehen wir in die Betrachtungsweise „ein Loch ist im Eimer, Karl Otto, ein Loch.“ [] Jeder praxisnahe Staatsbürger würde in dieser Situation zuerst die Löcher im Eimer zustopfen ehe er sich erneut ans Wasserschöpfen macht. Nicht so die Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Merkels und Steinbrücks erste Handlung ist, sie stellen sich im Fernsehen wahlwerbemäßig dem erschreckten Volk und verkünden, die Spareinlagen sind sicher. Um im Beispiel unseres Eimers zu bleiben — geht nur ruhig weiter Wasser schöpfen, wir garantieren, etwas Wasser werdet ihr trotzdem zum Entleeren im Wasserfaß heimbringen. Zweite Handlung — und dies zugegebenermaßen in einer in der BRD noch nie vollzogenen Eile, besteht darin, die Hersteller dieser Eimer mit Löchern (die Banken) in die Lage zu versetzen, Eimer ohne Löcher herzustellen — ein Bankenschutzschirm wird aufgestellt. Weil das Geschäft mit den Eimern mit Löchern so gut lief, war kräftig auf Vorrat produziert worden und die Lagerräume, einschließlich aller unterirdischen, anderen nicht zugänglichen Räume waren übervoll.

Als Wirkung trat ein:

  1. Alle Hersteller von Eimern mit Löchern (die Banken), trauten sich nicht, mit der Produktion von Eimern ohne Löcher zu beginnen — der eine wartete auf den anderen, weil man nicht wußte, wieviel Vorrat an Eimern mit Löchern (faulen Zertifikaten) der Andere in seinen Lagerräumen (sprich Tresoren) hatte.
  2. Der Bankenrettungsschirm stand alleingelassen in der Gegend rum. Ihm fehlte eine Verankerung. Man hatte ganz einfach in dem Gesetz zum Bankenrettungsschirm vergessen, den Herstellern von Eimern mit Löchern zu verbieten, weiterhin solche Eimer (sprich faule Zertifikate) herzustellen und zu vertreiben.

Hier ein Gesetzes-Vorschlag:

  1. Es ist verboten, sogenannte faule Kredite so lange umzuverpacken, bis niemand mehr die Risiken erkennen kann.
  2. Bonuszahlungen sind ausschließlich an langfristige Unternehmenserfolge zu knüpfen.
  3. Aktienspekulationen im Mega-Stil, sogenannte ungedeckte Leerverkäufe, sind in der Bundesrepublik Deutschland verboten.

Dies ist eine Verankerung des Rettungsschirms. Weil ein solches Gesetz nicht besteht, zocken BRD-Bänker munter weiter. Sie sind sogar noch so frech und fordern eine Bad Bank. In den Räumen dieser Bank sollen alle in ihren Kellern liegenden Eimer mit Löchern (sprich faule Zertifikate usw.) gelagert werden mit der Hoffnung, irgendwann Dumme zu finden; die diese Eimer kaufen und klammheimlich weiter Eimer mit Löchern zu produzieren. Natürlich soll der Steuerzahler, also die Verkäuferinnen im Supermarkt usw. die nun wie Phönix aus der Asche auferstandene „Good Bank“ finanziell unterstützen. Dem Spuk muß in der BRD ein Ende bereitet werden. Nur gnadenlose Offenlegung aller Bilanz-Leichen auf einen Schlag und Schluß mit der tröpfchenweisen Veröffentlichung führt aus der Krise — erst dann alle Banken in der BRD zum Börsenkurs verstaatlichen! Jede andere Lösung produziert erneut eine Finanz-Blase. Die Bundesregierung hat geschworen, dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen und Schaden von ihm zu wenden. Wer von ihnen Weltbeglücker spielen will — soll sich von der Welt bezahlen lassen — nicht von unseren Steuergroschen. Zurücktreten bitte!

Horst Zaborowski


Bankenrettungsschirm

Merkels Banken-Rettungschirm — ein Flop

UDH Nr. 88

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