BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 89  ¦  April – Juni 2009


Kampf für Erhalt der DM

Demonstration pro DM, Bonn, Sommer 2003

Bereits im Sommer 2003 demonstrierte unser Bund für Gesamtdeutschland in Bonn für den Erhalt der Deutschen Mark als Zahlungsmittel in der Bundesrepublik Deutschland. Es waren wir deutschen Staatsbürger, überwiegend aus der Erlebnisgeneration, die wir mit unserer Arbeitskraft ab 1949 (im Grunde genommen schufteten wir nach Kriegsende 1945 wenn auch ohne realen Gegenwert) aus einem Zahlungsmittel DM eine weltweit anerkannte und gefragte Währung schufen.

Für das „aufweichen“ der erreichten Stabilität unseres Zahlungsmittel DM sorgten „unsere“ Regierungen. In vorauseilendem Gehorsam gegenüber „unseren Befreiern“ wurden und werden bis auf den heutigen Tag Leistungen über die durch die Alliierten durchgeführte Selbstbedienung hinaus erbracht. Durch Bundesfinanzminister Fritz Schäffer, der eine antizyklische Stabilitätspolitik konsequent durchhielt (Gesetz dazu 1967), sparte er im Bundeshaushalt 8 Milliarden Mark — nach heutigem Wert ca. 35 Milliarden Euro — ein. Im „Juliusturm“ versinnbildlichte sich eine als klug, umsichtig und generationengerecht bezeichnete Politik, die es ermöglichte, in wirtschaftlich schlechteren Zeiten Anreize zu geben ohne Steuern zu erhöhen oder Schulden aufnehmen zu müssen.

Und was sind die „Leistungen“ aller nachfolgenden Bundesfinanzminister samt der Regierungen, denen sie angehörten? Über dem aus „vorauseilendem Gehorsam“ Geleisteten hinaus wollten Regierungen der Bundesrepublik Deutschland, einschließlich aller Minister und Abgeordneten, sich einen Platz in der Geschichte sichern. Nicht mit ihrem eigenen Geld , welches sie sich eifrig zuschanzten oder gar Leistungen, sondern ihre „Spendierhosen“ speisten sie aus den Steuern, für die alle Bürger, die meisten mit harter Arbeit, ihr Scherflein zum Bundeshaushalt beitrugen.

Und diese Miß(t)leistungen waren noch nicht das verwerflichste. Unterstützt durch eine aggressive Medienpolitik wurden im deutschen Volk immer noch vorhandene moralische Werte systematisch zerstört. Es waren nicht nur die heute an den „Fleischtöpfen“ sitzenden 68er, die Werte wie Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit usw. im wahrsten Sinne des Wortes ver-Teufel-ten. Diese sich lockernde Moral wurde in der Bevölkerung mitaufgenommen. Somit drehte sich die Spirale: Politiker versprechen vor den Wahlen — Wähler wählen in der Hoffnung, daß den Versprechungen Taten folgen. Die versprochenen Taten bleiben aus — Politiker werden erneut gewählt.

Warum sollten sich Bürger anständig und gesetzestreu verhalten, wenn Eliten in Politik und Wirtschaft nach ihren „eigenen“ Gesetzen handeln?

Somit beeinflußten unmoralische und verwerfliche Handlungen der Eliten auch die Verhaltensmuster vieler „Mitmenschen“. Der Spruch „Geiz ist geil“ vernebelte endgültig die Gehirne, und somit befand sich beinahe ein ganzes Volk, ein ganzer Staat im Rausch eines „Hans im Glück“

Mit der Weltfinanz- und Wirtschaftskrise kommt ein Erwachen, hoffentlich für viele noch nicht zu spät. — Und erneut setzt die Gehirnwäsche über alle verfügbaren Medien ein. Der Spruch: „Das Übel an der Wurzel fassen“ wird systematisch ausgeblendet. Stattdessen wird „der Bock zum Gärtner“ gemacht. Wie sollen diejenigen, die ein großes Verbrechen an der Menschheit begingen — die für den Entzug der Lebensleistung aller Schaffenden verantwortlich sind — den angerichteten Schaden ersetzen? Zumal gerade diese es waren und sind, für die die oben angeführten Werte Aufrichtigkeit….usw. Fremdwörter sind.

Dazu kommt noch, daß die Heilslehren des Globalismus und Gigantoismus dazu beitragen, Menschen den letzten Halt zu nehmen. Und nur in diesem Zustand der auch durch diese Heilslehren verursachten Unsicherheit können Menschen, Völker und Staaten manipuliert werden. — Und dennoch, jammern hilft nicht, wir müssen, ein jeder von uns in seinem Bereich, da durch. Die Kraft zur Neugestaltung nach dieser Finanz- und Wirtschaftskrise kommt, wie 1945, aus den Einzelnen, deren Wirken in der Gesamtheit zum Erfolg führt.

Neuanfang

Nur — diesesmal müssen wir aufpassen, daß die Weichen richtig gestellt werden.

Wir Deutschen leben im Herzen Europas friedlich miteinander, und unsere Kraft kommt aus dem angeborenen Streben nach Besserung — auch der Besserung seiner Lebensverhältnisse für jeden Einzelnen. Damit geht zwangsläufig einher, daß es unseren Gemeinwesen in Städten, Ländern und im Bund ebenfalls besser geht, wenn es den Bürgern besser geht.

Weil in der Wirtschaft verantwortungsbewußt handelnde „Patriarchen“ und dies insbesondere bei den „Leuchttürmen“, leider nur noch wenige das Ruder in ihren Firmen in der Hand haben, gilt es bei einem neu einzu­schlagenden Weg einen Ausgleich zwischen den Interessen des Einzelnen wie der Gesamtheit herzustellen. Zwangsläufige Entwicklungen der Volkswirtschaft, wie diese sich in der Vergangenheit ergeben haben, sind von vornherein auf gesetzlicher Grundlage zu kanalisieren. Die von der Politik gewährte „Narrenfreiheit“ für die Wirtschaft hat dem Gemeinwohl geschadet. Bei einer Orientierung hin zu einer gesamtvolkswirtschaftlichen Betrachtungsweise werden wir erkennen, daß die Auffassung, wenn es der Wirtschaft gut geht — geht es auch dem Volk gut — nicht immer zwangsläufig stimmt.

Das abschreckendste Beispiel lieferte das Bankenwesen weltweit und leider auch in der Bundesrepublik Deutschland. Die Bänker hatten wirklich daran geglaubt (und nicht nur diese), wenn sie sich untereinander Kredite gewähren, würden sie Werte schaffen. Werte und nicht nur im volkswirtschaftlichen Sinne können Bänker nur schaffen, wenn sie die Realwirtschaft bei ihren Bemühungen, Werte zu schaffen, unterstützend begleiten.

Und hier ist allem voran der Staat als Vertreter des Souveräns in der Pflicht. Zu dieser Pflicht gehört es jedoch, auch die Grundstimmung bei den Menschen im Lande aufzunehmen und in reale Politik umzusetzen. Es kann nicht weiter hingenommen werden, daß der fleißige, der arbeitende und damit Werte schaffende Mensch der Betrogene ist. Er ist heutzutage nicht nur der wirtschaftlich Betrogene — er ist auch im Ansehen der brave Dumme. Hingegen gilt die ganze Aufmerksamkeit und große Anteilnahme wie Verständnis in der Öffentlichkeit den „Glänzenden“. Ganz gleich auf welchen Feldern, ob in der Wirtschaft, der Politik, dem Sport usw. — bewundert wird das Erreichte. Dabei wird nicht hinterfragt, ob und mit welchen Mitteln dieser Erfolg erreicht worden ist. — Und fällt durch irgend einen Umstand das, was erschwindelt worden ist, auf — sind das Verständnis und die Bereitschaft weit verbreitet. Dieser Umstand ist vom Grunde her unmoralisch, kann und darf fürderhin nicht mehr Richtschnur für Betrachtungsweise bei den Staatsbürgern und Handlungsweise des Staates sein.

Weiterhin ist eine Bereitschaft zur gesamtwirtschaftlichen Betrachtungsweise erforderlich bei dem Verhältnis von Inlands- und Außenhandelswirtschaft. Erfolge in der Außenhandelswirtschaft, die auf Kosten der Gesamtwirtschaft erfolgen, sind zu korrigieren. Eine Kernphilosphie sollte sein: Herstellung eines Binnenmarktes innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, der die Bedürfnisse seiner Bürger in allen Bereichen abdeckt. Der Außenhandel sollte mit Produkten betrieben werden, mit denen wir so weit Weltspitze, sprich konkurrenzlos sind, um keinem Preisdruck ausgesetzt zu sein.

Waren und Dienstleistungen in Staaten zu liefern, deren Währung aus bedrucktem Papier besteht, bestiehlt die diese Werte schaffenden Menschen. Es steht außer Frage, nicht nur der US-Dollar, auch der EURO sind Währungen, die nicht durch erbrachte Leistungen gedeckt sind. Die darüber schwebenden Luftblasen entziehen sich den Einwirkungsmöglichkeiten der Bürger der Bundesrepublik Deutschland.

Eine logische Folge ist es, über eine Währung zu verfügen, die vom eigenen Staat, sprich der Bundesrepublik Deutschland, im ausgewogenen Verhältnis zwischen dem bedruckten Geldschein und der diesen deckende Wertschöpfung in der eigenen Volkswirtschaft gehalten wird.

Es ist die leichtsinnigerweise geopferte DM, die diese Voraussetzungen erfüllt hatte. — Jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt als durch das EU-Zwangskorsett Fremdbelastungen geschultert werden mußten.

Befreien wir uns von der kriegführenden EU und führen unsere bewährte DM wieder ein.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 89

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