BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 89  ¦  April – Juni 2009


Ende Januar bis Mitte Mai 1945

Liebe Freunde,
hiermit danken wir Herrn Dipl.Ing. Paul Koss für die zur Verfügungstellung dieser beiden folgenden Beiträge. Vielen Freunden sind diese scheußlichen Taten bekannt, und so mancher hat ähnliches selber erleben müssen. Mit unserer Zeitung “Unsere Deutsche Heimat“ sind wir auch im Weltnetz präsent. Auf unsere Seiten greifen Menschen aus der ganzen Welt zu. Deswegen und auch, um die Leser aus der jüngeren Generation mit diesen Scheußlichkeiten zu konfrontieren, hier nochmals diese Veröffentlichung. Wenn auch unsere Print-Ausgabe Vergangenheit sein wird — unsere im Weltnetz vorhandenen Veröffentlichungen überleben. So ich noch weitere Schilderungen erhalte, werde ich auch diese veröffentlichen. []

Horst Zaborowski



Die Deportation ostdeutscher Frauen und Männer in Stalins Arbeitslager!

Formal sollten sich Frauen im Alter von 17-50 Jahren und Männer (Zivilisten) im Alter von 16-60 Jahren zur Arbeit einfinden. Strafen, wie sie feindlichem Militär gegenüber üblich geworden waren, wurden hier bei Nichtbefolgung auch gegenüber den zur Arbeit aufgeforderten Zivilisten bei Nichtbefolgung dieser Aufrufe angekündigt! Das gutgläubige deutsche Volk kam diesen im doppelten Sinne feindlichen Aufrufen nach in der Annahme, daß es um Aufräumungsmaßnahmen nach dem Kampfgeschehen in der Heimat ginge. Und sie gingen, unsere Väter, Mütter, Schwestern und Brüder, und sie wurden aus den Häusern geholt. Sie wurden in den durch den NKWD geheim ihren Frontbefehlshabern zugestellten Befehlen genannten Sammellagern massiert und in Eisenbahntransporten nach und nach in die Weiten des sowjetischen Riesenreiches in 14-28-tägigen ununterbrochenen Fahrten verbracht. Nachfolgend wird sehr kurz der Transport von 2000 deutschen Männern und 430 deutschen Frauen aus den Reichsgauen Oberschlesien, Niederschlesien, Ostbrandenburg, Lausitz in das NKWD-Lager Nr.513 in Kandalakscha/Kola-Halbinsel und ihr Sterben durch schwerste Arbeit, Hunger, Krankheiten schildert, und auch die Anteilnahme und die Hilfe russischer Menschen von heute beim Suchen und Besuch der Massengräber nicht vergessen!


Die Tragödie der Deportation deutscher Menschen…

…in Stalins NKWD-Lager mit dem Einbruch der Sowjetarmee ins Deutsche Reich in den Monaten Januar-Mitte Mai 1945 hier insbesondere (als Beispiel) Menschen aus den Gauen Oberschlesien Niederschlesien, Ostbrandenburg und der Lausitz in das NKWD-Lager Nr.513 Kandalakscha auf der Kola-Halbinsel.

Sie wurden durch Aushänge an Häusern und sonstigen Klebeflächen von den Kommandanturen der eroberten Orte und dem mit anmarschierten NKFD sich zu Aufräumungsarbeiten zu stellen unter harter Strafandrohung im Verweigerungsfall aufgefordert, jedoch anschließend von den Sammelplätzen unter Bewachung zum Abtransport in die Lager der UdSSR in Viehwaggons in zwei- bis vierwöchiger, ununterbrochener Fahrt abtransportiert.

Viele verstarben bereits in den heimatlichen Verliesen, Schulen, Kellern, Hallen, Irrenanstalten, ehemaligen Polizeiposten, Fabrikgebäuden, Gefängnissen etc. und anschließend auf der Fahrt in den Viehwaggons. Diese wurden auf dem Transport aus den Waggons geworfen und an den Gleiskörpern liegengelassen. In den Lagern angekommen, begann dann das Massensterben durch extremen Hunger, Arbeit im Wald bei Kälte bis zu −54°C oder auch extremer Hitze z.B. in den Steinbrüchen Kasachstans. Es wurde beim Einsammeln in der deutschen Heimat selbst auf sehbehinderte Frauen, Geistesschwache und andere Gebrechen keine Rücksicht genommen. Die vorgegebenen Zahlen des Innenministeriums der UdSSR an die Befehlshaber der vier auf das Reichsgebiet stürmenden Fronten wurden übererfüllt. Ca. 600.000 waren es.

Im NKWD-Lager Nr.513 Kandalakscha u. d. ausgegliederten „Seelager“ verstarben von 2.340 am Karsamstag 1945 vom Stadtgefängnis Beuthen O/S zum Versand verladenen deutschen Zivilisten aus oben erwähnten Gebieten ca. 1.400 Männer und Frauen! Allein nur in den Tagen vom 12. April 1945 bis 26. Juni 1945 (also in nur ca. 2,5 Monaten) wurden 540 Frauen und Männer in der Tundra über dem Polarkreis verscharrt!

Ihnen und allen anderen aus dem Deutschen Osten deportierten Deutschen Zivilisten
Ehre ihrem Andenken!


NKWD
Volkskommissariat des Inneren der UdSSR; als Bezeichnung setzte sich die Abkürzung NKWD = Narodnyi Kommissariat Wnutrennich Djel (russ. НКВД = Народный комиссариат внуттенних дел) durch, die von 1934 bis 1946 gebräuchlich war.
{Wikipedia}
NKFD
Das Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) war ein Zusammenschluß von kriegsgefangenen deutschen Soldaten und Offizieren sowie kommunistischen deutschen Emigranten in der Sowjetunion. In anderen Ländern gründeten Emigranten die Bewegung Freies Deutschland (z. B. BFDW „…im Westen“) zum Kampf gegen den Nationalsozialismus.
{Wikipedia}

UDH Nr. 89

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