BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 93  ¦  Mai – August 2010


Gender-Mainstreaming — eine schleichende EU–Diktatur

von Erwin Arlt

Wieder ereilt uns ein hirnrissiges Programm aus der EU — Küche, das mit Hilfe eines Erlasses der EU 1999 zum „Leitprinzip und zur Querschnittsaufgabe“ für die BRD erklärt wurde. Die Bundesregierung hat die Durchsetzung in die Verantwortung der CDU-Bundesfamilienministerin gestellt. Im Jahr 2000 hat dann die BRO „GM-Gender Mainstreaming“ ebenfalls zum Regierungsziel gemacht.

Wenn wir also von GM — Gender-Mainstreaming sprechen, müssen wir erst einmal erklären, was es ist. Ganz im Gegensatz zu den Regierungen der EU, die „GM“ schleichend einführen wollen, weil sie sonst zuviel Widerstand erwarten.

Es gibt im Englischen zwei Begriffe für das Wort Geschlecht, das biologische, landläufig als „Sex“ bekannt und das Wort „gender“ — das soziale Geschlecht für das typische Rollenverständnis. Schließlich haben wir noch das Wort „main-stream“, das die vorherrschende, gesellschaftliche, allgemein anerkannte Sicht wiedergibt.

“GM-Gender mainstreaming“ ist also das Durchsetzen und Einsickern in alle gesellschaftlichen und sozialen Bereiche. Nach der Lehre des „GM“ ist das biologische Geschlecht nicht entscheidend. Mann und Frau sind demnach anerzogene und eingebildete Produkte der Erziehung. Mann und Frau sollen deshalb einem Umerziehungsprozeß unterzogen werden.

Die Vordenkerin dieses ganzen Unsinns, wiederum aus den USA kommend, ist die „Philosophin“ Judith Butler. Sowohl die schwarz-rote als auch die schwarz-gelbe Bundesregierung hat „GM“ schon zur sog. „Querschnittsaufgabe“ gemacht, d.h. alle Ressorts müssen „GM“ umsetzen.

Aber so wie es die schlechte und die gute Nachricht gibt, gibt es auch hier zwei Seiten. Die schlechte, daß die EU und die Bundesregierung den Genderwahn schon schleichend umsetzen, die gute, daß es trotz diesem schleichend heranrollenden Tsunami sich immer mehr Widerstand dagegen herausbildet.

Wie immer in dieser so „demokratischen BRD“, sind schon die ersten Strafmaßnahmen — disziplinarischer und strafrechtlicher Art bekannt geworden, die gegen den Gender-Wahnsinn zu Felde ziehen. So ist der Mainzer Soziologe Michael Bock in einem spritzigen Essay 2004 zu dem Schluß gekommen, daß „GM-Gender mainstreaming“ eine totalitäre Steigerung von Frauenpolitik ist. GM sei eine umfassende politische Zielvorstellung eigen. Diesen unbedingten Willen, diese Gesellschaft durch ein einheitliches Gestaltungsprinzip auf Kurs zu bringen und diesem die gesamte soziale Wirklichkeit unterzuordnen und zu durchdringen vergleicht der Soziologe Bock mit der Vorgehensweise totalitärer Regime. Alles, so sagt er, stehe im Gegensatz zur freiheitlich-liberalen Staatsauffassung.

“Längst — heißt es dort weiter — sei „GM“ aus dem demokratischen Pluralismus herausgenommen und statt dessen die Gesellschaft unter die Diktatur des “GM“-Aspekts gezwungen worden.“

Die verdienstvolle BRO-Ministerin für das Bundesland Niederösterreich und frühere Abgeordnete des Nationalrates, Frau Barbara Rosenkranz, hat ein Buch veröffentlicht unter dem Titel „Menschinnen. Gender-Main-streaming auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen,“ das im ARES-Verlag, Graz, erschienen ist.

Frau Rosenkranz ist 1958 in Salzburg geboren, ist Mutter von zehn Kindern und seit 2005 stellvertretende Vorsitzende der FPÖ. Sie studierte Geschichte und Philosophie. Sie geißelt dieses US-Produkt und warnt vor der GM-Ideologie, die alles andere als Spaß ist.

Frau Rosenkranz sagt auch ganz klar: „Gleichberechtigung von Mann und Frau setzt voraus, daß es Mann und Frau als eigenständige Wesen gibt. Bei „GM“ dagegen geht es darum, daß Mann und Frau abgeschafft werden sollen. Und sie warnt auch, weil die ganze EU schon von einem Netzwerk der “Gender-Mainstreaming-Ideologie“ überzogen ist. Das große Verdienst von Frau Rosenkranz ist, daß sie das Thema „GM“ an die Öffentlichkeit und in das Licht der Massenmedien gebracht hat, was ja die Regierungen den Völkern verschweigen wollten, um „GM“ leichter einführen zu können.

Mit einem Etat von jährlich 52 Mio. Euro unseres Steuergeldes wird das „EU-Institut für Gleichstellungsfragen“ ausgestattet. Hinzu kommen noch Fördergelder für „GM-Initiativen“ bei Kommunen, Bundesländern, Verwaltung, Universitäten, Schulen, Kindergärten, Armee, Polizei, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften und Unternehmerverbänden. EU — Europa ist mit einem dichten „GM-Netz“ überzogen!

Hinter dieser angeblich wissenschaftlichen Disziplin steht in Wahrheit eine diktatorisch politische Entwicklung. Der SPIEGEL schreibt dazu: „GM wolle nicht etwa nur die Lage der Menschen ändern, sondern den Menschen selbst.

Es geht den Gender-Ideologen tatsächlich um nichts weniger, als um die Schaffung des „Neuen Menschen“ — das zentrale Wesensmerkmal des Totalitarismus. Und dieser neue Mensch soll, wie der Untertitel des Buches von Frau Ministerin Rosenkranz lautet, ein „geschlechtsloser Mensch sein.“ Ich glaube, hier haben alle Patrioten und überhaupt die normal denkenden Menschen die Aufgabe, gegen diesen Wahnsinn anzugehen, ja sich aufzulehnen, weil es einfach wider die Natur ist!


UDH Nr. 93

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