BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 93  ¦  Mai – August 2010


Leserbriefe:

Außenminister Westerwelle

33813 Oerlinghausen, den 15. 11. 09

Es ist bekannt, daß unser jetziger Außenminister Westerwelle laut und deutlich zu sprechen pflegt. Leider verwendet er diese Art nur gegen jene Menschen, die er zu vertreten hat. Hat er den Wortlaut des Eides, den er erst vor wenigen Wochen geleistet hat, vergessen? Vertrauen bei den Nachbarländern muß man mit dem Vertrauen seines Volkes, das ihn „ernährt“ auch gewinnen. Man kann zu Frau Steinbach stehen wie man will — sie ist demokratisch gewählt worden, ob es allen paßt, ist ein anderes Problem. Ich mag auch einige „Volksvertreter“ und ihre Meinung nicht, doch muß ich sie respektieren, wenn sie auf diesen Posten „gehoben“ worden sind; das ist leider in der Demokratie nicht anders.

Herr Westerwelle soll sich um die Angelegenheiten kümmern, die ihm zustehen; er ist noch kein „Allermensch“.

Müssen wir denn für alles, was wir tun, erst eine Genehmigung in Warschau beantragen? Polnische Politiker sollen endlich aufhören, sich in unsere oder anderer Länder Angelegenheiten einzumischen. Wenn sie diesen Weg weiter beschreiten, dann werden wir nie ein Vereinigtes Europa haben. Nur Forderungen zu stellen und nach den Sternen greifen, geht nicht. Doch das laut und deutlich der polnischen Seite beizubringen, hat er nicht den Mut. Die polnische Seite kennt die geschichtliche Wahrheit ganz gut, weiß aber, daß die Deutschen weder ihre eigene , noch die Geschichte der Nachbarn kennen. Wer ist aber schuld daran? Warum müssen wir schon seit Jahrzehnten nach der deutsch-polnischen Schulbuchempfehlung handeln?

Wo in aller Welt machen wir anderen Ländern oder Völkern Vorschriften? Wenn doch Polen so „unschuldig“ ist, warum so viel Angst wegen der Stiftung und wer in diesem Gremium ist? Hier soll der BdV keinen Rückzieher machen, nicht nur die polnische Seite soll eine demokratische Handlung und aber auch Herr Westerwelle, respektieren. Möchte Herr Westerwelle dem Beispiel Herrn Genschers nacheifern: als der beste polnische Außenminister genannt zu werden?

Wenn ich meine, daß die polnische Seite die geschichtliche Wahrheit kennt, sie aber nicht zugibt, möchte ich etwas näher beschreiben: Die Herren Mazowiecki, Bartoszewski und einige anderen sind fast in dem gleichen Alter, vielleicht auch etwas älter als ich, sie haben vor dem Kriege eine ähnliche Schule, auch in der gleichen Sprache wie ich auch besucht. Sie haben fast die gleiche Geschichte gelernt, sie lebten in einem Land, wo der Schulunterricht einheitlich war. Sie haben den größten Teil der gleichen Geschichte erlebt oder überlebt, die ich auch erlebt und überlebt habe. Daher sollten sie wissen, daß man objektiv sein sollte und sich nicht in fremde Angelegenheiten einmischen sollte, das wissen sie mit Bestimmtheit, doch dazu muß aber die „Gegenseite“ mehr Wissen aufweisen. Nur mit Forderungen schafft man keine Völkerverständigung. Versöhnung nur durch Wahrheit!

Florian Mierzwa

Vertreibung aus Auras

Gerhard Kitschke
Hohenstein-Ernstthal, 27.04.2010

Lieber Herr Zaborowski
In der Zeitschrift „Unsere Deutsche Heimat“ wurde das → Schreiben, das ich im Mai 2009 an die Bundeskanzlerin ← geschrieben habe, veröffentlicht, es war sehr kritisch, wie es auch die Politiker der BRD verdient haben. Ich vermute aber, daß die Kanzlerin mein Schreiben nie erhalten bzw. nie vom Inhalt etwas zur Kenntnis genommen hat. Was kümmert sie die Meinung eines gewöhnlichen Bürgers und des Volkes, dem sie beeidet hat, alles zu tun für das Wahl des Volkes. In einem lapidaren Schreiben eines ihrer Mitarbeiter bekam ich einen Brief, dessen Inhalt es nicht lohnt wiederzugeben.

In der Aprilausgabe 2009 wurde an die Verbrechen und den Völkermord des deutschen Volkes erinnert. Unsere Familie hat auch viel Leid ertragen müssen, unsere Eltern zogen es vor, nicht mit dem Treck die Heimat zu verlassen, den die SS mit dem Nahen der Kampffront angeordnet hat. Das Städtchen Auras a.d. Oder wurde zum Kampfgebiet erklärt. Unsere Familie ist mit anderen Familien in das ca. 6 km entfernte Dorf Jäckel, das sehr abgelegen mitten in einem großen Forst liegt, gegangen; dort dachten die Eltern mit uns sicher zu sein.

Etwa Mitte Februar 1945 wurde das Dorf Jäckel von den Russen entdeckt, seit der Zeit kamen die Russen täglich mit dem Mannschafts-LKW, Plünderungen waren an der Tagesordnung, aber noch schlimmer waren die Vergewaltigungen der Frauen und Mädchen. Unsere Schwester Ursula war noch nicht 16 Jahre alt, wurde vergewaltigt und danach erschossen. Unsere Schwester Luzia, damals 22 Jahre alt, wurde fast täglich von mehreren Russen vergewaltigt; sie ist nun 86 Jahre und kann diese schlimmen Erinnerungen bis heute nicht verdrängen, sie leidet noch immer an Albträumen. Das Leid, das unseren Eltern und den älteren Geschwistern angetan wurde, ist auch heute noch in meiner Erinnerung; ich war damals 10 Jahre alt. Auf Befehl der russischen Kommandantur mußte unsere Familie ins Nachbardorf Liebenau umziehen, in dem zugewiesenen Gebäude mußten die Leichen einer ganzen Familie entsorgt werden. Die Frau hatte sich gegen eine Vergewaltigung gewehrt; so mußte die ganze Familie sterben. Unsere Eltern wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet. Im Mai 1945 durften wir wieder nach Auras ziehen, dort waren noch immer Aufräumungsarbeiten erforderlich, Tierkadaver, Leichen und Müll mußten beräumt werden; die Eltern und älteren Geschwister mußten diese Arbeiten mit erledigen. Ende 1945 kamen die ersten Polen. Es war eine schlimme Zeit, es gab keine Lebensmittel, keine Elektrizität keinen Arzt; viele Kranke und ältere Leute sind an Ruhr und anderen Krankheiten gestorben.

Die Polen waren nun die neuen Herrscher, das ließen sie uns Deutsche ständig spüren. Die Deutschen sollten Hakenkreuzbinden tragen; es wurde aber unentschieden. So mußten wir ab Alter von 10 Jahren eine weiße Armbinde tragen. Es kamen immer mehr Polen; so mußten wir den Polen unsere Wohnung mit allem Hausrat und Inventar überlassen, nur was wir tragen konnten durften wir mitnehmen und mußten in eine völlig ausgeräumte Wohnung ziehen, wie Vieh haben wir auf Stroh geschlafen. Die wenigen Männer, die da waren, wurden zum Verhör geholt; des nachts hat man sie vor Schmerz schreien hören, sie wurden mißhandelt. Der Onkel von unserem Vater, Fritz Klabotsche wurde zu Tode geprügelt, er war ein behinderter Mensch, war nicht Soldat, auch parteilos. Er war der Rachsucht der Polen Jurek und seinen Helfern wehrlos ausgeliefert und mußte sterben.

Am 28. Juni 1946 konnten unsere Eltern die ständigen Demütigungen nicht mehr ertragen, und so haben wir Auras, unsere Heimatstadt, in Richtung Breslau mit den wenigen Habseligkeiten verlassen. In Breslau mußten wir in einem Massenquartier 8 Wochen auf die Ausweisung warten, die Verpflegung war sehr schlecht; eine Scheibe Brot, eine Kelle Graupensuppe und Tee das waren die Tagesrationen. Der Abtransport vom Freiburger Bahnhof, dort mußten wir noch durch eine Kontrolle, unsere Sachen wurden gesichtet, was den Polen gefiel, mußten wir zurücklassen. Ich hatte Schuhe an, die mußte ich ausziehen und dalassen. In geschlossenen Waggons waren 32 Personen von Breslau bis Forst 8 Tage unterwegs. Am Tag bekamen wir nur einmal Verpflegung: eine Scheibe Brot und eine Kelle Krautsuppe.

Die Vertreibung aus der Heimat hat der älteren Generation das Herz gebrochen. Viele haben es nicht überlebt. Die Politiker der BRD möchten den Mantel des Schweigens über das Verbrechen der Vertreibung decken, nur um sich nicht bei den Siegermächten und bei den Vertreiberstaaten unbeliebt zu machen. Die Politiker der BRD sind nicht bereit, die Geschichte zur Kriegstreiberei, wie sie in der Ausgabe „Unsere Deutsche Heimat“ im Januar eindrucksvoll aufgearbeitet wurde, dem deutschen Volke zu erklären. Ich bedanke mich bei der Redaktion für die Aufarbeitung der Geschichte. Wir Deutsche haben keinen Grund, in Demut zu versinken, sind aber die Leidtragenden des verbrecherischen Krieges, zu dem Deutschland getrieben wurde. Den Streit um die Gedenkstätte für Versöhnung, Flucht und Vertreibung kann ich nicht verstehen. Solange es noch eine Erlebnisgeneration gibt, sollte endlich dieses Denkmal errichtet werden. Mir ist unverständlich, daß Frau Steinbach sich aus der Stiftung für Flucht und Vertreibung hat rausdrängen lassen. Mir war es ein Bedürfnis, meine Meinung zu äußern.


Ein Beitrag zur Wahrheit durch Klarheit

von Dr.-Ing. Urban Cleve, Dortmund

Aus FAZ vom 14.01.2010:
Es geht um 0,0004712 Prozent CO2 in unserer Luft.
Zu „Röttgen kritisiert Amerika und China“ (F.A.Z. vom 24. Dezember):

Ich wurde kürzlich auf dem Westenhellweg an einem Stand des „BUND“ von einem Mitarbeiter auf CO2 angesprochen. Danach folgte folgendes Gespräch: „Wie hoch ist denn der Anteil des CO2 in der Luft?“ Antwort: „Hoch“. „Wie hoch denn?“ „Sehr hoch“. „Wie viel Prozent?“ “Weiß ich nicht.“ „Was ist denn sonst noch in der Luft?“ Keine Antwort, nur ein staunendes Gesicht: “Haben Sie schon mal etwas von Sauerstoff gehört?“ “Ja, sicher, Sauerstoff ist in der Luft.“ „Wieviel Prozent denn?“ „Weiß ich nicht“. Meine Antwort: “21 Prozent“; das erschien ihm glaubhaft. Neue Frage: „Was ist denn sonst noch in der Luft? Haben Sie schon mal etwas von Stickstoff gehört?“ “Ach ja, sicher Stickstoff ist auch noch in der Luft.“ “Wieviel Prozent?“ „Weiß ich nicht.“ Meine Erläuterung: “Etwa 78 Prozent“. Mein Gesprächspartner drehte sich um und sagte: „Das glaube ich Ihnen nicht, das kann nicht stimmen, denn dann bleibt ja für CO2 nichts mehr übrig“, drehte sich um und ging.

Er hatte diesmal fast recht. Es sind nur 0,038 Prozent CO in der Luft. Wer noch rechnen möchte:
Also, 0,038 Prozent CO2 sind in der Luft; davon produziert die Natur 96 Prozent, den Rest, also vier Prozent, der Mensch usw. Das sind dann vier Prozent von 0,038 Prozent also 0.00152 Prozent.

Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1 Prozent. Damit beeinflußt Deutschland 0,0004712 Prozent des CO2 in der Luft. Damit wollen wir die Führungsrolle in der Welt übernehmen, was uns jährlich an Steuern und Belastungen etwa 50 Milliarden Euro kostet.


Liebe Freunde,
auch in dieser Zeitung ist von vielen Freunden eine umfassende Dokumentation des Leidens unseres deutschen Volkes zusammengetragen worden, wofür ich mich im Namen unserer Gemeinschaft bedanke. Wir haben damit den zukünftigen Generationen Beweise für ihren, hoffentlich erfolgreichen Befreiungskampf geliefert.

Trotz dieser Vorsorge wollen wir hoffen, es noch erleben zu dürfen, wie Wahrheit und Klarheit sich Bahn brechen wird. Wer in diesen Tagen und Wochen miterlebt, wie Einsicht und Vernunft bei einzelnen Galionsfiguren der politischen Klasse um sich greift, darf darauf hoffen — es wird weiter kriseln. Die Umwandlung unseres deutschen Volkes in eine Ansammlung von Mitbürgern hat trotz der langen Zeit von 65 Jahren unseren Kern nicht auslöschen können. Anstand und Moral werden weiterhin das Rückgrat unseres deutschen Volkes bleiben. An diese Wurzeln kommen weder Stiefellecker noch die Welt-Finanz-Mafia-Gutmenschen heran.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 93

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