BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 94/95  ¦  September – Dezember 2010


Des Adlers rechte Schwinge

von Erwin Arlt

Sinnbildlich geht der Adler bis zu den indogermanischen Völkern zurück, als Begleiter höchster Gottheiten. Im Christentum ist der Adler Kennzeichen des Evangelisten Johannes. Als Sinnbild wird der Adler im Altertum schon bei den Persern und Ägyptern, bei den Römern als Feldzeichen der Legionen geführt. Als kaiserliches Wahrzeichen vom alten Rom her, von Karl dem Großen oder manche sagen, Karl der Sachsenschlächter, übernommen. Im 12. Jahrhundert wurde der Adler deutsches Reichswappen, im goldenen Feld. Im 14. Jahrhundert wurde es dann der Doppeladler, den das österreichische Kaisertum übernahm.

Zum Wappen des Deutschen Reiches wurde 1871 wieder ein einköpfiger Adler. Ab 1935 wiederum führt das Deutsche Reich den Adler mit dem Hoheitszeichen der NSDAP, dem Hakenkreuz ein.

Und schließlich und endlich erhielt die BRD den schwarzen Adler als Hoheitszeichen des Bundes in stilisierter Form im Jahre 1950, den ja auch der Bundespräsident in seiner Standarte führt.

Das deutsche Wappentier, der Adler in den verschiedenen Varianten, mächtig oder gezähmt, mit zwei ausgebreiteten Schwingen oder im Flug, Deutschland hat dieses mächtige, edle Tier, den „König der Lüfte“, als Wappentier und Hoheitszeichen gewählt. Es hat also eine lange und gute Tradition.

Aber dieser Adler hatte und hat immer eine linke und eine rechte Schwinge, niemals nur einen rechten oder linken Flügel! Im Fluge ein stolzes und anmutiges Tier, das auch alle respektieren. Einen Adler mit nur einer Schwinge, mit einem Flügel kann sich niemand vorstellen. Abgesehen davon, würde das Tier alsbald elend zugrundegehen. Übertragen wir einmal den Gedanken auf Deutschland — ein hüpfender Adler ohne Fortune und Kraft, sich zu erheben und mit einem sehr kräftigen linken Flügel, der rechte aber fehlt! Die Absicht ist erkennbar: Der Adler soll nicht stolz, frei und sicher fliegen; das meinen unsere inneren und äußeren Gegner und Feinde nicht ertragen zu können. Freilich hüpfen und etwas flattern soll er schon nach den Vorstellungen der grün-alternativ-linken und schwarz-gelben Patentdemokraten. Nein, kein rechter Flügel soll sich bilden, denn dann würde der Adler ja souverän und stolz fliegen wollen.

Alles viel zu gefährlich! Es genügt ja schon, daß alle Länder um uns herum rechte und linke Flügel haben, dies auch ohne Adler als Hoheitszeichen.

Sie merken, verehrte Leser, wir verlassen nun die Symbolik mit dem Adler und auch den geschichtlichen Exkurs zur Symbolik des Adlers und seiner Schwingen und begeben uns in die Niederungen der BRD mit ihrem sehr unglaubwürdigen und arroganten Umfeld, den angeblich so demokratischen, etablierten Parteien und ihren Verbänden und Zuarbeitern. Dazu gehören insbesondere auch die sog. „Linke“, also die Kommunisten der ehemaligen SED-PDS-Linkspartei.

Alle diese hehren Demokraten wollen sich nicht nur lästige Konkurrenz vom Leibe halten, sondern sie bezeichnen alle legitimen politischen Bestrebungen, patriotischer, nationaler Art aus strategischen Gründen als „rechtsextremistisch“, dem Terrorismus näher als dem demokratischen Spektrum und vergeuden dabei illegal hunderte von Millionen Euro an Steuergeldern im „Kampf gegen Rechts“, den der damalige Kanzler Schröder mit großem Gehabe ausgerufen hatte. Zusammen mit Mutmaßungen über Verbände und Parteien im sog. „Verfassungsschutzbericht“ werden hier, meist auch unter Zuhilfenahme des Straßenmobs, Drohungen und Gewaltmaßnahmen zugelassen und geduldet, die zwar dann im Nachhinein von den Gerichten als verfassungswidrig erkannt werden, doch das hilft den Patrioten wenig, da sie sich regelmäßig als linkes Ritual wiederholen, siehe Dresden im Jahr 2010 oder Köln im Jahre 2009, um nur zwei besonders gravierende Beispiele zu nennen.

Ganz allgemein aber kann festgestellt werden, daß das politische System der BRD seit der Teilwiedervereinigung 1989/90 eine politische „Ordnung“ auf Teilgebieten duldet, die leider bereits totalitäre Züge annimmt. Denn wie soll man denn die Tatsache benennen, wenn rechtsdemokratischen Kräften der Zugang zu den Medien aller Art verwehrt wird und Versammlungen dieser Gruppen in Sälen oder als Demo auf der Straße verboten werden oder durch Patentdemokraten nahezu unmöglich gemacht werden, da Polizei und Ordnungskräfte die Anweisung erhalten, diese oder jene Demo — weil rechts — nicht nur mit der Bezeichnung „Aufmarsch“ zu diffamieren, sondern den Mob auf die Straßen führen und ihnen freien Lauf zu strafbaren Gewalthandlungen lassen, die obendrein vorher noch im Weltnetz angekündigt werden und immer mit dem blöden Gebrüll „Nazis raus“, wenn sie auch selbst genau wissen, daß diese meist bürgerlichen Demonstranten keine Nazis sind, sondern allenfalls als national-konservative oder nationalfreiheitliche Bürger bezeichnet werden können.

Die Frage über kurz oder lang wird aber sein, ob man sich nicht dadurch erst eine Radikalisierung einhandelt, die viele sicher nicht wollen, die an den Schalthebeln sie aber brauchen, um sie bekämpfen zu können. Absichtlich einhergehen ja auch noch Ausgrenzungen politischer, sozialer und beruflicher Art, ja Schädigung und Vernichtung der Repräsentanten dieser national-freiheitlichen Gruppen. Dabei geht es auch bei weitem nicht nur um die NPD oder irgendwelche „freien Kameradschaften“, wie man es meist darstellt, sondern generell um Repression jeder Art bei allen nationalen Gruppierungen. Man kann diese Entwicklung auch wieder nur als ein Stück Entdemokratisierung der BRD bezeichnen.

Wer es also mit Deutschland ehrlich meint, kann diese Entwicklung keinesfalls gut heißen (Weimarer Zustände!). Im übrigen zahlen die Anhänger und Mitglieder rechter Gruppen auch ihre Steuern und Abgaben und tragen damit genauso zum Allgemeinwohl bei. Außerdem wurde ja mit großem Trara vor ein paar Jahren ein sog. „Antidiskriminierungsgesetz“ erlassen, das doch wohl für alle deutschen Bürger zu gelten hat!

Zum Abschluß dieser Betrachtungen also muß noch einmal unser Wappentier der Adler stehen.

Der deutsche Adler muß also dringend einen rechten Flügel, eine rechte Schwinge erhalten, auf daß er sich stolz und frei in die Lüfte erheben kann. Außerdem braucht nicht groß erwähnt zu werden, daß es bei Fehlen eines rechten Flügels logischerweise gar keinen linken Flügel geben kann!

Wir brauchen, wie der zurückgetretene Bundespräsident Horst Köhler sagte, „den modernen Siegfried — den wiedergeborenen Deutschen, denn er soll ja den Drachen töten!“

Sicher, Horst Köhler sagte das im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das große Geld und die maßlose Gewinnmaximierung. Aber auch von daher braucht Deutschland echte Patrioten mit sauberer Weste, als Vorbild für die Sicherung der deutschen Nation und auch ihren Fortbestand. Denn volksvergessene Politiker jeder Couleur haben wir zuhauf in den Parlamenten sitzen, die eher das Gegenteil, den Ausverkauf unseres Landes und Volkes schaffen wollen und das bei Spitzendiäten und Vergütungen.

Auch deshalb brauchen wir eine patriotische Heimatpartei für unser deutsches Vaterland. Die alten Systemparteien haben abgewirtschaftet, und sie werden die Aufgaben der neuen Zeit weder lösen können noch wollen und müssen deshalb in Zukunft zurückstecken, und es müssen Frauen und Männer mit patriotischen Grundsätzen an die Schalthebel der Macht kommen. Erst dann kann die Wende herbeigeführt werden.


UDH Nr. 94/95

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