BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


Polnischer Größenwahn ungebrochen

von Erwin Arlt

 

Da geisterte seit längerem eine Meldung durch die Medien, daß Polen zuwenig Rechte in der BRD hätten. Ihre Konsequenz, wie sie das durch den Berliner Rechtsanwalt Stefan Hambura zum Ausdruck brachten, ist die Gründung einer polnischen politischen Partei in der BRD.

Diese hätte vor allem dafür zu sorgen, daß Fördergelder in der Größenordnung von etwa 25.000.000.- Euro zur Verfügung gestellt werden vom deutschen Steuerzahler und polnische Sprache und Kultur gefördert werden könnten, damit „Gleichberechtigung zwischen Deutschland und Polen“ entstehen könne, so wie das ähnlich in Polen der Fall wäre.“

Diese polnische Partei — wenn sie denn hier zugelassen wird und öffentlich arbeitet — spekuliert vor allem auf die „Ruhr-Polen“, die im 19. Jahrhundert in das Deutsche Reich eingewandert sind. Diese, so meint Hambura, ergäben etwa 1,5 Mio. Wähler für die polnische Partei.

Doch das ist sicher zu bezweifeln, weil seither eine fast hundertprozentige Integration — von der immer wieder soviel die Rede ist — eingetreten ist.

Außerdem sind diese Polen damals völlig freiwillig nach Deutschland gekommen, weil sie hier in der Montanindustrie Arbeit fanden.

Die Deutschen im heutigen Polen leben als Zwangsminderheit, weil ja schließlich die große Mehrheit aus den deutschen Ostgebieten, also aus Pommern, Schlesien, Ost- und Westpreußen einschließlich Danzig, aus Ostbrandenburg — und in der damaligen Tschechoslowakei ­ aus dem Sudtenland grausam vertrieben wurden.

Das ist der große eklatante Unterschied zwischen den Polen hier und den Deutschen dort. Dazu ist noch zu erwähnen, daß die Deutschen in Polen zwar auf dem Papier einige Rechte haben, aber in der Praxis diese Rechte oft nicht ausüben können und stark benachteiligt werden, was ja auch die Vertretung der in Polen lebenden Deutschen, die „AGMO e.V.“ immer wieder beanstandet.

Außerdem haben die Polen, wie wir wissen, ihre Jahrhundertziele nie aufgegeben, Deutschland zu eliminieren.

Die Vertreibung 1945 wird als „Wiedergewinnung der Westgebiete“ bezeichnet.

Und die Mär von dem durch die Sowjets geraubten „Ostpolen“ hält sich auch lange und zäh bis heute.

Dieses 1945 an die UdSSR abgetretene „Ostpolen“ wurde 1920 durch polnische Truppen der Ukraine und Weißruthenien entrissen. Die damals schwache Sowjetunion mußte das auch noch im „Frieden von Riga“ akzeptieren.

Polen wurde nach dem 2. Weltkrieg nur das Gebiet wieder abgenommen, was völkerrechtlich und mehrheitlich überwiegend eine weißruthenische und ukrainische Bevölkerung hatte.

Polen wurde also nicht wilkürlich auf der Landkarte verschoben, sondern hat sich 1945 in Potsdam bei den Verhandlungen der „großen Vier“, die deutschen Gebiete sichern lassen. Es hat sich also auf Kosten Deutschlands nach Westen ausgebreitet.

Mit der Verschiebungslegende entsteht immer wieder der Eindruck, Polen habe die Vertreibung der Deutschen nicht gewollt. Vielmehr sei Stalin wegen seiner Aggressionsgelüste an der Vertreibung der Deutschen allein schuld.

Polen hat sich nicht geändert und immer Landhunger gegenüber Deutschland signalisiert.

Es hat bekanntlich fünf Teilungen hinter sich, die von 1772 — 1815 andauerten und an denen Polen sicher nicht ganz unschuldig war!

Auch ist in der Wiener Schlußakte vom 9. Juni 1815 keine Garantie zur polnischen Selbständigkeit enthalten. Es gab ja nach allen abgetretenen Teilen Polens nur noch eine „Freie und unabhängige Republik Krakau“, die unter den Schutz Österreichs, Rußlands und Preußens gestellt wurde.

Der Wiener Kongreß hat 1815 der von ihm entschiedenen polnischen Teilung, die bis 1916 maßgebend war, durch Deutschland und Österreich ein Ende bereitet und Polen die Unabhängigkeit zugestanden! Gedankt hat das Polen Deutschland und Österreich nie! Es besteht ja allgemein die Übereinstimmung, daß die 5 polnischen Teilungen Unrecht waren.

Wieso kann dann die deutsche Teilung und der Raub der deutschen Ostgebiete Recht sein, wo es doch, völkerrechtlich verankert, ein Annexionsverbot gibt!?

Diese Frage ist allen zu stellen, die die „Auflösung des Deutschen Reiches“ als vollendete Tatsachen anerkennen und hinnehmen, was ja im sog. „ 2 + 4 — Vertrag“wieder auftaucht.

Die Polen haben ihre fünf Teilungen nie anerkannt, warum sollten auf einmal die Deutschen ihre Teilung und ihren Gebietsraub anerkennen?

Nichts ist endgültig geregelt, was nicht gerecht geregelt ist!

Wer also den Verlauf der europäisch-deutschen Geschichte etwas kennt und dabei das Verhalten Polens, insbesondere gegenüber Deutschland ( Lech Walesa: „Eine Atombombe abwerfen“ ) kennt, muß den Polen auf die Finger klopfen, wenn sie in der BRD eine polnische Partei gründen wollen.

Die Antwort der Deutschen müßte die Gründung einer deutschen Partei in Polen und den deutschen Ostgebieten sein. So wie wir die Polen kennen, würden sie das mit allen Mitteln verhindern. Nur die Deutschen würden sich dazu bereit erklären, denn sie wollen ja immer demokratische Musterknaben sein, die nicht merken, daß sie damit auch wieder ein „trojanisches Pferd“ mehr in Restdeutschland aufstellen würden.

Die Selbstverleugnung würde auch hier wieder tolle Blüten treiben und die gesamte Linke, einschließlich der meisten Medien, würden schon wegen „unserer niemals tilgbaren großen Schuld“, einseitig diese polnische Partei ihr Unwesen treiben lassen, ohne daß wir in Polen für unsere deutschen Landsleute Gleiches tun könnten.

Torsten Hinz schreibt in der „Jungen Freiheit“ einen ausgezeichneten Aufsatz, in dem er sehr treffend postuliert: „ Wer ein deutsches Eigeninteresse am Selbsterhalt formuliert, zieht eine innerstaatliche Feinderklärung gegen Volk und Nation auf sich. Dazu braucht es keine äußeren Besatzungsmächte mehr, ihre Funktionen erfüllen inzwischen „deutsche“ Institutionen.“

Wenn das also so ist, dann müssen wir diese BRD-Institutionen erst einmal abbauen und einen neuen deutschen Geist und deutsches Selbstbewußtsein installieren, dann werden wir auch diesen polnischen Angriff überstehen und Volkssouveränität kann wieder an die Stelle von knechtischem Besatzergeist treten.

Erwin Arlt


UDH Nr. 97

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