BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


Wir wollen heute leben und wollen auch morgen überleben!

Diese Gedanken werden von uns Menschen je nach unserem Lebensalter unterschiedlich bewertet. Auch jeder Bürger wird diese Worte je nach seiner finanziellen Lage, seinem gesundheitlichem Befinden usw. für sich beantworten.

Was uns nicht davon abhalten sollte nachzudenken. Dieses Wort kann missverständlich ausgelegt werden. Nachdenken sollte nicht mit „nach her denken“ interpretiert werden. Im Gegenteil Nachdenken sollte beinhalten „Vorausdenken.“

Leider sind wir Deutsche in der unglücklichen Lage, von Politikern regiert zu werden, die weder „nach her denken“ noch „vorausdenken“. Dieser Prozedur unterziehen sie sich höchstens, wenn es um ihre politische Karriere geht. Wir können als Deutsches Volk jedoch nur überleben, wenn unsere Eliten sich ihrer Verantwortung bewußt werden. Bewußt werden, daß sie von unserem Volk ermöglicht, letztendlich auch mit den Steuern der Kassiererin im Supermarkt, ihren Lebenslauf gestalten konnten. — Im Moment ihr Leben genießen reicht als Gegenleistung nicht aus. Ihre Leistungskraft zum Wohle des deutschen Volkes voll abzurufen ist ihre Pflicht.

Wir als deutsches Volk erwarten mindestens den Erhalt, wenn möglich sogar die Verbesserung unseres Lebensstandards. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es den Willen, hehre Ziele nicht nur zu Verbesserungen in der gesamten Menschheit ein- und durchzusetzen sondern die eigene kleine Einheit begrenzt auf Volk und Staat muß im Vordergrund dieser Bemühungen stehen.

Und da liegt ein weites Feld zum beackern im wahrsten Sinne der Wortes vor uns.

Packen wir den Stier bei den Hörnern:

Die Grundfrage einer jeden Gemeinschaft ist die „EE-Frage“. Ernährung und Energie sicherzustellen bedeutet überleben für jeden einzelnen von uns und für unser Volk. In der Bundesrepublik Deutschland sind wir auf dem besten Wege, diese zentrale Frage nicht nur in den Focus unserer Bemühungen zu stellen, sondern wir vermengen diese. Die Folgen davon erleben wir alle. Als Beispiel: Rapsöl, ein preiswertes und gesundes Lebensmittel, verteuert sich von einem auf den anderen Tag um ca. 30%. (Von 1 € für den Liter auf 1,30 €.). Benzin wird an den Tankstellen teurer und sogar unsicherer, weil, vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dem Benzin nachwachsende Rohstoffe beigemengt werden müssen. Ergebnis: Beim tanken weigern sich die Kunden, E10 in den Tank ihres Autos zu füllen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Unsere Bauern, vom Raubtierkapitalismus geknebelt, bauen diese nachwachsenden Rohstoffe umfangreich an, in der Hoffnung, einen höheren Betrag pro Hektar zu erwirtschaften als wenn sie weiterhin Getreide usw. für die Ernährung der Menschen anbauen. Die logische Folge ist, die Bewirtschaftung der Felder wird dieser Produktion konsequent untergeordnet. Alle störenden Elemente werden aus den Feldern entfernt. Hecken und Wiesenränder, in denen sich von unseren Naturschützern ausgewiesene Lebensformen entwickeln können weg damit. Sonne, Wind und Sturm wehen ungehindert Staubwolken auf viel befahrene Straßen Autos krachen zu hunderten ineinander, Menschen verlieren machtlos ihr Leben. Verehrte Leser, merken Sie es, wie die Katze sich in den eigenen Schwanz beißt?

Die Energiefrage wird ernstlich nicht durchdacht (gleich nachgedacht).

Einfach nur dagegen — oder dafür reicht nicht bei dieser Schicksalsfrage unseres Volkes!

Wir erleben Experten jeder Couleur in allen Medien. Wollen nur hoffen, daß nicht alle ihren Doktor-Titel in von Guttenbergscher Art und Weise erlangt haben. Aber auch die offensichtliche Orientierung dieser Experten und „Klugschwätzer“ lässt nichts Gutes hoffen. Wie konnte es sein, daß die politische Spitze dieses Staates, eine in „Naturwissenschaften glänzende Physikerin“, dieser geballten Macht der Pseudowissenschaftler in der Atomfrage, ihr vorhandenes Wissen und ihre Erkenntnisse nicht offen entgegenstellte? Merkels Weg, sich in Moratorium und Ethik-Kommission zu flüchten, ist ein Mangel an Führungsstärke. Oder sollte die Bundeskanzlerin selber unsicher sein? Dem ist abzuhelfen. Einer Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland stehen alle „helfenden Hände“ aus allen Ministerien zur Verfügung. Es wäre ein leichtes, dem deutschen Volk Ergebnisse zur Abstimmung vorzulegen, die aus folgenden Fragen gewonnen werden konnten:

Was kostet dem Endverbraucher in der Bundesrepublik Deutschland das kw elektr. Strom, wenn die gesamten Kosten der Gewinnung, in allen bekannten und unterschiedlichen Erzeugungsarten, vor Steuern und Gewinn errechnet worden sind. In diese Kosten sind alle, auch wirklich alle Faktoren mit einzurechnen von der Forschung über die Planung, den Baukosten, den Betriebskosten, den Unterhaltungskosten einschließlich der Entsorgungskosten und dem Rückbau der Anlagen. Die Laufzeit der Anlagen und die Ab- oder Unabhängigkeit von erforderlichen Lieferungen aus dem Ausland ist in diese Kalkulation mit einzubeziehen.

Sollte der Bundeskanzlerin die Kraft fehlen, ihre Mitarbeiter in Regierung und in den Ministerien bewegen, den Verbrauchern in der Bundesrepublik Deutschland eine solche Entscheidungsgrundlage vorzulegen, bleibt die Möglichkeit: den Schlichter von Stuttgart 21, Heiner Geisler, zu bitten, in einer öffentlichen Anhörung, wie bei Stuttgart 21, im Fernsehen direkt übertragen, zusammen mit den Kräften aus Volkes Mitte einen Erkenntnisstand zu gewinnen, den dann guten Gewissens die Mehrheit der Deutschen mittragen kann.

Ein jeder von uns kann, wenn er es möchte, sich seine eigenen Gedanken über die Folgen einer Energie-Wende machen — unabhängig von Fanatikern, die auf den Zug besorgter Bürger aufgesprungen sind, um ihr „Partei-Süppchen“ zu kochen. Ein falscher Eindruck wird von den Fanatikern vermittelt, indem diese uns einreden wollen, wenn alle Atom-Kraftwerke heute abgeschaltet werden, dann ist die Gefahr sofort behoben. Wer die Berichterstattung über das Unglück in Japan am Fernseher mit verfolgt hat, wird auch gesehen haben, daß der Kampf um die Kühlung nicht nur bei den Brennstäben, die im Reaktor aktiv waren, sondern auch um die Kühlung der „Abklingbecken“ geführt wurde. Bei den Atom-Kraft-Werken in der BRD sind diese „Abklingbecken“, die wohl besser mit „Abkühlbecken“ bezeichnet werden müssen, etwa nicht vorhanden?

Ein weiterer Punkt sind die Finanzen. Wenn alle AKW in der BRD abgeschaltet sind — wer bezahlt dann die Kosten für die Unterhaltung der „Abklingbecken“ und für die Entsorgung des atomaren Mülls? Die AKW-Betreiber raffen alles Geld zusammen und machen sich aus dem Staub — wir Steuerzahler können dann alleine für die Kosten aufkommen- — und müssen mit der immer noch vorhandenen Gefahr nun weiter leben.

Sicher ist — wir Staatsbürger wurden weder von unseren Regierungen, noch von den auf die Atomkraft setzenden „Fanatikern“ gefragt. — Darum sollten wir uns heute auch nicht von den Heilsbringern der sogenannten erneuerbaren Energien Honig ums Maul schmieren lassen. — Unter der Zwischenüberschrift „Was kostet dem Endverbraucher...“ wurden bereits die meisten Fragen gestellt, die uns von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft beantwortet werden müssen!

Die „Suppe“ uns einbrocken und nach vier Jahren in die Versenkung von Volkes Mitte verschwinden ist eine Fehlkonstruktion des Systems.

Im letzten Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen hat unser Bund für Gesamtdeutschland auf die sich bietenden Möglichkeiten der Nutzung der Tiefen-Erdkern-Wärme ...“Geothermie: die unerschöpfliche und emissionsfreie Wärme aus der Erde.“ hingewiesen. Wir sind den Fragen der Bürger vor den Gefahren, die auch bei dieser Energie-Gewinnung möglich sind, nicht ausgewichen. Das berühmte Beispiel nicht durchdachter Aktivitäten eines Bürgermeisters in einer süddeutschen Kleinstadt wahr gerade gegenwärtig. An diesem Beispiel einer Aktivität ohne jegliches Grundwissen wird deutlich — vorher nachdenken!

Dies gilt auch für die „Windkraftwerke“. Technik ist berechenbar, jedoch das Ergebnis dieser Berechnung fußt auf Annahmen. Wenn diese Annahmen überschritten werden — dann kommen die bewußten „nicht vorhersehbaren Katastrophen“. — Eine glatte Lüge. — Die angenommenen Belastungen werden bewußt niedrig eingerechnet, um den Preis für die Herstellung und Unterhaltung klein zu halten. Die Ermessensspielräume werden bereits bei den „normalen“ Risiken voll ausgereizt. Ein unvorhersehbarer Sturm wie der unvorhersehbare Tsunami in Japan, kann alle Windräder hinwegfegen. — Wenn dann keine belastbare und unabhängige Grundlastsicherung vorhanden ist, bricht unser Wirtschaftskreislauf zusammen. Von dem „Hoffnungsträger“ Photovoltaik ist zwar nicht zu befürchten, daß unsere liebe Sonne nicht mehr scheinen würde, jedoch der angedeutete Sturm, der die Windkrafträder hinwegfegen könnte, macht sicherlich nicht vor den Sonnenkollektoren auf unseren Dächern halt.

Eine weitere Schwachstelle ist der Stromtransport von den Windparks in der Nordsee zu den Verbraucher im Süden der BRD. Erdkabel sollen angeblich teurer sein als die allgegenwärtigen Masten, die ebenfalls sturmgefährdet sind.

Bei nüchterner Betrachtung bleibt übrig: Einen ausgewogenen Mix aus allen Energieträgern. Dazu noch möglichst verteilt auf kleine, in Nähe des Verbrauchers stehende Einheiten.

Und eines sollten wir ablegen — das Klima der Welt mit unserem kleinen, weltweit gesehenen unbedeutenden Energieverbrauch bzw. Einsparung plus Einsatz erneuerbarer Energie entscheidend beeinflussen zu wollen!

Lassen wir uns nicht von den „Heilsbringern“ unseren Lebensstandard vorschreiben.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 97

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