BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


Liebe Freunde,
auf den Bildern der Seiten 44 bis 47 ist der Zustand des vielfältigen Eigentums derer v. Knebel–Doeberitz in Pommern abgebildet.

Aus den wenigen Zeilen unter den Bildern spricht die Liebe und der Stolz zum ererbten Eigentum. Diese Zeilen offenbaren auch die Ohnmacht der Eigentümer, über ihr Ererbtes nicht frei verfügen zu können. Ererbtes in Fettdruck, um auch in diesem Zusammenhang erneut festzuhalten:

Eigentum kann nur vererbt, verschenkt oder verkauft werden.

Gestohlenes und geraubtes Hab und Gut ist kein Eigentum des „Besitzenden“ — es bleibt für ewig das Eigentum der Nachfolger der im ersten Eigentumsnachweis Aufgeführten.

Es ist und bleibt die freie Entscheidung eines jeden Eigentümers, den Raub seines Eigentums zu erdulden oder seine Rechte an diesem Eigentum geltend zu machen.

Niemand ist berechtigt, die Duldungs-Haltung des von seinem Eigentum Vertriebenen zu beanstanden. — Aber auch kein Eigentümer, der sich zur Duldung des an ihm und seinem Eigentum begangenen Unrechtes entschlossen hat, ist berechtigt — die Haltung der vielen, um ihr Eigentum kämpfenden — leider ist eine große Zahl, der in den Akten der Aktion Privat-Eigentums-Sicherung PES für die Nachwelt festgehaltenen, verstorben — zu beanstanden!

Unser Bund für Gesamtdeutschland mit seiner Aktion Privat-Eigentums-Sicherung PES ist und bleibt Treuhänder derer, die um ihr Eigentum kämpften.

Wer über die wenigen Zeilen unter den Bildern nachdenkt, wird den Eindruck nicht los — die an mehreren Stellen sichtbar gewordene Abwehrhaltung hat die Ursache im schlechten Gewissen der stolzen „Besitzer“. — Mit der Bemerkung: „Man wäre bereit, 250.000,-- Euro in die Renovierung zu investieren, wenn die Eigentumsfrage geklärt sei. Die Mutter des „Besitzers“ hatte von ihrem Sohn aus Kanada den Auftrag, uns den Kaufpreis von 1.000.000,-- Euro zu nennen.“ wird bestätigt, daß die „Besitzer“ sich durchaus der internationalen Rechtslage bewußt sind.Und wenn sie so eine „Perle Pommerns“ im Besitz haben, allzu gerne diesen Besitz per Kauf erwerben wollen, um rechtens und des guten Gewissen wegen Eigentümer zu werden.

Es bleibt völlig unverständlich, wenn Millionen Deutsche in Restdeutschland um ihr Eigentumsrecht vor Gerichten kämpfen. — Wenn ein über die Grundstücksgrenze gewachsener Ast eines Baumes jahrelange Prozesse auslöst. Wenn ein Bau über die Grundstückgrenze hinaus zum Abriß des dort errichteten Baues führen kann — wenn diese gleichen deutschen Staatsbürger es für das natürlichste der Welt ansehen, daß Millionen von ihrem Eigentum vertrieben wurden, dabei dann so nebenbei noch zweienhalb Millionen in einem ungesühnten Völkermord ermordet wurden — und dann als Krone ihres Seelenheiles den Schein des verstehenden Mitmenschen aufsetzen. — Leider hat die lebenslange Umerziehungspropanda der „Gutmenschen des Zweiten Weltkrieges“ auch bei manchem Betroffenen die Kraft zum Widerstand gegen diese Rechtsbrüche erlahmen lassen.


Auf der nebenstehenden Seite 49 sind Bilder veröffentlicht, die eigentlich in der Ausgabe 96, auf den Seiten → 39 bis 48, zum „Erlebnisbericht einer Heimat-Vertriebenen 1945“ gehören.

Auch in der Neumark lebten Deutsche, die ihre Heimat genau so liebten und lieben wie die Besitzer der großen Eigentümer in Pommern. Auch die dort lebenden deutschen Menschen wurden vertrieben und ermordet.

Von diesem Ort sind uns keine Bilder bekannt, die wie bei den „Perlen Pommerns“ von „Besitzern“ für ihre Repräsentationen hergerichtet wurden.

Wir sehen verfallene Gräber. Liegt es daran, daß die „Besitzeslust“ der Polen immer dort gebremst ist, wo der Besitz mit Arbeit verbunden ist?

Oder liegt es daran, daß die verstorbenen Protestanten waren?

Wir wissen es nicht. — Was wir wissen, ist, Völkerverständigung kann keine Einbahnstraße sein. Den Gang nach „Canossa“ haben auch protestantische Bundesbürger im vorauseilenden Gehorsam gegenüber unseren Befreiern geleistet. — Genützt hat es vielleicht den deutschen Politikern, in der Welt lieb Kind zu sein. Wir können diese nicht in ihrem Irrglauben lassen — in der Welt gilt immer noch der Spruch:

Den Verrat liebt man — den Verräter nie!


{Bilder zum Vergrößern anklicken!}

Ansichtskarte aus Friedrichsdorf (Neumark)
Friedrichsdorf (Neumark)



Der Friedhof in Friedrichsdorf (Neumark) am 19. Mai 2007:
Die Gräber von Opa Kaatz und Reinhard Kaatz.
Die anderen Gräber sind nicht mehr erkennbar.



Die evang. Kirche Friedrichsdorf Krs. Friedebarg /Neumark vor der Zerstörung (links)
Die Kirche mit der Eingangstür und dem Kriegerdenkmal 1914–1918 am 26.6.2001 (rechts)

Horst Zaborowski


UDH Nr. 97

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