BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 99  ¦  Januar – April 2012


Landsmannschaft Schlesien

Antwortschreiben an Herrn Bednarek

LANDSMANNSCHAFT SCHLESIEN
Nieder- und Oberschlesien e.V.
Bundesgeschäftsführung: Dollendorfer Straße 412, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 9 25 90 • Telefax: 0 2244 / 9 2592 90
Der Bundesvorsitzende


Landsmannschaft Schlesien • Dollendorfer Straße 412 • 53639 Königswinter


Datum: 21.12.2011
Sehr geehrter Herr Bednarek, ich danke Ihnen für Ihr Schreiben vom 01.12.2011 nebst den verschiedenen Unterlagen. Wir alle waren sehr enttäuscht, dass bei der Neu­gründung des Landes Sachsen nach der Wende trotz unserer Inter­ventionen noch nicht einmal ein Doppelname wie beim Bundesland Mecklenburg-Vorpommern herausgekommen ist. Ein eigenes Bundesland Nieder­schlesien war schon deshalb nicht im Gespräch, weil der Zipfel Schlesiens mit ca. 200.000 Einwohnern gar nicht in Erwägung gezogen wurde und ein solcher Bundes­staat nicht lebensfähig wäre. An der Haltung der Politik hat sich nichts geändert. Die Lage ist für derartige Regelungen noch schwieriger geworden, denn die Situation hat sich in 20 Jahren verfestigt. Bezüglich der Namens­gebung des neu­gebildeten Kreises im Raum Görlitz hatten wir uns ebenfalls für einen nieder­schlesischen Bezug an Namen eingesetzt, was aber unbeachtet blieb. Entscheidend war wohl, dass der sächsische Bezirk Zittau / Löbau mit dem schlesischen Bereich zusammen­geschlossen wurde, was wiederum geografische Gründe hatte. Wir können uns nur weiter dafür einsetzen, dass an den Orts­schildern der schlesischen Gemeinden der Zusatz „Nieder­schlesien“ erscheint, vergleichbar wie bei Freiburg im Breisgau. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachts­fest und ein gutes Jahr 2012. Mit freundlichen Grüßen gez. Rudi Pawelka

Dieses Schreiben des Vor­sitzenden Pawelka wurde hier in originaler Abschrift eingestellt, um unseren Freunden in der BRD und in aller Welt zu zeigen, wie selbst ehrenwerte Männer, vor den von Politikern ohne Bezug zu den Leiden und Nöten deutscher Heimat­vertriebener, ein­knicken. Schlesien und Schlesier mit ihrem seit Jahr­hunderten dem gesamten deutschen Volk und Reich dienenden Wirken haben es verdient ihre Würde zu behalten. — Dazu gehört auch, daß unser Schlesien unser Schlesien bleibt!

Der neu gegründete {} Landes­verband Schlesien im BGD wird seine politische Arbeit im wesent­lichen diesem Ziel — dem Erhalt schlesischen Erbes und schlesischer Würde widmen. Wir bitten Schlesier hier im Lande und in aller Welt, unterstützen Sie uns in der Voll­endung dieses Werkes.

Horst Zaborowski


Nieder­schlesisches Restgebiet in der Bundes­republik Deutschland

Berlin, den 07. 03. 2012

Betreff: Nieder­schlesisches Restgebiet in der Bundes­republik Deutschland
hier: Verunglimpfung durch zugezogene ehemalige DDR-Bürger in Görlitz

Sehr geehrter Herr Prof Dr. Pietsch,
hierdurch übersende ich Ihnen einen Aufruf (gezogen aus dem Internet) eines zunächst Unbekannten, seit gestern bekannten Fanatikers „alt­ideologischer DDR-Geschichts­klitterung“, namens Frank Gottschlich in 02826 Görlitz/Nieder­schlesien, der mit dieser „Petition“ öffentlich an den Sächsischen Landtag (Petitions­ausschuß) appelliert, die Nieder­schlesier aus dem Görlitzer-Bad Muskauer-Hoyers­werdaer — Schwarze Elster-Gebiet — zusammen auch mit dem BdV — zu Unpersonen in ihrer angestammten Heimat zu erklären.

Das geht nun schon eine ganze Weile so, angefangen von dem Geschichts­professor Dr. H.-J. Blaschke, der den wissen­schaftlichen Marxismus-Leninismus in Dresden lehrte, bis zu dem jetzigen Kaliber.

Ich selbst fühle meine Menschen­rechte verletzt, denn ich stamme von dort, urkundlich nachgewiesen bis 1761 (Ururur­großvater) im schlesischen Görlitz. Und ich bin dort 19 Jahre aufgewachsen, bis ich von Rest­schlesien 1955 in den Westen zum Studium ging.

Diese Nazi­diffamierung der Region und meiner dort lebenden Verwandten oder Bekannten oder der aus dieser Ecke stammenden verteilten Schlesier im Bundes­gebiet, die im ehemaligen Bezirk Liegnitz (seit 1815 als Verwaltungs­einheit) leben oder lebten, kann so nicht hingenommen werden.

Ich schrieb deshalb an den Landtags­abgeordneten (CDU) Volker Bandmann, an den Bundes­tags­abgeordneten (CDU) Michael Kretschmer, an den Bundes­vorsitzenden Rudi Pawelka und „mailte“ an Herrn Großpietsch, Frau Wüst usw.

Unser Vorsitzender, Herr Walter Zain, wollte vor ca. 8 Tagen sofort einen Protest­brief an den Erzeuger dieser Vorbereitung einer Verfassungs­verletzung (z.B. Artikel 2 u. 5) der Sächs. Verfassung schreiben. Herr Sigismund von Zedlitz hat bereits an Frau Erika Steinbach geschrieben, weil sie textmäßig mit NPD & BdV, mit Nazi und Gau Nieder­schlesien in einen Topf geworfen wird.

Zudem sagte mir eine dort ansässige sehr bekannte Nieder­schlesierin, die von diesem Frank Gottschlich persönlich angegangen wird, „sie habe große Angst“.

Ich teile Ihnen mit, daß ich — und ich bitte gerade Sie um Verständnis — wenn seitens unserer Bundes­lands­mannschaft nicht durch einen rechtlichen Schritt diesem Hetzer Einhalt geboten wird — die Mit­glied­schaft in der Lands­mannschaft Schlesien alsbald beende.

Herr Peter Großpietsch meinte, es sei kein schlechter Gedanke, wenn der Vorstand nach einem Gespräch mit Herrn Minister­präsident Tillich nachsuche. Ich schlage hinzu vor, auch mit dem Ältesten­rat der Landtages des Frei­staates Sachsen sollte schnellstens gesprochen werden.

Es muß diesem Manne untersagt werden, den rest­schlesischen Teil Deutschlands menschen­rechts­verletzend zu diffamieren.

Wie gesagt, wird nichts unter­nommen, trete ich aus, denn ich fühle mich schwer verletzt und als Nieder­schlesier und deutscher Staatsbürger beleidigt.

Vielleicht starte ich eine private Beleidigungs­klage. Politische Klage müßte aber Frau Steinbach und Herr Pawelka führen.


Liebe schlesischen Freunde,

es ist höchste Zeit, daß Schlesier ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 99

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