BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 100  ¦  Mai – August 2012


Selektive Demokratie — Selektive Diktatur

von Erwin Arlt

Die Gründung der BRD und der DDR im Jahre 1949, war das erste politische Anzeichen des sich Auf­rappelns der Deutschen im geteilten und besetzten Deutschen Reich.
Äußerlich weit­gehend in Schutt und Asche, durch Terror- und Moral-bombing der Alliierten, schnauften die Deutschen durch und legten nun überall selbst Hand an (siehe Trümmer­frauen).

Jeder wollte auch persönlich einen Neu­anfang, auch wenn der Mangel an Lebens­mitteln und Waren ganz schlimm, der Mangel an Wohnraum und der Mangel an Arbeits­plätzen noch sehr groß war.
Doch die Hoffnung war berechtigt, daß es wieder aufwärts ging. All’ das galt in einem sehr viel beschei­deneren Maße auch für die SBZ, die sowjetisch besetzte Zone des Deutschen Reiches.

Die Einteilung des besetzten Deutschlands in Besatzungs­zonen hat die Entwicklung sehr unter­schiedlich sich aus­wirken lassen. Jede Besatzungs­macht übte ihre Führung unter­schiedlich aus, auch was die alliierte Propaganda betraf und natürlich die sogenannte „Entnazi­fizierung“.
Spruchkammern etablierten sich in den Westzonen. Sie waren mit Gegnern des 3. Reiches besetzt, aber auch mit Kommunisten. Die Aufgabe, die sie von den Besatzern erhielten, war die Bestrafung aller dem 3. Reich noch wohl­gesonnenen Menschen, es waren ja 13 Millionen Mitglieder der NSDAP.
Man bestrafte mit Hilfe von vorher erstellten Kriterien, auch öfters willkürlich. Da ging es von „Nicht schuldig über Mitläufer, Minder­belastete, über Belastete, bis hin zu Kriegs­verbrechern“ in mehreren Stufen. Von Geld­strafen über Haft­strafen bis zu Zwangs­arbeit war alles möglich. Draufhin gab es einen Eintrag mit den genannten Stufen in die sogenannte „Kenn­karte“, also den Personal­ausweis. Ohne diesen Persil­schein wiederum gab es keine Berechtigung für Lebens­mittel­karten.

Auch das haben die deutschen Menschen über sich ergehen lassen, wurden groß­teils politisch apathisch und interes­sierten sich nur noch für den Wieder­aufbau und das Geld­verdienen. Konrad Adenauer hatte wie die Alli­ierten, eine strenge Ent­nazifizierung vertreten.

Und von Amerika aus wurden Pläne bekannt, von Morgenthau, Hooton, Kaufman und Nizer, die das deutsche Volk auf ver­schiedene Art aus­löschen sollten, aber auch Sebastian Haffner und Ernest Hemmingway hatten dazu ihren Beitrag geleistet.

In der sowjetisch besetzten Zone, der nunmehrigen DDR, der „Deutschen Demo­kratischen Republik“, ging es von Anfang an nur dem Namen nach demokratisch zu, wie in allen damaligen Ost­block­staaten. In der BRD, der „Bundes­republik Deutsch­land“, ging es von Anfang an nicht deutsch zu, es war nicht erwünscht. Aber die „Einheit Deutsch­lands in Freiheit“ wurde verbal und rhetorisch mit Fenster­reden immer wieder gefordert.

Die DDR wiederum, die den Sozialismus-Kommunismus in den Vorder­grund stellte, war aber faktisch bald deutscher, auch weil sie sich von äußeren Ein­flüssen abschloß und die Grenzen immer dichter machte, sozuagen den „Eisernen Vorhang“ immer weiter herunter­zog, bis 1961 der Mauerbau begann und die Grenz- und Sperr­anlagen so per­fektioniert wurden, daß es nur noch in wenigen, spekta­kulären Ausnahme­fällen gelang, diese zu über­winden. Man sprach bei der SED von einem „anti­faschistischen Schutzwall“.

So entwickelten sich beide Teile Deutschlands, West- und Mittel­deutschland, immer weiter aus­einander. Parallel dazu wurden auch die Entwicklungen in ideo­logischer Hinsicht immer konträrer, was dann dazu führte, daß beide Teile Deutsch­lands, BRD und DDR, eine ein­heitliche deutsche Nation verneinten.
Die DDR hing am Tropf des Ostblocks, den Weg bestimmte allein die SED, die wiederum der „große Bruder“ in der UdSSR diktierte.

In der BRD wiederum wurden die Weichen auf Euro­päisierung, Inter­nationali­sierung, Globali­sierung und Multi­kulti gestellt und dies in allen Gremien mehr oder weniger von oben nach unten durch­gedrückt.
Parallel dazu lief auch die Absicherung der hier geschil­derten Politik, durch juris­tische Maßnahmen, die auch alles andere als demokratisch sind und Gesinnungs­justiz Tür und Tor öffnen. Da stehen die Paragraphen 130 ff. Straf­gesetz­buch, die alle 3 Jahre verschärft werden.
Da sind die § 86 und 86 a und andere und verschärfte Demonstrations­bestimmungen, vor allem gegen Rechte. Das alles krönt der sogenannte „Kampf gegen Rechts“, (wo bleibt eigentlich der „Kampf gegen Links“?), der das Ganze mit Millionen Steuer­geldern noch abrundet.

Volks­abstimmungen werden ja bis zum heutigen Tage für alle wichtigen Fragen aus­geschlossen. Der inter­nationali­sierte Bürger soll nur noch über relativ unwichtige Themen örtlicher Art, wie z. B. „Anschaffung neuer Kanaldeckel“ und ähnliches, sein Votum, örtlich begrenzt, abgeben dürfen, über Lebens­fragen des deutschen Volkes, über den EURO, die EU und Massen­einwanderung hält man den Bürger bis heute absichtlich unmündig!

Die 1989/90 sich entwickelnde kleine deutsche Wieder­vereinigung mit Mittel­deutschland wurde schon zu Kohls Zeiten und der CDU eher zu einem wirt­schaftlichen Zusammen­schluß - und zur „eigentlich europäischen Einigung“ herab­gestuft und neutralisiert. Man befürchtete ganz stark eine nationale Besinnung und es war den Regierenden West schon ein Greuel, daß ihnen nach der Parole „Wir sind das Volk“, das „ganz reaktionäre“ „Wir sind ein Volk“ entgegen­schallte.
Das war konträr zu den von den „Bilder­bergern“ uud anderen Geheim­organisationen den Deutschen ver­ordneten Weg.
Leider gelang es den EU-Gleich­machern in allen politischen Gremien bis heute, diese verhängnis­volle Entwicklung undemo­kratisch durch­zuwinken, wie so vieles in diesen Tagen!
Die kastrierten deutschen Bundes­tags­abgeordneten wurden schon soweit entnatio­nalisiert, daß sie bis heute alles abnicken, was die stufenweise Preisgabe der deutschen National­interessen an eine gigantische EU, ohne die Völker zu befragen, laufend betrifft!
Das alles geht einschließlich EU - Transfer und Fiskal­union bis zur Selbst­aufgabe („Bedenken Sie unsere große Schuld!“) bei Deutschland besonders leicht, weil auch nur kleine Abweichungen schon bestimmte Gruppen in Alarm­bereit­schaft versetzen, die bei Bedarf ihre Marter­instrumente 70 Jahre nach Kriegsende sofort ins böse Spiel bringen.
Da ist dann die Rede von Holocaust, Kollektiv­schuld, Kriegs­schuld und angeblich noch immer nicht gezahlter Reparationen und Wieder­gutmachung.
Dazu stehen ihnen zahlreiche bundes­deutsche „Nicht­regierungs­organisationen“ zur Verfügung.

Sie alle rufen dann wie im Chor, welche Politik, welche Zahlungen, in welcher Höhe, sie von der BRD verlangen und das Echo folgt mit wenigen Ausnahmen spätestens am über­nächsten Tag in den weitgehend gleich­geschalteten Massen­medien.
Das ist leider die Wahrheit, die natürlich bei Bedarf abge­stritten wird und der Angriff gleich weiter­geht, indem man die­jenigen, die sich um Alter­nativen bemühen, bei Bedarf zu „Ewig Gestrigen, Neonazis und Rechts­extremisten“ abstempelt.
Es wird also geschickt ideologisch von zwei Seiten her gearbeitet, um die so bequemen Ist­zustände abzu­sichern, indem man diese Politik für alternativ­los erklärt.

Solange also keine Gegen­strategie zu diesem System heraus­gearbeitet wird und trotz Medien­boykott kein Aus­brechen gelingt, werden bei fehlender Opposition, neue Politik­bereiche nicht wirksam in die Öffent­lichkeit getragen werden, können. Vier linke Parteien in der BRD, haben noch immer kein schlag­kräftiges Pendant, da wir eine sektorale Demokratie haben, die sich immer mehr zu einer sektoralen Diktatur hin entwickelt, wenn auch zunächst nur in bestimmten Sparten.

Ich will schließen mit dem Spruch:

Trotzet dem Zeitgeist,
Widerstand ehrt,
Wer allen gefällt,
Ist selten viel Wert.

UDH Nr. 100

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