BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 101  ¦  September – Dezember 2012


Alter Wein in neuen Schläuchen

Diese nette Umschreibung für „Tritt­brett­fahrer“ wähle ich bewußt, um deren Aktivitäten, die ich nicht verstehen kann, sie jedoch akzeptiere, weil jegliches Bemühen vom Gedanken der Hilfe getragen wird (davon gehe ich jeden­falls aus) eine Unter­stützung finden sollte.

Trotzdem, bei so entscheidenden Fragen wie es die Eigentums­frage ist, kann nicht nur viel „Porzellan“ zerschlagen werden — es werden Hoffnungen geweckt, deren Möglich­keiten vor langen Jahren bereits aus­geschöpft wurden.


Nun zu Roß und Reiter!

Vor 22 Jahren hat unser Bund für Gesamt­deutschland unter dem Begriff „Privat-Eigentums-Sicherung (PES)“ deutsche Privat­eigentümer aus den Ost­gebieten des Zweiten Deutschen Reiches aufgefordert und unterstützt, ihre freie Verfüg­barkeit über ihr Privat-Eigentum anzumelden.

Dieser Aufforderung sind einige tausend Betroffene nach­gekommen. Diese Anmeldungen erfolgten von den Eigentümern in eigener Verantwortung mit den vom BGD zur Verfügung gestellten Formularen: Bei den Bürger­meistern der Gemeinde in dem das Eigentum liegt, beim Präsidenten der Republik Polen, bei der Regierung der Bundes­republik Deutschland, dem Bundes­finanz­ministerium usw.

Unterstützend reichte der Bund für Gesamt­deutschland mit der Aktion Privat-Eigentums-Sicherung (PES) Eingaben ein bei: Den drei sieg­reichen Alliierten des Zweiten Weltkrieges (Präsidenten oder/und Monarchen, sowie Parlamente). Bei allen Staaten, die der EU angehörten.

Klartext:
Die Bemühungen der Preußischen Treuhand beim Straßburger Gerichtshof für Menschen­rechte, mit dem Ergebnis vom 07. Oktober 2008, wurden trotz der bekannten vor­herigen Ergebnisse von Herrn Alois Bude und der Erfahrungen die 90 Sudetendeutsche im Dezember 2005 mit dem „Europäische Gerichts­hof für Menschen­rechte“ (EGMR) gemacht hatten, durch­gezogen. Auch die Information durch unsere Zeitung „Unsere Deutsche Heimat“, die wir auf Grund unserer Anfrage vom EGMR erhalten hatten, daß bei einer Klage die Haager Landkriegs­ordnung von 1907 nicht mit heran­gezogen werden würde (die sich übrigens mit der Begründung des EGMR deckt):
hatte die klagende Preußische Treuhand nicht davon abgehalten, es darauf ankommen zu lassen.

Der Unterschied zwischen den Bemühungen vom Bund für Gesamt­deutschland Aktion Privat-Eigentums-Sicherung (PES) und der Preußischen Treuhand besteht in dem sozial­verträglichen Verhalten vom BGD. Während die Kosten für Privat-Eigentümer aus den Ost­gebieten des Zweiten Deutschen Reiches sich für Formulare und Porto, auch wenn die Briefe per Ein­schreiben Rückschein versendet wurden, zwischen 15 und 40 DM betragen haben, mußten bei der Preußischen Treuhand unver­gleichbar höhere Kosten geleistet werden.

Die alten Schläuche sind geblieben,
der neue Wein nennt sich
EBO e.V. Eigentümer­bund Ost.

Der alte Fuhrmann, Prof. Dipl.-Ing. Alexander von Waldow ist als Ehren­präsident des Eigen­tümer­bund Ost (EBO) e. V. geblieben - das neue Zugpferd heißt Lars Seiden­sticker, Präsident des Eigentümer­bund Ost (EBO) e.V.

Neue Besen kehren gut, ist ein geflügeltes Wort. Verbunden damit ist jedoch, daß es weder an den Besen, noch an den Kehrenden liegt, sondern neben dem „neuen Schwung“ mit dem der Besen kehrt auch neue Technik hinzukommt. Wer den Prospekt des EBO zur Hand nimmt findet eine gute Aufmachung dieser Drucksache. - Doch wo ist der neue Wein?

Auf Gleisen, auf denen der Bund für Gesamt­deutschland mit seiner Aktion Privat-Eigentums-Sicherung (PES) den Zug vor langer Zeit angehalten hatte, fährt der EBO munter weiter. Man hätte erwarten dürfen, wenn neue Kräfte ans Werk gehen, daß auch neue Ideen eingebracht würden.

In der Sorge um unsere Freude, die uns seit Jahr­zehnten ver­trauten, können wir dieses hinter­her­laufen und Kosten in einen abgeklärten Prozeß ein­zubringen, nicht hinnehmen.

Mit unseren Über­legungen fangen wir erneut bei 1945 an.

Verant­wortliche und Verursacher für alles, was nach der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht 1945 auf dem Boden des Zweiten Deutschen Reiches geschehen ist, sind die sieg­reichen Alliierten des Zweiten Weltkrieges. In Ihren Gesprächen von Yalta und Potsdam schalteten und walteten sie so, als ob auf dieser Welt zu keinem Zeitpunkt jemals völker­rechtliche Verträge geschlossen worden wären.

Juristisch und moralisch handelten die siegreichen Alliierten wie vor dem 30jährigen Krieg und den Friedens­verträgen von Münster und Osnabrück. Es mag an dem Opium Atombombe gelegen haben, die jegliche Ratio vergessen ließ.

Und trotzdem reichte die Vernunft noch so weit, daß die Ostgebiete es Zweiten Deutschen Reiches
bis zu einem Friedensvertrag unter polnische Verwaltung gestellt wurden.

Wie es im Leben bei allen Streitig­keiten, Verträgen usw ist. Die Verant­wortlichen werden zur Verant­wortung heran­gezogen. - Und dabei bestehen keine Einbahn­straßen, soweit wir interessiert sind in Frieden mit­einander auszukommen. Für die aus ihren Gesprächen in Yalta und Potsdam hervor­gegangenen geschicht­lichen Ereignisse sind die sieg­reichen Alliierten des Zweiten Weltkrieges voll verant­wortlich. Und auch nur diese Alliierten sind im Besitz der Macht um ihre Fehler zu korrigieren.

Das werden diese Staaten von sich aus nicht in die Wege leiten. - Denn sie hatten es in der Hand, ihr Unrecht zu korrigieren. Unsere neue Strategie vom Bund für Gesamt­deutschland Aktion Privat-Eigentums-Sicherung (PES) zielt darauf ab, diese Verant­wortung von den siegreichen Alliierten gemeinsam ein­zufordern. So daß ein jeder vom anderen weiß, diese Forderungen sind an seinen Staat heran­getragen worden.

Wir haben keine Macht - jedoch das Recht auf unserer Seite. Fordern wir es gemeinsam ein!

Horst Zaborowski

Die neuen Formulare sind → auf den Seiten 26 und 27 abgebildet.
Anfordern unter: BGD/Zaborowski
Postfach 33, 06682 Teuchern.


UDH Nr. 101

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