BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 101  ¦  September – Dezember 2012


Unrecht dulden oder Widerstand leisten

Vor über 22 Jahren, am 12. August 1990, beantwor­teten wir, eine Gruppe Deutscher, unter denen neun von zehn Heimat­vertriebe waren, diese Frage mit Widerstand leisten. Die älteren unter uns erinnerten sich an die im Januar 1950 von Waldemar Kraft gegründete Partei Bund der Heimat­vertriebenen und Entrechten (BHE). Wir gründeten an diesem 12. August 1990 in Bonn den Bund für Gesamtdeutschland (BGD). Erin­nerungen an Flucht und Vertreibung, an das in dieser Zeit Erlittene, war auch noch nach 45 Jahren vorhanden. Bei einer größeren Zahl war darüber hinaus die Erinnerung an das zusammen mit den Eltern erlebte Stück Heimat, das Eigentum, zu welchem der Zugang und die freie Verfüg­barkeit auch noch so viele Jahr­zehnte nach Kriegsende verwehrt wurde, gegenwärtig.

Bereits im Jahr nach unserer Gründung wurde die Aktion Privat-Eigentums-Sicherung (PES) tätig. Forderungen der einzelnen Privat­eigentümer mußten aufgelistet werden. Die dazu erforder­lichen Formulare wurden entwickelt, in denen die Eigentums­ansprüche im einzelnen auf­geführt und nach­gewiesen werden konnten. Diese Forderungen des jeweiligen Privat­eigentümers wurden an die den Zugang und die freie Verfüg­barkeit behindernden Ämter in den Ost­provinzen des Zweiten Deutschen Reiches gesandt; viele mit Einschreiben und Rückschein. Gleich­lautende Forderungen wurden vom jeweiligen Privat-Eigentums-Berechtigten an die Bundes­regierung und an das Bundes­finanz­ministerium gesandt. Begleitend dazu wurden vom BGD Privat-Eigentums-Sicherung - Schreiben an Staats­oberhäupter der Staaten gerichtet, die an den Gesprächen in Yalta und Potsdam teil­genommen hatten. Für Öffentlichkeit und Medien wurden unsere berechtigten Forderungen ein „Thema“. In unserer Geschäfts­stelle in Duisburg wurden Auf­zeichnungen durch das öffentliche Fernsehen durchgeführt. Weil bei Aus­strahlung der Sendung die unsere Forderungen belegenden Argumente heraus­geschnitten worden waren und unsere auf Ausgleich gerichteten Ein­lassungen den Hauptteil der Sendung bestritten, hat dies unserem Anliegen mehr geschadet als genutzt.

Bei Regierungs­wechsel in der Bundesrepublik Deutschland wechselten auch die Stellungnahmen der Bundes­regierung mit Aus­wirkungen auf die Behörden. In den ersten Jahren der Antwort­schreiben deutscher Behörden standen Passagen, aus denen zu entnehmen waren, Eigentums­frage haben ihre Berechtigung und werden durch das Völker­recht gestützt. Der „Stimmungs­wechsel“ leitete sich mit Brandts Kniefall in Warschau ein und mündete in Merkels Bestätigung, Rechtsansprüche der deutschen Heimatvertrieben und den Schutz ihres Eigentums durch die Bundes­republik Deutsch­land zu verweigern.

Vom Bund für Gesamtdeutschland wurde beim Europäischen Gerichtshof angefragt, ob bei einer Beratung des Gerichtes die Haager Landkriegs­ordnung von 1907 mit heran­gezogen werden wird. Das Antwort­schreiben war klar und eindeutig. Das Europäische Gericht wird bei der Beratung und Urteils­findung die Haager Land­kriegs­ordnung nicht mit berück­sichtigen.

Diese Stellungnahme wurde in unserer Zeitung „Unsere Deutsche Heimat“ veröffentlicht. Bestrebungen von Trittbrett­fahrern, trotzdem beim Europä­ischen Gerichtshof zu klagen, sind, wie allseits bekannt, gescheitert. Es wurde viel Geld verbrannt.

Zur Zeit ist die zweite Generation der Trittbrett­fahrer sehr bemüht auf dem toten Gleis noch Hoffende mit­zunehmen. Ein Kauf von „Erb­anteilen“ und ähnliche Versprechen bis hin zu dem „diskreten“ Hinweis auf das Testament, bilden den Höhepunkt eines Abgleitens auf ein Niveau nahe der Grenze des Straf­gesetz­buches, in jedem Falle außerhalb von Hilfe und Moral.

Der verständliche Wunsch auf Hilfe, mit der alles geregelt und in die gewünschten Bahnen geleitet wird, ist eine glatte Illusion.

Ehrlich kann nur eine Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden.

Wir vom Bund für Gesamt­deutschland haben mit unserer Aktion Privat-Eigentums-Sicherung (PES) seit über zwanzig Jahren anspruchs­berechtigte Privat-Eigentümer bei ihren Bemühungen, über ihr Privat-Eigentum frei verfügen zu können, begleitet.

Durch den Verrat der Bundes­regierungen, indem diese den Schutz der Bürger, die die BRD und DDR, ohne daß sie je gefragt wurden, mit aufgebaut haben, verweigern, sind wir gezwungen uns an die Verur­sacher für Leid und Entzug der freien Verfüg­barkeit über das Privat-Eigentum zu wenden.

Der Republik Polen ist in den Gesprächen von Yalta und Potsdam keine Hoheit über die Ost­provinzen des Zweiten Deutschen Reiches übertragen worden. Demzufolge sind alle Handlungen der Republik Polen und weiterer Besatzer-Staaten, die über die in der Haager Landkriegs­ordnung von 1907 fest­geschriebenen Artikel hinaus gehen, rechts­unwirksam!

In Verträgen, welche die DDR und die BRD mit der Republik Polen geschlossen haben, kann eine völker­rechtliche Übertragung von Hoheits­rechten des Zweiten Deutschen Reiches nicht vereinbart werden, weil weder die DDR noch die BRD jemals Hoheits­rechte über die Ost­provinzen des Zweiten Deutschen Reiches hatten.

Sie erhalten mit diesem einführenden Schreiben fünf Formular-Sätze. Es werden bewußt alle drei Staaten, die an den Gesprächen von Yalta und Potsdam beteiligt waren, auf einem Schreiben zusammen ange­sprochen, weil sie gemeinsam verant­wortlich sind und dies auch wissen sollen.

Im Gegensatz zu der Aktion Privat-Eigentums-Sicherung bis zum Zeitpunkt des Verrates der Bundes­republik Deutschland, wollen wir Privat-Eigentümer mit dieser Aktion nicht alleine lassen. Der Nachteil in der Vergangen­heit war, daß wir einer­seits nicht von allen Ein­reichern der Ansprüche benach­richtigt worden sind. Wir konnten keine Hilfe leisten, wo es evtl. erforder­lich gewesen wäre.

Unsere gemeinsame Aktion kann unter folgenden Verein­barungen stattfinden:

  1. Sie erhalten vom Bund für Gesamt­deutschland Aktion Privat-Eigentums-Sicherung fünf Formulare auf jeweils vier Seiten.
  2. Beim Ausfüllen der Formulare erhalten Sie Hilfe, ob persönlich oder telefonisch.
  3. Je ein ausgefülltes Formular senden Sie an die jeweiligen Empfänger. An die Alliierten ist Ein­schreiben mit Rückschein zu empfehlen, damit Sie einen Nachweis Ihrer Bemühungen haben.
  4. Ein Formular ist für Ihre Akten.
  5. Ein Formular an den Bund für Gesamt­deutschland Aktion Privat-Eigentums-Sicherung.

BGD-Mitglieder erhalten die Formulare kostenlos, weil sie bereits mit dem Mitglieds­beitrag von 36,00 Euro jährlich und 4,00 Aufnahme­gebühr die Unkosten für Her­stellung und Vertrieb der Formulare von 40,00 Euro über­wiesen haben (einschließ­lich Zeitung „Unsere Deutsche Heimat“). Interessen die sich zu einer Mitglied­schaft nicht bereit finden können, bitten wir um eine Spende in Höhe der Unkosten von 40 Euro.


UDH Nr. 101

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