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2005


Ergänzung zur Rede Prof. Alfred De Zayas

Stellungnahme zur Rede von Prof. Dr. jur. Alfred de Zayas
am 3. Juli 2005 in Nürnberg beim Schlesiertreffen.

Als Staatsbürger des Zweiten Deutschen Reichs begrüße ich jede Stellungnahme, die das Leiden unseres Deutschen Volkes anerkennt. Für Stellungnahmen von Staatsbürgern aus anderen Ländern bin ich und mit mir sicherlich viele Betroffene, ganz besonders dankbar. Deshalb, Professor de Zayas, an dieser Stelle meinen herzlichen Dank für Ihre offenen Worte anläßlich des Schlesiertreffens in Nürnberg.
Wie ich aus Ihrer Biographie entnehmen konnte, sind Sie nach Ende des Zweiten Weltkrieges geboren. Um so mehr bewundere ich Ihre großen Bemühungen, sich die Fakten auch aus der Literatur herauszuarbeiten und dabei der Wahrheitsfindung treu zu bleiben.
Gestatten Sie mir, einem Deutschen aus der Erlebnisgeneration, der seit seiner frühesten Jugend politisch interessiert ist, zu einzelnen Passagen Ihrer Rede eine Stellungnahme:

Diese Passage Ihrer Rede ist eine geschichtlich belegte Tatsache. Sie erweckt bei nicht mit der Materie vertrauten Personen den Eindruck, als ob die Vertragsbrüche der Haager Landkriegsordnung von 1907 durch die Alliierten von diesen als unabwendbar hätten hingenommen werden müssen. Dies trifft aus mehreren Gründen nicht zu. Denn das Streben der Polen, ihr Staatsgebiet bis Berlin und darüber hinaus bis an die Elbe auszudehnen, wurde offensiv von polnischen Offiziellen verbreitet und war den Regierungen der Alliierten bekannt. Daß die Polen, wenn sie in deutschen Gebieten Macht ausüben können, die Autochthonen rücksichtslos vertreiben, war bereits nach Ende des Ersten Weltkrieges bekannt. Aus diesem Grunde hätte die politische und militärische Führung der Alliierten Vorsorge treffen müssen, um ihren Verpflichtungen aus der Haager Landkriegsordnung in jedem Falle nachzukommen.

Ein weiterer Grund, daß die Alliierten sich nicht aus ihrer Verantwortung stehlen können, liegt einmal in der Tatsache, daß sie als Alliierte eine gemeinsame Strategie, was Kriegsführung und ihr politisches Handeln betraf, hatten. Der Beweis dafür sind ihre Konferenzen von Teheran und Yalta. Denn gerade die Vereinbarung, wessen Truppen in welchen Teil des Deutschen Reichs einmarschieren sollten, hatte zur Folge, daß amerikanische Truppen ihren Vormarsch stoppten, um der russischen Armee z. B. die Eroberung Berlins zu überlassen. Auch in den Ostprovinzen des Deutschen Reiches ließen die Westalliierten der UdSSR freie Hand. Aus dieser Tatsache heraus sind die Alliierten in ihrer Gesamtheit für die begangenen Verstöße gegen die Haager Landkriegsordnung von 1907 verantwortlich. Denn sie hatten die militärische Macht, diesen Völkermord an Millionen Heimatvertriebenen zu verhindern.

Zu einer weiteren Passage Ihrer Rede:

Meine Anmerkung:
Die Haager Landkriegsordnung von 1907 stützt diese These nicht. Im Gegenteil. Im Abkommen, betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs, wie die Haager Landkriegsordnung von 1907 juristisch genannt wird, stehen nach Nennung der vertragschließenden Parteien unter anderen folgende Vertragsinhalte:

Alle völkerrechtlichen Abkommen, die nach der HLKO geschlossen wurden, greifen nicht, weil sie nach der Tat abgeschlossen wurden. Nur bei der Tat bestehende Gesetze können bei rechtsstaatlichen Verfahren angewendet werden.

Verständigung kann nur in Freiheit und Wahrheit wachsen.


Haager Landkriegsordnung von 1907

zur Ergänzung Rede De Zayas

Die Haager Landkriegsordnung von 1907 wurde unter vielen anderen von folgenden Staaten unterschrieben. Als für die Verhandlungen verantwortlich wurden von den Staatsoberhäuptern folgende Personen ernannt:

Gegen die nachfolgend aufgeführten Vereinbarungen der Haager Landkriegsordnung von 1907 verstießen die an den Potsdamer Gesprächen beteiligten Alliierten.

Gegen:

In welchem Umfang diese „Verstöße“ erfolgten, hat unsere Erlebnisgeneration am eigenen Leib erfahren. Allen Lesern dieser Zeilen, die sich aus erster Hand informieren möchten, wird empfohlen, Zeitzeugen zu suchen. Vergewaltigte Frauen und Kinder, in den Lagern hungernde Kriegsgefangene in Sibirien oder in den Wasserlöchern bei Rheinberg und Remagen. Geschundene und geschlagene Heimatvertriebene usw.

Horst Zaborowski


BVerfG – 2 BvE 3/04 – 13.12.2005

Vorschaubild BVerfG-Entscheid
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Das Bundesverfassungsgericht wies am 13. Dezember 2005 unter Aktenzeichen 2 BvE 3/04 unseren Antrag, die Bundeskanzlerin zu verpflichten, alle Äußerungen und Handlungen zu unterlassen, die die sich aus der HLKO ergebenden Ansprüche heimatvertriebener Privateigentümer in Frage stellen, einstimmig zurück.

UDH Nr. 76
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