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Freistaat Schlesien


Schlesien spezial

Ein Reisebericht von Wolfgang Maikranz nach dem Beitritt des Vertreiberstaates Polen zur westlichen Wertegemeinschaft EU; in Fortsetzung

1. Teil

Nach zwei Jahren konnte ich nun wieder die Heimat jenseits von Oder und Neiße und Schlesien besuchen. Durch die Euro-Einführung ist ja im teilvereinigten Deutschland alles teurer geworden, besonders das Benzin, dank Herrn Trittin: tanken für die Rente und rauchen für die Gesundheit.

Der erste Eindruck an der Oder-Neiße-Linie in Ludwigsdorf, welcher mich immer wieder mit Unbehagen überfällt, war dieser: keine Zollkontrolle, nur eine kurze Ausweiskontrolle, und schon waren wir in dem von Polen verwalteten deutschen Schlesien. Die Fahrt ging weiter über Bunzlau, Lauban, Greiffenberg, Hirschberg an der Schneekoppe bis in den Großraum Landeshut. Das Besondere an dieser Fahrt in die Heimat war, daß diesmal Freunde aus der Pfalz mitgefahren sind, die schon einmal kurz in Schlesien waren, aber nun noch mehr von meiner Heimat sehen wollten.

Die Reise war auch heuer ein Hilfsgütertransport, weil unsere Landsleute immer noch, obwohl in der EU, Not leiden. Es gibt zwar alles zu kaufen, aber umgerechnet mit ca. 120–200 € im Monat Rente lassen sich gar keine Sprünge mehr machen, besonders, wenn die Menschen alt und krank geworden sind. Doch dazu später.

2. Teil

Die Fahrt, auf z. T. gut ausgebauten Straßen, die hat ja schon Brüssel bezahlt hat, ging zügig weiter. Die Landschaft hat sich, wie auch die Bauernhöfe und die anderen deutschen Liegenschaften, seit 1945 nicht verändert, das heißt: Der Verfall der Gebäude ist auffallend. Hier und da ist ein deutsches Haus innen oder außen renoviert, aber der Großteil der Häuser sieht so aus, wie wir sie 1945–1947 verlassen mußten, und noch viel, viel schlimmer.

Ich frage mich, wie Polen Touristen in ihr Land bringen wollen, wenn sie diese durch dieses heruntergekommene und verfallene Land transportieren müssen Der ortsfremde Besucher merkt es nicht auf den ersten Blick, wenn historische Fassaden gemacht sind, dahinter schaut er bei der Durchfahrt nicht, wo Stützholzbohlen stehen. Dieses ist nicht nur die Meinung eines Schlesiers, der seit Jahren regelmäßig in die Heimat fährt, sondern auch die Meinung der unbedarften mitgereisten Pfälzer.

3. Teil

Das Wiedersehen nach fast 2 Jahren auf einem kleinen deutschen Bauernhof war verständlicherweise groß und mit sehr vielen Gefühlen verbunden. Die Strapazen der Reise fielen wie Schuppen von uns, und wir genossen den ersten Abend in der Heimat mit Wohlgefallen und Dankbarkeit. Die Hilfsgüter wurden am nächsten Tag ausgeladen und waren sehr schnell an bedürftige Deutsche weitergegeben. Es war alles dabei, vom Kochtopf bis hin zur Kinderbekleidung, von Unterwäsche bis zur warmen Weste für den Winter. Und das alles 59 Jahre nach Kriegsende mit Flucht und Vertreibung.

Was hat dieser Sozialismus, Kommunismus und der polnische Chauvinismus nur in unserem deutschen Schlesien angerichtet? Siehe hierzu besonders die Vertreibungsdekrete der polnischen Regierung, die bis heute aufrechterhalten werden, obwohl es die Menschenrechte und die Vereinbarungen des internationalen Völkerrechts gibt. Das EU Land Polen hält widerrechtlich die Vertreibung aufrecht. Das wird noch Probleme geben.

UDH Nr. 70
(Fortsetzung nächste Ausgabe)

4. Teil

von Wolfgang Maikranz

Polen macht touristisch denselben Fehler wie Frankreich vor Jahrzehnten. Im Kloster Grüssau z.B. konnten wir auf keiner der in polnischer Sprache geschriebenen Tafeln erkennen, von wann bis wann dort auf dem Gelände und warum eigentlich fotografieren verboten ist. Auch der „Klostermanager“ konnte uns das nur in wortreichem polnisch erklären, was wir natürlich nicht verstanden. Tourismusnote 6. Die Fremdsprachen werden gemieden.

Frankreich hatte seinerzeit den Touristen nur französischsprachige Speisekarten vorgelegt, so daß der Touristenstrom schließlich über die Pyrenäen ging, weil man dort viersprachige Speisekarten, Hotel- und Touristikinformationen vorfand.

Jetzt kann man vielleicht noch miterleben, wie im EU-Land Polen die ersten 1000 Menschen verhungern, die wegen ihrer (umgerechnet) 200 Euro Monatsrente im kommenden Winter nur die Wahl zwischen Verhungern oder Erfrieren haben werden. Der polnische Rundfunk hat berichtet, daß Schulkinder während des Unterrichtes vor Hunger ohnmächtig wurden, weil sie Zuhause kein Frühstück hatten, und eine Lehrerin eine Sammlung für Kinder durchgeführt hat, damit diese ein Frühstück bekommen.

UDH Nr. 71
(Fortsetzung nächste Ausgabe)

5. Teil

von Wolfgang Maikranz

UDH Nr. 72


Der ostdeutsche Treck


Polendank:

Das polnische Dank-Telegramm vom 5. November 1916 an den Deutschen Kaiser enthielt den Satz:
“Ohne Deutschland wäre Polen verloren gewesen“.

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polnischer Ausweisungsbefehl aus Bad Salzbrunn vom 14.7.1945

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UDH Nr. 72
Schlesien-Archiv

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