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Vorgeschichte


Sudetengebiete kein Erstgeburtsanspruch

Es gibt keinen tschechischen Erstgeburtsanspruch auf Böhmen, Mähren und Schlesien

Auf die Sudetengebiete, das Sudetenland, haben die Tschechen vor allem historisch nicht den geringsten territorialen Anspruch. Mit dem tschechischen Vermögens- und Landraub des Sudetenlandes 1945 und dem Vertreibungsholocaust »wurde am Ostrand des deutschen Sprachraumes eine Siedlungskultur unterbrochen, die im Falle Böhmens, Mährens und Schlesiens in ununterbrochener Folge zwei Jahrtausende gedauert hatte.« (Karl H. Schwind: „Das Ur-Altreich der Sudetendeutschen und Schlesier“ in: Rolf-Josef Eibicht / Anne Hipp: „Der Vertreibungsholocaust. Politik zur Wiedergutmachung eines Jahrtausendverbrechens“, Riesa 2000, S.103). Zu den tschechischen Geschichtslügen stellt Karl Heinz Schwind weiterhin fest: „Bereits im 15. Jahrhundert, als mit den Hussiten und Taboriten ein völkisches Erwachen der Tschechen erkennbar geworden war, hatten diese erstmalig in den Sudetengebieten versucht, einen territorialen Anspruch zu erheben. Was damals nicht gelingen konnte, das bewirkten 500 Jahre später zwei verlorene Weltkriege und eine Reihe Irritationen, Desinformationen und Manipulationen in der Geschichtsdarstellung. Der aus dem Boden gestampfte tschecho-slowakische Staat, in den man auch die dreieinhalb Millionen Sudetendeutschen gepreßt hatte, erklärte diese zu Staatsbürgern minderen Rechts, die angeblich zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert von tschechischen Fürsten als Immigranten (Einwanderer) und Kolonisten ins Land gerufen worden wären. Mit dieser Geschichtslüge hatte Prag die »moralische Grundlage« zur Hand für den Hinauswurf der angestammten Bevölkerung.“ K.H.Schwind, ebd.S.103).
Klar weist Schwind auf die tschechische „Kolonisationslüge und andere Unwahrheiten in der tschechischen Nationalgeschichte“. Er zitiert zur Bewertung hier äußerst treffend Bert Brecht mit dem Zitat: „Wer die Wahrheit nicht weiß, ist bloß ein Dummkopf — wer sie aber weiß und dennoch Lügen spricht, der ist ein Verbrecher.“ Dieser Bewertung ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!. Glasklar ist folglich, so auch Schwind, daß wir schon im „Jahre 1991 das 2000jährige Jubiläum der Besiedlung der böhmisch-mährisch-schlesischen Gebiete durch Germanen (feiern konnten), die sich mit den dort schon 400 Jahre länger anwesend gewesenen keltischen Bojern zu den heutigen Sudetendeutschen gemischt haben.“ (Karl H. Schwind, ebd., S. 103/104).

Daraus folgt: Es gibt also keinen tschechischen Erstgeburtsanspruch auf Böhmen, Mähren und Schlesien; ganz im Gegenteil! So bemerkte auch treffend, und Schwind weist zentral darauf hin, der deutsch-jüdische Landesarchivdirektor aus Brünn, Prof. Dr. Bertold Bretholz: „Das deutsche Volk in Böhmen und Mähren ist nicht zurückzuführen auf eine spätere Kolonisation, sondern auf uralte, durch nichts unterbrochene Ansässigkeit zuerst germanischer, dann deutscher Stämme“. (Schwind, a.a.O., S. 107). Es war eben eine der äußerst zahlreichen eiskalten Lügen, wenn der tschechische Staatsgründer und Staatspräsident Tomáš G. Masaryk Ende 1918 verkündete, „daß die von den Deutschen bewohnten Gebiete ihre (der Tschechen) Gebiete seien und daß die Deutschen nur als Immigranten (Einwanderer) und Kolonisten ins Land gekommen seien, womit ihre staatsrechtliche Stellung ein für allemal festliege.“ In seinem Werk sudetendeutsche Kulturleistungen (München 1978, Seite 15) schreibt Viktor Aschenbrenner unter anderem: „Durch die Sprachwissenschaft ist die Annahme bestätigt worden, daß von den germanischen Völkern, die in Böhmen, Mähren und Schlesien wohnten, bei der Völkerwanderung zumindest Reste zurückgeblieben sind. Mancher tschechisch scheinende Name ist germanischen Ursprungs. Es sei hier nur erwähnt, daß beispielsweise der slawisch scheinende Bergname ›RIP‹ auf althochdeutsch ›rip‹ zurückgeht, wofür in der deutschen Übersetzung der Dalimilschen Chronik lautgerecht der Name ›reif‹ erscheint. Ebenso sind manche Flußnamen, die etwa auf ›-awa‹ enden, nicht slawisch, sondern auf ahd. ›ahwa‹ zurückgehend (Schwarzawa=Swartahwa, was Schwarzwasser bedeutet). Die sprachwissenschaftliche Forschung von Prof. Dr. Ernst Schwarz gibt für das ganze Siedlungsgebiet Aufschluß und läßt weitgehende Schlüsse auf den Siedlungsvorgang der Sudetenländer zu.“ Und auf Seite 63 seines Werkes stellt er fest: „Die zahlreichen Wechselwirkungen mit dem (Deutschen) Reich und seinen geistigen Strömungen sind unverkennbar und auch naheliegend, heißt es doch noch in der Merian-Chronik zum Lande Böhmen im 17. Jahrhundert, daß Böhmen ›von altersher zu Teutschland gehöre‹. Daß Böhmen im 19. Jahrhundert noch dem Deutschen Bund als österreichisches Kronland angehörte, ist vielfach in Vergessenheit geraten.“
Nun, der Vertreibungsholocaust von 1945 durch das tschechische Vertreiberregime mit seiner anhaltenden Raubsicherungspolitik war ja nicht neu im tschechischen Umgang mit den Sudetendeutschen.

Die Bestialität hatte ja Vorläufer und Methode. Schon der tschechische Hussitismus und die Hussitenkriege (1419-1436) in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts arteten in eine politische Bewegung aus, „die sich immer mehr in einem reinen Deutschenhaß erschöpfte und in einem regelrechten Vernichtungskrieg gegen alles Deutsche mündete. (…) Diese langen (Hussiten)-Kriege wirkten sich letztlich alleine gegen die Deutschen aus. Sie ... wurden für alles verantwortlich gemacht, sie wurden oft auf mörderische Weise so stark dezimiert und radikal tschechisiert, daß die Verluste nicht mehr ausgeglichen werden konnten. Es raste wie bei der Vertreibung der fanatisierte Pöbel. Das flache Land war total verarmt, 1.500 Dörfer verschwanden ganz und viele Städte wurden zerstört. Die Deutschen waren von da an 200 Jahre lang praktisch rechtlos, ihre Sprache war verboten wie vor der Vertreibung im Jahre 1945. Viele Orte im rein deutschen Sprachraum wurden tschechisch und blieben es für immer. Im Landesinnern wurde das Deutschtum ganz ausgerottet.“ (Rudolf Meixner in: Geschichte der Sudetendeutschen, Nürnberg 1983, Seite 43 und 44).

Zu gleichen diabolischen Reaktionen waren jedoch die Deutschen gegenüber den Tschechen weder bereit noch in der Lage; als der tschechische Volksteil unter den „außerordentlichen Verhältnissen und Folgen des unseligen dreißigjährigen Religionskrieges litt und in eine verschwindende Minderheit geriet. Er erlebte in politischer, wirtschaftlicher, kultureller und sprachlicher Hinsicht einen noch nicht dagewesenen Tiefstand. Eine die Kultur tragende tschechische Intelligenz gab es nicht mehr. Der Adel war dem Volk entfremdet. Jeder, der etwas auf sich hielt, sprach deutsch und fühlte auch so, obwohl die tschechische Sprache zu keiner Zeit verboten war, wie z.B. die deutsche nach den Hussitenkriegen. Dennoch gebrauchten sie nur noch Dienstboten, Handwerker und Bauern. Der Volkstod war im Dunkel der Gegenreformation greifbar nahe gerückt. Die Tschechen nannten die Zeit ›temno‹, Finsternis, dunkle Zeit. Aber zu diesem Volkstod kam es nicht. Denn der Habsburgerstaat hat den Bestand seiner Völker weitgehend geschützt. Er hat keine, von den Tschechen so gern vorgeworfene Eindeutschung betrieben, sondern ihr systematisch entgegengewirkt, daß es bald zu einer nationalen tschechischen Wiedergeburt kam, die alle Erwartungen übertraf und an der die Deutschen bald mehr teilhatten als die Tschechen selbst. … Hätte der Habsburgerstaat hier das Tschechentum so brutal unterdrückt und germanisiert wie die Tschechen die Sudetendeutschen in der Hussitenzeit verfolgt hatten, wäre nicht viel von dem relativ kleinen Volk übriggeblieben. (Rudolf Meixner, ebd., Seite 52/53)

Und erinnern wir uns, daß der tschechische Universitätsprofessor Josef Pekar glasklar erkannte, „daß die Tschechen und Slowaken ihre abendländische Kultur allein den Deutschen zu verdanken hätten“. Und erinnern wir uns, daß der tschechische Staatsgründer Tomáš G. Masaryk noch 1895 sich zu dieser Auffassung von Prof. Pekar bekannte und die Deutschen als die Lehrmeister der Tschechen bezeichnete. Glasklar ist auch, daß die Tschechen schon von jeher den Deutschen ihren wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritt zu verdanken haben. (Vgl. u.a. Rudolf Meixner, hier a.a.O., Seite 85).
Und so gab es keine einzige tschechische Stadt (mit Ausnahme von Tabor), die nicht von Deutschen gegründet worden wäre.

Die Höchst- und Spitzenleistungen sudetendeutscher Hochkultur sind allseits bekannt — oder? Noch als deutsche Stadt wurde Prag die ›Kunstkammer Europas‹ genannt. Durch die Musik wurde Böhmen das ›Conservatorium Europas‹ (die Akademie oder Hochschule Europas für Musik) genannt. Und vergessen wir nicht, wenn die Massenaustreiber mit ihrer anhaltenden Raubsicherungspolitik dieses eine ›Lidice‹ betonen.
Für uns Sudetendeutsche gab es hunderte und tausende sowie abertausende Lidices!!!

Das Sudetenland kann nicht allein den Tschechen überlassen bleiben, und die Sudetendeutschen bleiben draußen vor der Tür. Unmöglich! Für uns sollte es Auftrag und Verpflichtung sein, wie es J.W. Goethe im Faust zum Ausdruck brachte: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen!“ Nur durch einen historischen Ausgleich und Kompromiß können Sudetendeutsche und Tschechen zu einer wirklich tragfähigen und dauerhaften europäischen Friedensordnung beitragen. Es geht auch um die Menschenrechte der Sudetendeutschen. Davon lassen wir nicht.

Rolf-Josef Eibicht

UDH Nr. 65




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Im Jahre 1921

polnischer Aufstand in Karf 1921

Ein Bericht aus dem Jahre 1921 — während des polnischen Aufstandes in Karf.

An einem Tag des Jahres 1921 in Karf/Oberschlesien fuhr Vater in der Straßenbahn. Es kam ein deutscher Soldat in deutscher Uniform und setzte sich neben meinen Vater. Mein Vater war sprachlos! Er sagte flüsternd zu dem Soldaten: Wohin wollen Sie denn, noch sogar in deutscher Soldatenuniform? Fahren sie sofort zurück, sonst kommen Sie nicht mehr zurück. Wissen Sie denn nicht, was hier los ist? Bitte fahren Sie sofort zurück!...Der Soldat sagte zu meinem Vater: „Ach, so schlimm kann es doch nicht sein — ich habe hier ein Mädchen — ich habe hier gewohnt — die hat mich eingeladen — ich sollte sie mal besuchen.“

Mein Vater war ratlos, denn er kannte die Situation. Der Soldat ließ sich nicht zurückschicken...So sagte mein Vater: Bitte, dann geben Sie mir die Adresse von Ihrem Vater — die Eltern wohnten in Düsseldorf. Er gab meinem Vater seine Adresse aus Düsseldorf. Mein Vater hat seinem Vater dann geschrieben und von dem Ereignis erzählt. Das verlief so...: Das Mädchen … die Polin … holte den Soldaten an einer der nächsten Haltestellen ab...gleich mit zwei polnischen Insurgenten (aufständische Polen), die ihn an das offengeschaufelte Grab hinter die Ziegelei führten. Dort wurde der deutsche Soldat sofort erschossen und in seiner Uniform begraben.

Der Vater des Soldaten schrieb meinem Vater dies alles. Er war uns auch besuchen, da Leute, die aus Oberschlesien stammten, ja zur Abstimmung nach Oberschlesien kommen mußten. Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie der Vater des Soldaten ausgesehen hat, da ich damals neun Jahre alt war. — Der Soldat liegt noch heute hinter der Ziegelei begraben. Die Ziegelei war uns Kindern nicht unbekannt, da sie stillgelegt war und wir Kinder mit den Eltern oft dahin spazierengingen.


Liebe Freunde,
dieser Bericht belegt, daß bereits 1921 Polen Grausamkeiten verübten. Von diesem ermordeten Soldaten über die 1939 in Ostpreußen auf den Feldern durch polnische Reiter ermordeten deutschen Bauern bis zu den zweieinhalb Millionen ermordeten deutschen Flüchtlingen 1945 verläuft eine Linie. Was haben wir zu erwarten, wenn die Polen in der EU sind?

Horst Zaborowski


Schlesien-Archiv

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