BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.63 (1. Quartal 2003)

Auszug


Freiheit für Finnland

Vor 85 Jahren

13. April 1918 — Deutsche befreien Finnland

Am 6. Dezember 1917 erklärte Finnland seine Unabhängigkeit von Rußland. Diese wurde jedoch international nicht anerkannt. Nur das Deutsche Reich erkannte die Souveränität Finnlands an. Als Verhandlungsergebnis von Kaiser Wilhelm II. schlossen beide Länder schließlich am 7. März 1918 einen Sonderfrieden.

Doch die junge finnische Republik war in Gefahr. Nach der Machtübernahme der Bolschewisten in Rußland, versuchten diese nun auch in Finnland eine sozialistische Revolution herbeizuführen, nicht zuletzt, um sich Finnland als zukünftige Sowjetrepublik einverleiben zu können. Bereits im Januar 1918 hatten die Kämpfe zwischen den bürgerlichen Gruppen Finnlands und den Bolschewisten begonnen. Die finnische Hauptstadt Helsinki fiel schnell in die Hände der Roten Garden und damitin die Hände der Bolschewisten.

Doch das Deutsche Reich war bereit, die junge Republik gegen den Bolschewismus zu verteidigen. Geführt von General Rüdiger Graf von der Goltz landete am 3. April 1918 ein deutsches Hilfskorps in Stärke einer Division unter dem Schutz der Seestreitkräfte in Hanko im finnischen Meerbusen. Gemeinsam mit antibolschewistischen Truppen des finnischen Generals Carl Gustav Emil Freiherr von Mannerheim griffen die Deutschen die Industriestadt Tampere an. Die 25.000 Aufständischen ergaben sich bereits drei Tage später. Der Fall von Tampere war für die Roten Garden ein militärisch vernichtender Schlag. Seine Folge war der Zusammenbruch der aufständischen Fronten im ganzen Land. Zum gleichen Zeitpunkt begann der Vormarsch der deutschen Soldaten auf Helsinki. Zusätzlich landete ein weiteres deutsches Hilfskorps, das in Reval eingeschifft worden war, am 7. April in der Nähe der finnischen Hauptstadt. Am 13. April 1918, sechs Tage später also, eroberten die deutschen Einheiten gemeinsam mit den Truppen des finnischen Schutzkorps Helsinki und vertrieben die Roten Garden aus der Stadt. Finnland war nun dank deutscher Hilfe wieder frei und ist dies bis heute auch geblieben.

Patric Cremer

Diese Darstellung der Ereignisse von vor 85 Jahren erlaubt Rückschlüsse, warum Finnland im Zweiten Weltkrieg treu zum Deutschen Reich gestanden ist. Wobei wir uns dankbar erinnern sollten, daß auch viele Kämpfer gegen den Bolschewismus aus den Staaten ihr Leben einsetzten, die der Alliierten Propaganda erlegen und Deutschland in den Rücken gefallen waren.

Horst Zaborowski


Vor 80 Jahren

11. Januar 1923 — Kampf ums Ruhrgebiet

Französische und belgische Truppen mit einer Truppenstärke von etwa sechzigtausend Mann marschieren am 11. Januar 1923 ins Ruhrgebiet ein und besetzen die Städte Gelsenkirchen und Essen. In den folgenden Tagen wird die Besatzung auf ein Großteil des Industriereviers an der Ruhr sowie auf Gebiete am Rhein ausgeweitet. Das besetzte Gebiet reicht im Norden bis zur Lippe, im Osten bis Dortmund und Lünen und endet im Süden zwischen Ruhr und Wupper.

Der Einmarsch der französischen und belgischen Truppen ist die Reaktion der beiden Länder gegen das Ausbleiben überfälliger Reparationszahlungen, die Deutschland seit dem Versailler Diktat von 1919 zu zahlen hat. Frankreichs Premierminister Raymond Poincaré sieht mit dieser Besetzung die Chance, Deutschland nachhaltig zu schwächen und die politischen Voraussetzungen für das Zurückdrängen der deutschen Grenze an den Rhein zu schaffen. Zuvor schon hatte Frankreich Separatisten im Rheinland unterstützt, die am Rhein eine selbständige Republik ausrufen wollten.

Reichskanzler Wilhelm Cuno ruft nach der Besetzung die Bevölkerung zum passiven Widerstand auf. Daraufhin verweigern die Bewohner der besetzten Städte jegliche Zusammenarbeit mit den Besatzern. Bei Auseinandersetzungen mit den Besatzern kommen insgesamt 123 Menschen ums Leben, 150.000 werden ausgebürgert. Die deutsche Regierung unterstützt den Widerstand im Ruhrgebiet mit Sachleistungen in Milliardenhöhe. Zudem werden sämtliche Reparationszahlungen bis auf weiteres eingestellt. Doch bis zum 14. Juli 1925 halten die Alliierten an der Besetzung fest, obwohl sich das Unternehmen selbst durch den passiven Widerstand der Deutschen als wirtschaftlicher Fehler entpuppt hatte.

Patric Cremer

Leider bin ich kein Zeitzeuge dieser Ereignisse, weil erst 1926 geboren. Jedoch aus den Erzählungen von meinem Vater mit seinen Kollegen weiß ich, daß er selbst und viele andere an diesem Widerstand teilgenommen haben. Diesen Widerstandsgeist muß ich aus den Erzählungen verinnerlicht haben; dies ist mir beim Lesen des Artikels von Herrn Cremer bewußt geworden. Die Alliierten des Zweiten Weltkrieges wiederholten nicht die „Fehler“ der Alliierten des Ersten Weltkrieges. Sie besetzten kurzerhand das gesamte Staatsgebiet des Zweiten Deutschen Reiches. Demokratische Entwicklungen, wie diese sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Zweiten Deutschen Reich entwickelt hatten (und zur Weimarer Verfassung führten), ließen sie erst gar nicht zu. Sie brauchten deshalb auch nicht, wie die Franzosen und Belgier, ins deutsche Land einzuziehen, sie blieben einfach von Anfang an bis heute im Lande. Wurde 1923 noch vorwiegend Kohle ohne jegliche Erfassung der Mengen abtransportiert, begann ab 8. Mai 1945 eine Ausplünderung unvorstellbaren Ausmaßes. Nicht nur unvorstellbar, sondern auch nicht beweisbar, weil wie 1923 keinerlei Aufzeichnungen erfolgten. Im Grunde genommen wurde alles abtransportiert, wobei der Spruch „was nicht niet- und nagelfest war“ weit übertroffen worden ist — denn es wurde praktisch alles abtransportiert — Maschinen — ganze Werksanlagen — Eisenbahngeleise — Schiffsladungen voller Konstruktionsunterlagen und Patente — deutsche Forscher (ohne deren Wissen die Weltraumfahrt der Alliierten sich um Jahrzehnte verzögert hätte) — Beschlagnahme der gesamten privaten Vermögen von Personen und Firmen — Beschlagnahme der Auslandsvermögen des Zweiten Deutschen Reiches. Weitere Aufzählungen müssen aus Platzgründen unterbleiben.

Besonders beachtenswert ist, daß der, der um 1923 das Rheinland vom Deutschen Reich abtrennen wollte [], nach 1945 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland geworden ist. — Also nicht nur das Ruhrgebiet, sondern das gesamte Deutsche Reich wurde vereinnahmt. Die Haager Landkriegsordnung von 1907 wurde ignoriert. Das Staatsgebiet des Deutschen Reiches wurde nicht nur geographisch, sondern auch strukturmäßig den Wünschen der Alliierten gemäß gestaltet und aufgeteilt. Der Raub, den die Franzosen und Belgier von 1923–1925 begingen, wurde nach 1945 über Jahrzehnte „gestreckt“.

Bis auf den heutigen Tag zahlt nun bereits die dritte deutsche Generation — und ein Ende ist nicht abzusehen. Es sind nicht nur die materiellen Güter, die aus dem Deutschen Volk herausgepreßt werden — zerstörender auf unser Volk und Staat wirkt sich die Manipulation der Gehirne der deutschen Menschen aus. Die Zerstörung des deutschen Brauchtums, der Sprache, der Lebensgewohnheiten, ganz einfach der deutschen Kultur. 1923 leisteten Deutsche passiven Widerstand — es ist an der Zeit, sich der eignen Kraft bewußt zu werden.

Horst Zaborowski

UDH Nr. 63

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