BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 63  ¦  Januar – März 2003


Austritt aus dem Zentralrat der vertriebenen Deutschen

Christa Thoma
28.12.2002

Sehr geehrter Herr Jeschioro!
„Die Frage der Ostgrenze spiele keine Rolle“ , sagte Jeschioro. “Diese löse sich durch ein vereintes Europa von selbst.“

Diesen Satz haben Sie, Herr Jeschioro, in der Görlitzer Stadthalle bei einer Veranstaltung des Zentralrates der Vertriebenen gesagt, laut Bericht in Ihrem Mitglieder-Rundbrief.

In der Nr. 48 der Zeitung Der SCHLESIER steht wortwörtlich derselbe Bericht — bis auf den einen verhängnisvollen Satz. Das ist doch merkwürdig. Mit diesem Satz haben Sie all das Gute, was Sie bisher gesagt und geschrieben hatten — wir waren sehr dankbar dafür — zunichte gemacht.

Ich kann daher nicht mehr Mitglied des Zentralrates bleiben und erkläre hiermit meinen Austritt.


Unser Bund für Gesamtdeutschland hat seit seinem Bestehen viele Freunde unterstützt, die einen Aufgabenbereich im Kampf um unser Recht übernommen haben, da der BGD aus organisatorischen Gründen und personellen Gründen nicht auf allen Feldern volle Wirkung erzielen kann.

So war es auch mit dem Zentralrat der vertriebenen Deutschen. Die Gründungsversammlung wurde von mir am 26. Februar 1995 in Stuttgart geleitet. Der BGD veröffentlichte in unserer Zeitung Unsere Deutsche Heimat Nr.22 auf [⇒] Seite 16 die Satzung des Zentralrates der vertriebenen Deutschen. Die Aufgabe des Zentralrates der vertriebenen Deutschen sollte, wie der Name es schon zum Ausdruck bringt, sein, mit allen Gruppierungen der Vertriebenen zusammenzuarbeiten. Leider war die Zusammenarbeit nicht besonders erfolgreich. Besonders gegen den BdV wurde ein Konfrontationskurs gesteuert. Dies wurde vom BGD nicht mehr unterstützt, jedoch toleriert. Der in der Görlitzer Stadthalle von Herrn Jeschioro geäußerte Satz (siehe oben bei Frau Thoma) verstößt gegen die Satzung § 3 XI …„Er erstrebt die Wiederherstellung der deutschen Verwaltung in den Ostgebieten des deutschen Reiches in seinen völkerrechtlichen Grenzen auf friedlichem Wege.“

Die Reaktion von Frau Thoma auf diesen Verstoß gegen die Satzung wird vom BGD voll unterstützt. Der Bund für Gesamtdeutschland unterstützt keine Organisationen, die die Zielsetzung ihrer Gründung verlassen haben.

Auch die Vereinigung der durch den Grenzvertrag (Gebietsabtretungsvertrag) vom 14. Nov. 1990 Geschädigten wurde mit Hilfe von Mitgliedern des BGD am 01.11.1992 in Münster gegründet.

In den ganzen Jahren wurde die VGG vom BGD unterstützt. Als versucht worden war, die Zielsetzung der VGG zu ändern, unterstützte ich Herrn Metzner und trat in den Vorstand der VGG ein. Die eingereichte Klage wurde von mir als dem stellvertretenden Vorsitzenden der VGG mit unterschrieben.

Der Klageweg über alle nationalen und internationalen Instanzen wurde vom BGD begleitet. Der Klageweg ist erschöpft. Es besteht somit keine Klagemöglichkeit mehr für die Organisation VGG.

Jeder, auch jedes Mitglied der VGG, kann als Einzelperson weiterhin klagen. Mitglieder und Freunde des BGD stellen die Mehrheit der Mitglieder der VGG. Es wäre sinnvoll, daß die Betreuung auch der übrigen VGG Mitglieder durch den Bund für Gesamtdeutschland erfolgen würde.

Weil Herr Metzner nicht mehr zu erreichen ist (krank?), wurde von mir aktiven Mitgliedern der VGG viermal der Vorschlag unterbreitet, daß der BGD dem von der VGG verfolgten Weg in seiner Organisation weiterhin eine Möglichkeit eröffnet.

Der letzte konkrete Vorschlag:

Der BGD richtet gemäß seiner Satzung einen Arbeitskreis Recht ein. In diesem Arbeitskreis wird das weitere Vorgehen der VGG-Interessen koordiniert. VGG-Mitglieder, die dazu bereit sind, werden BGD-Mitglieder. Diese neuen BGD-Mitglieder gründen einen Kreisverband Münster. Das Vermögen der VGG wird von diesem Kreisverband Münster übernommen.

Leider wurde dieser Vorschlag des BGD auf der auch in der letzten Ausgabe unserer BGD-Zeitung Unsere Deutsche Heimat, auf Seite 29 [] angekündigten Mitgliederversammlung vom 28. Dezember 2002 den Versammlungsteilnehmern nicht vorgelegt.

Ich hoffe, daß Einsicht einkehrt. Die von Herrn Dr. Schütz und Herrn Metzner mit der VGG verfolgten Ziele können ernsthaft nur vom BGD weiterverfolgt werden.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 63

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