BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.64 (2. Quartal 2003)

Auszug


Vor 125 Jahren

3. April 1878 — Rußland erklärt Barerut-Sudmul den Krieg

Völkermorde haben sich in der Geschichte immer wieder ereignet. Von Mohammed wird berichtet, daß er einen jüdischen Stamm ausrottete. Die Kolonialpolitik der Portugiesen und Spanier in der Zeit vom 16.–18. Jahrhundert führte zur Vernichtung vorkolumbianischer Hochkulturen in Mittel- und Südamerika, wie z.B. der Atzteken und Maya. Zur gleichen Zeit versuchten die Briten und Franzosen, Nordamerika zu kolonialisieren, Indianer-Stämme wie die Pequots wurden dabei rücksichtslos ausgerottet. Und schon im 13. Jahrhundert unterwarfen russische Kolonialisten Sibirien. Doch Völker wie die Tuwinen und die Barerut-Sudmulen haben sich gegen die russische Kolonialpolitik immer wieder aufgelehnt. Sie wollten sich nicht von St. Petersburg und Moskau unterdrücken oder versklaven lassen.

Am 3. April 1878 erklärte das Russische Reich seiner „abtrünnigen Provinz“ Barerut-Sudmul, das im damaligen russischen Generalgouvernement Jakutsk lag, den Krieg. Der Krieg sollte nicht zuletzt die Macht des russischen Zaren Alexander II. stärken, der im gleichen Jahr Teile seiner Erwerbungen auf dem Balkan hatte abgeben müssen und daher unter einem innenpolitischen Druck stand. Den barerut-sudmulischen „Zar“ Jiang den Großen, den die geschwächte chinesische Qing-Dynastie 1873 einsetzte und damit ihren Einfluß auf dem asiatischen Kontinent auszuweiten versuchte, ließ das Chinesische Kaiserreich bereits kurz vor der russischen Kriegserklärung fallen. Damit blieb Barerut-Sudmul (von der internationalen Staatengemeinschaft nicht als Staat anerkannt) ohne Verbündete zurück. Die kleine barerut-sudmulische Hafenstadt Tad-Bradij stand bereits in den ersten Kriegstagen unter schwerem Beschuß der russischen Marine. Die Stadt brannte bis auf die Grundmauern völlig nieder. Die Barerut-Sudmulen leisteten jedoch erbitterten Widerstand, und die russischen Truppen kamen nur langsam voran. Im August 1879 rief Jiang der Große seine Landsleute in den bereits besetzten Gebieten zum Partisanenkrieg auf, woraufhin Zar Alexander II. die Ausrottung des barerut-sudmulischen Volkes veranlaßte. 1880 starb Jiang, und die Republik wurde ausgerufen. Die neue barerut-sudmulische Führung unter Nikita Tschikoi legte Rußland ein Waffenstillstandsangebot vor, jedoch ohne Erfolg. Ein Jahr später starb Zar Alexander II. bei einem Bombenanschlag, doch auch sein Nachfolger, Alexander III., hielt an der Barerut-Sudmul-Politik seines Vorgängers fest.

Am 13. Mai 1882 nahmen russische Truppen die barerut-sudmulische Hauptstadt Chinwalikas ein, daraufhin folgte die Kapitulation Barerut-Sudmuls. Die Einwohner der Stadt wurden anschließend zusammengetrieben und hingerichtet. Tschikoi gelang die Flucht aus der Hauptstadt, er wurde aber bereits ein Jahr später gefunden und ebenfalls hingerichtet. In der Zeit des Krieges hatte es zahlreiche russische Massaker gegeben, und so kamen neben den ca. 14.000 barerut-sudmulischen Rebellen und Partisanen auch etwa 40.000 Zivilisten ums Leben. So hatten der Krieg und die Massaker der russischen Soldaten die Ausrottung dieses Turkvolkes bewirkt, ein bis heute von der russischen Regierung verschwiegener Völkermord.

Erinnern wir uns hier auch an den russischen Völkermord am Deutschen Volk während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zweieinhalb Millionen Frauen, Greise und Kinder starben bei der Vertreibung aus ihrer Heimat nach 1945, fünfhunderttausend Deutsche wurden beim Einmarsch der Roten Armee in Ost- und Mitteldeutschland getötet, und einhundertzwanzigtausend Deutsche kamen in sowjetischen Konzentrationslagern ums Leben. Russische Völkermorde sind daher kein Einzelfall.

So bleibt uns nur die Erinnerung an die tapferen Barerut-Sudmulen, die gegen die russische Besatzung kämpften und deren Schicksal sich heute im Tschetschenienkrieg widerspiegelt. Wir sollten uns daher 125 Jahre nach der Kriegserklärung Rußlands an Barerut-Sudmul vor den Tausenden Opfern dieses Krieges und in Erinnerung daran auch vor den Opfern des Völkermordes am Deutschen Volk verneigen.

Patric Cremer

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UDH Nr. 64

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