BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.65 (3. Quartal 2003)

Auszug


Bankrotterklärung der 68er

Die öffentliche und die veröffentlichte Meinung in der BRD beweisen nur eins, die 68er haben ideologisch und in der praktischen Politik vollkommen versagt. Jetzt, wo sie ihre Blütenträume in der Tagespolitik durchgesetzt, den Staatsapparat beherrschen, den „Altersruhestand“ vor Augen haben — beginnt das große Flattern. Die Substanz, die Grundwerte des Deutschen Volkes, wurde von ihnen verändert. Ihre Visionen verflüchtigten sich. Ob es ihre eigenen Visionen waren oder im vorauseilendem Gehorsam nachgeplapperte Wünsche der Alliierten des Zweiten Weltkrieges, es ändert nichts daran, daß sie die von den 45er Quislingen begonnene Eliminierung des Deutschen Reiches und Volkes perfektioniert und bis an den Rand des Unterganges vorangetrieben haben.

In diesen Tagen und Wochen folgt ein weiterer Akt der Entmündigung und Beraubung des Deutschen Volkes. Unter dem Vorwand, die Kosten zu senken, wird gnadenlos abgezockt.

Eines ist richtig, wenn der Lebensunterhalt für immer mehr Menschen in der BRD nur noch von wenigen in die Sicherungssysteme Einzahlenden aufgebracht werden muß, wird die finanzielle Belastung der Einzahlenden zu groß. Nur — was sind die wahren Gründe für diese Entwicklung? Der viel zitierte demographische Faktor? Rechnerisch gesehen ist dieses vorgebrachte Argument folgerichtig. Die vorgesehenen Maßnahmen sind es nicht.

Der demographische Faktor wirkt sich auf eine von Versicherten aufgebrachte Leistung immer aus, ganz gleich, ob die die Leistungen einsammelnde Stelle staatlich ist oder eine Privatversicherung. Die staatliche „Sammelstelle“ hat den Vorteil, nicht noch Dividenden für Aktionäre erwirtschaften zu müssen.

Zur Darstellung der Gesamtsituation gehören neben der Ist-Beschreibung Rück- und Ausblick. Auf Bismarck, einen der wenigen deutschen Staatsmänner, fußt die heutige Sozialversicherung. Nur — als Bismarck dieses Sozialwerk schuf, hatte der Großteil der deutschen Familien drei und mehr Kinder. Die Abtreibung und damit Tötung einer halben Million Menschen jährlich im Mutterleib war in dieser Zeit unvorstellbar. Die 68er Parole „Mein Leib gehört mir“ war auch damals eine Binsenwahrheit. Gleichzeitig war ein natürliches Empfinden bei den Frauen vorhanden. Sie waren „sich ihrer Verantwortung für den Weiterbestand des Volkes bewußt. Sie sahen in ihren Kindern die Lebensversicherung“ für ihr Alter und folgten dem Urtrieb aller Geschöpfe auf dieser Welt, der Erhaltung ihrer Art.

Den 68er Ideologen blieb es vorbehalten, einen Zeitgeist zu installieren, der diese Naturgesetze mißachtend den deutschen Menschen vorspiegelte, losgelöst von jeglicher Verantwortung, dem augenblicklichen Lustgefühl sich hingebend, in den Tag hineinleben zu können.

Die Zeiten sind endgültig vorbei, in denen ein Mensch allein auf der Welt wie ein Einsiedler überleben kann. Als Folge bildeten sich Lebensgemeinschaften gegliedert nach Familien, Gemeinden, Ländern und Staaten eines Volkes. Das Deutsche Volk kennt schon aus den Zeiten seiner Vorfahren, den Germanen, diese Lebensgemeinschaften. Aus diesem Grund bildete sich Wohlstand, der den Feinden des Deutschen Volkes seit eh und je ein Dorn im Auge war. Einer der Grundzüge der Deutschen ist die Treue. Folgerichtig daraus ist auch das Vertrauen. Leider wurde dieses Vertrauen in die Menschen im Laufe der Geschichte in vielfältiger Weise mißbraucht. Um diesem Mißbrauch ein moralisches Mäntelchen umhängen zu können, entstanden in anderen Völkern die Ausdrücke „Treudeutsch“ oder in Anspielung auf die blauen Augen der Germanen auch „blauäugig“.

Weil es richtig ist, daß wir nur in einer Gemeinschaft überleben können, müssen folgerichtig auch alle in dieser Volksgemeinschaft Lebenden ihren Teil zum Erhalt der Gemeinschaft beitragen. Die Sozialgesetze besagen, daß ein jeder in Deutschland zum Sozialamt gehen kann und Anspruch auf das zum Überleben Notwendige hat, auch jeder, der gestern noch Millionär war und heute mittellos ist. Darum müssen die Sozialsysteme vorschreiben, daß auch ein jeder Staatsbürger in diese Sozialsysteme einzuzahlen hat. Darüber hinaus kann jeder sich freiwillig versichern.

Von entscheidender Bedeutung ist, daß die Sozialsysteme dem Zugriff des Staates entzogen werden. 1919 raubte die Inflation die Sozialsysteme aus, 1946 wurde durch die Währungsreform das Vermögen reduziert, 1990 wurde mit dem Vermögen der Sozialsysteme die „Deutsche Einheit“ finanziert (und nicht aus der Portokasse des Herrn Kohl). Leider vergessen unsere Landsleute, wer für die Kosten des Zusammenschlusses von BRD und DDR verantwortlich ist — es sind die Alliierten des Zweiten Weltkrieges, die sich über das Völkerrecht hinwegsetzten und unser Vaterland teilten.

Diese Rechnung kann in einem Friedensvertrag präsentiert werden.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 65

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