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BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.67 (1. Quartal 2004)

Auszug


Die Maut

Die Maut stammt aus längst vergangenen Zeiten, als Duodezfürsten, Raubritter und Wegelagerer unter Waffengewalt den Reisenden den Wegezoll (= Maut) abpreßten. Offenbar fühlt man sich heute wohl in der geistigen Gemeinschaft mit den Erfindern der Maut! Man lamentiert zwar über den Verlust von ein paar Millionen EURO wegen technischer Pannen bei der Einführung; die riesigen Milliarden-Verluste, die die bisherige Weigerung aus Brüssel uns bescherte, nimmt man nicht zur Kenntnis.

Tatsächlich ist die Maut in Deutschland völlig überflüssig. Der Straßenbau ist mehr als vollständig durch die besonders hohe Mineralölsteuer vorfinanziert. Beweis: Die letzen Erhöhungen dieser Steuer wurden zur Rentensanierung verwendet und nicht in den Straßenbau gelenkt. Zudem führte die sogenannte „Ökosteuer“ auch nicht zu geringerem Treibstoffverbrauch, wie behauptet, im Gegenteil, der Mineralölverbrauch ist sogar leicht angestiegen. Weiterhin nimmt mannicht zur Kenntnis, daß parallel zur Maut politische und technische Entwicklungen ablaufen, die für die Zukunft nichts Gutes verheißen.

Zunächst zum technischen Fortschritt: Ariane-Raketen schaffen die Voraussetzungen für Systeme, die nicht nur der Navigation dienen (Galiläo), sondern auch zur Überwachung (Maut) verwendet werden können. Zur Zeit entwickelt man Programme, die Galiläo und GPS (amerikanisches System) miteinander verbinden. Auch auf anderen Gebieten gibt es Erstaunliches zu berichten. Da existieren bereits mehrere Firmen in Deutschland, die in Hunden oder Katzen kleine Chips verpflanzen, die den Aufenthaltsort des entlaufenen Tieres anzeigen und andere Informationen weiterleiten, wie Name und Adresse des Tierhalters usw. Der berühmt berüchtigte Geheimdienst „Mossad“ soll seinen Auslandsagenten bereits Erkennungszeichen, Paß- und Personaldaten implantiert haben. So ein Spion kann also seinen Paß nie mehr verlieren! Aus Amerika hören wir, daß hinfälligen Personen bereits Krankheitsbilder, Krankheitsverlauf, Medikamentenbedarf und Personalien implantiert werden. So kann man hilflose oder bewußtlose Menschen einfach scannen (wie die Waren im Supermarkt), und man weiß sofort, woran man ist.

Diese reiskorngroßen Micro-chips werden in Windeseile implantiert. So eine Verpflanzung dauert bei Mensch und Tier nicht einmal 10 Sekunden! In Zukunft werden dank der Nanotechnik nur noch winzige Goldplättchen verwendet, die alle Personendaten, Bankkonten, Kredite, Käufe, Strafen und Ortsveränderungen aufzeichnen und via Satellit eine ausgezeichnete Überwachung gewährleisten.

Soweit zur technischen Seite; die politischen Entwicklungen sind nicht weniger atemberaubend:

Man will einfach nicht zur Kenntnis nehmen, daß die LKW-Maut als Testfall und Initialzündung für eine lückenlose und unbarmherzige Überwachung und Kontrolle aller Menschen in Europa und anschließend weltweit gedacht ist. So wird in Brüssel auch unumwunden zugegeben, daß Planungen, Richtlinien und Gesetze schon weit über die LKW-Maut hinausgehen. Diese Maut ist ohnehin erst für das Jahr 2004 vorgesehen. Anschließend im Jahre 2010 wird die Pkw-Maut eingeführt.

Diese Art von Maut wird allerdings weit umfangreicher sein als die LKW-Maut. Die Pkw-Maut umfaßt Zulassung, Versicherung, Steuer, Zwangsbremsung bei Geschwindigkeitsüberschreitung, Ahndung und Registrierung von Verkehrsübertretungen sowie Abbuchung der Strafe vom Konto. Im Jahre 2020 sollen dann alle Menschen, also nicht nur die Autofahrer, in das sogenannte Sicherheitssystem einbezogen werden. Dieser letzte Schritt wird mühelos über das bestehende Antidiskriminierungsgesetz (Vorbild Amerika) erreicht.

Schlußfolgerungen:
Wenn wir nur das technisch Erreichte und das politisch Geplante miteinander verbinden, können wir einen Blick in eine entsetzliche Zukunft werfen. Alle Europäer und anschließend die gesamte Menschheit erhält bei Geburt ein Nanoplättchen. Über Satellit ist dann endlich die vollkommene Kontrolle erreicht. Die schöne, neue „Eine Welt“ ist in greifbare Nähe gerückt, ein alter Traum überstaatlicher Mächte wird dann endlich in Erfüllung gehen. Für uns, die Beherrschten, bleibt nur die Hoffnung, daß noch viele Pannen die Lkw-Maut heimsuchen werden und noch viel mehr Pannen die Pkw-Maut erschüttern, vielleicht stürzt auch mal ein Satellit ab oder irgendein Volk steht dagegen auf.

Speziell für uns Deutsche stellt sich die überaus erregende Frage: Wie lange müssen wir noch auf einen Politiker warten, der auch einmal Nein zum ganz normalen Brüsseler Wahnsinn sagt? Denn dann könnte die Maut zum Prüfstein werden: Freiheit oder Sklaverei.

Siegfried Neubacher


UDH Nr. 67

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