BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.72 (1. Quartal 2005)

Auszug


Das Deutsche Reich von 1268 bis heute

Ich sehe die Gesamtentwicklung nicht nur mit Blick auf Polen. Die polnische und tschechische Selbstsicherheit wären null, wenn die französische und britische Ermutigung fehlten. Den Franzosen geht es seit Jahrhunderten um die Vorherrschaft in Europa und den Engländern um das europäische Gleichgewicht der Kräfte (nicht zu viele Deutsche). Unser geographisches Schicksal ist es, viele Nachbarn zu haben, von denen sich noch jeder als Sieger fühlt und uns wie Besiegte behandelt.

Deutschland hat durch Frankreich drei entscheidende Niederlagen hinnehmen müssen.

  1. Die Enthauptung des noch ungekrönten Kaisers Konradin durch die Franzosen 1268 in Neapel, wonach bei uns die kaiserlose, die schreckliche Zeit folgte und sich die Schweizer verselbständigten.
  2. Die Aufteilung des Reiches auf Frankreichs Druck in über 300 Staaten 1648 nach dem 30jährigen Krieg, begleitet vom Abfall der Niederlande vom kaiserlichen Gebiet und die bedingungslose Kapitulation und Zerschlagung Deutschlands 1945. Vorausgegangen war 1918 die Aufteilung der habsburgischen Monarchie in Nationalstaaten mit deutschen Minderheiten, das Anschlußverbot des zu entdeutschenden Sudetenlandes an Österreich sowie das 1945 wiederholte Anschlußverbot Österreichs an Deutschland. Keiner darf sich dort ungestraft zu gut für Deutschland äußern. Die Franzosen haben selber Lothringen, Elsaß und Luxemburg entdeutscht und sehen ein solches Vorgehen auch gern bei den Polen, Tschechen und in Südtirol. Ich bemerke mit Sorge, wie im Fernsehen neuerdings (z.B. der Hinterseher) unverständlich steirisch oder schweizerisch gesprochen wird, um nach Luxemburger Art eine dem Deutschen ausländische Sprache vorzutäuschen, obwohl dort jedes Schulkind reines Hochdeutsch sprechen kann. Wir haben nämlich Nachbarländer, in denen man Deutschland so sehr liebt, daß es möglichst viele Deutschländer geben sollte. De Gaulle noch hat den Rhein als die Wunschgrenze Frankreichs bezeichnet. Lange war Frankreich in der Zange zwischen Deutschland und Spanien, die einen gemeinsamen habsburgischen Kaiser hatten. Der Türkenvorstoß bis Wien 1683 soll nach Fernsehberichten die französische Ermutigung gehabt haben. Wien, damals österreichische und deutsche Hauptstadt, sollte fallen. Als Folge von 1648 entstanden deutsche Teilkönigreiche. Preußen, das 1683 die Abtretung Straßburgs an Frankreich entschied, konnte zu einer gegen den eigenen Kaiser kriegführenden Macht werden.
  3. 1939 hat der englische sogenannte Blankoscheck („wir helfen Polen, gleich, wer den Krieg beginnt“) die Polen zum Größenwahn gereizt. Die Massenbombardierungen und Vertreibungen dienten der Verminderung der Zu Vielen Deutschen. Die Wegnahme der Ostgebiete ist als ständiger Stachel im deutschen Fleische gedacht. So ist es.

Die Amerikaner verdamme ich weniger. Viele wissen gar nicht, wo Deutschland liegt. Es sind dort die Geldsäcke, die diese Kriege brauchten. Etlicher Deutschenhaß wird in unseren Nachbarländern (besonders England) wachgehalten. Die Thatcher reiste nach dem Ende des Kommunismus gleich nach Prag, um ein neues Bündnis gegen Deutschland vorzuschlagen. Großserbien wollten die Franzosen und Engländer gern erhalten, zwecks erneuter Einkreisung Deutschlands, wenn nicht die Amis (aus Furcht, daß die Russen bis an die Adria kämen) eingegriffen hätten.

Wer in unserem Lande die Richtung vorgibt, ist schwer zu durchschauen. Das Wort deutsch spielt keine große Rolle, nur das Gewinnen von Wahlen. Jetzt höre ich, daß Herr Meisner, ein vom Papst ernannter Kardinal der christlichen Kirche, der immer die Nächstenliebe predigt, auf weltliches Geheiß abtreten soll.

Meine Hoffnung ist, daß das deutsche Proletariat abschmilzt und bessere Schul- und Hochschulbildung mehr urteilsfähige Wähler ergibt. Ich denke oft darüber nach und beobachte viel.

Josef Schuh


UDH Nr. 72

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