BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat Nr.77 (2. Quartal 2006)

US–Imperium vor dem Zerfall?

Iran-Konflikt — die gleiche Masche wie bei den Öl-Lampen und seit 1776

30.4.2006

Seit 1775 führten die USA mindestens zweihundert Kriege. Von einem zusammengewürfelten wilden Haufen, der die indianischen Ureinwohner ausrottete bis zu der Weltmacht Nr. 1 führte ein konsequenter Weg über Krieg, Blut und Tränen. In der gesamten Entwicklung wurde die Schuld an den Kriegen jeweils den andern Ländern zugeschoben. Zumindest im 19. Jahrhundert kam hinzu, daß diese Schuldzuweisungen planmäßig vorbereitet und unter Inanspruchnahme aller möglichen Medien in der Weltöffentlichkeit verbreitet wurden. Die Regierenden der USA sind Meister der Täuschung. Die in den Medien verbreiteten Gründe, warum die USA sich genötigt sehen, mit militärischen Mitteln die Interessen ihres Landes und der Bevölkerung zu schützen, stellten sich nach dem Kriegsgang jeweils als unwahr heraus.

Die Gründe für die derzeitige Lage des deutschen Volkes sah ich bisher in der Gründung des Zweiten Deutschen Reiches unter von Bismarck 1871. Der Anspruch auf ein Reich mit einem Kaiser hatte sicherlich Neider hervorgerufen, und die Politik von Wilhelm II., besonders nachdem er Bismarck entlassen hatte, wenig diplomatisch und vertrauensselig auf die Bande der Geburt und des Standes setzend, verschärfte die politische Lage in Europa.

Nachdem ich mir vorliegendes Material ausgewertet habe, sehe ich die Gründe für den Zerstörungswillen gegenüber dem deutschen Volk bereits im Jahre 1784. In diesem Jahre wurden das Verbot und die Auflösung des Illuminatenordens (ein absolut konspirativer Geheimbund, gegründet 1776 von A. Weishaupt in Ingolstadt) durch den Kurfürsten von Bayern angeordnet. In Deutschland bestehen nachweislich seit 1736 Logen.

Unter dem Strom der Massenauswanderung vieler Deutscher nach Amerika in den 40er bis 90er des 18. Jahrhunderts befanden sich auch Freimaurer und nach dem Verbot des Illuminatenordens 1784 ausgewanderte Illuminaten. Sie fanden in Amerika Freunde vor. Unter den sechsundfünfzig Unterzeichnern der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 befanden sich fünfzig Freimaurer. Von den sich zu dieser Zeit in Amt und Würden befindenden 29 Generälen Washingtons waren 20 Freimaurer. Welche Machtpositionen Freimaurer in Amerika bereits in den Gründerjahren innehatten, wird dadurch ersichtlich, daß von den 55 Mitgliedern der konstituierenden Nationalversammlung 50 Freimaurer waren. Alle 13 Gouverneure, die 1776 die Union bildeten, waren ebenfalls Freimaurer. Die Illuminaten aus Bayern fanden in den USA Brüder im Geiste. Und es ist zu vermuten, daß sie das durch den Kurfürsten von Bayern im Jahre 1784 auferlegte Verbot nicht vergessen haben und ihren Einfluß in den Freimaurerlogen der USA nutzten, um das Land, das ihnen diese „Schmach“ zugefügt hatte, ihre Macht fühlen zu lassen.

Von hier aus geht ein „Roter Faden“ durch die Geschichte der USA bis zur Gründung des Staates Israel. Die Politik der USA danach in Gegenwart und Zukunft orientiert sich weiter an dem genannten „Roten Faden“. Betrachten wir Ereignisse, die wir, weil wir in dieser Zeit gelebt haben, beurteilen können.

Ein Staat wird in das Kalkül der USA aufgenommen. Es wird überprüft, ob die Lage des Landes, seine wirtschaftliche Kraft und die in diesem Staat lebenden Menschen unter welchen Bedingungen in die Interessen des Staates USA eingebunden werden können. An Hand vierer Staaten ist die vor beschriebene Vorgehensweise der USA nachweisbar: Das Zweite Deutsche Reich, Afghanistan, Irak, Iran.

Das Zweite Deutsche Reich

Es liegt geographisch in der Mitte Europas. Das deutsche Volk ist zahlenmäßig das größte in Europa (wenn wir nur die Russen berücksichtigen, die im europäischen Teil des zweitkleinsten Erdteils wohnen). Es hat die größte Wirtschaftskraft in Europa (wenn wir die Wirtschaften der Kolonien der anderen europäischen Staaten außer Betracht lassen). Es wurde von einer Monarchie regiert.

Und hier nehmen wir den „Roten Faden“ auf. Die Illuminaten wurden durch einen Monarchen, den Kurfürsten von Bayern, verboten. Der deutsche Hochadel war und ist mit dem europäischen Hochadel eng verknüpft.

Bereits in ihrer durch den Kongreß am 4. Juli 1776 gegebenen Unabhängigkeitserklärung verkünden die Vereinigten Staaten unter anderem den Anspruch: “… Wir halten die nachfolgenden Wahrheiten für klar an sich und keines Beweises bedürfend, nämlich: daß alle Menschen gleich geboren; daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind; daß zu diesem Leben Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit gehöre; daß, um diese Rechte zu sichern, Regierungen eingesetzt sein müssen, deren volle Gewalt von der Zustimmung der Regierten herkommt; daß zu jeder Zeit, wenn irgend eine Regierungsform zerstörend auf diese Endzwecke einwirkt, das Volk das Recht hat, jene zu ändern oder abzuschaffen, …“ — und bekunden damit: 1. Daß die von ihnen verkündeten Wahrheiten keines Beweises bedürfen. 2. Daß ein Volk das Recht hat, eine Regierungsform abzuschaffen. Diese Passagen konstruieren eine Berechtigung zur Abschaffung der Monarchie; so wie diese neben Großbritannien auch im Zweiten Deutschen Reich Staatsform war.

Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten muß auf dem Hintergrund der Befreiung von den europäischen Kolonialmächten gesehen werden. Die Hoheit über diese Territorien erstritten einzelne europäische Mächte, obwohl zu dieser Zeit Einwanderer aus der ganzen Welt diese Gebiete besiedelten und die Autochthonen aus ihrer Urheimat vertrieben. Die Unabhängigkeitserklärung weist bereits damals die ganze Anmaßung und Hinterhältigkeit aus, die die USA für ihre „Freiheit“ in Anspruch nahmen und bis heute nehmen. Sie nehmen für sich das Recht in Anspruch, ihr Leben staatlich so zu organisieren, wie sie es in der Unabhängigkeitserklärung darlegen. Dies gleiche Recht verwehrten sie jedoch den Ureinwohnern, den Indianern.

Mit dem Seekrieg gegen Frankreich 1798 bis 1800 schloß die Periode ab, die als Verteidigung der eigenen Territorien und Lebensvorstellungen (Demokratie) gesehen werden kann. Ab dem ersten Berberkrieg 1801 bis 1805 begann die „Weltbeglückung“ durch die USA. Der Sprung ins Herz Europas bot sich am 6.4.1917 mit dem Eintritt in den Krieg gegen das Zweite Deutsche Reich. Mit dem 14-Punkte-Programm von US-Präsident Woodrow Wilson vom 8. Januar 1918 wurde die Grundlage gelegt, in die Politik auf dem europäischen Kontinent dominant einzugreifen. Mit der gesteuerten Novemberrevolution, dem Matrosenaufstand am 28.–31.10.1918 in Kiel, wurde der Sturz der Monarchie im Deutschen Reich eingeleitet. Damit war die „Schmach“ der Illuminaten von 1784 getilgt. Nur war dies kein Endpunkt, sondern der Beginn der (endlosen?) Unterdrückung des deutschen Volkes.

Obwohl 1918 die Waffen schwiegen, wurde mit der Hungerblockade der Krieg gegen die Zivilbevölkerung des Deutschen Reiches fortgesetzt. Mehrheitssozialisten Ebert, Scheidemann, Landsberg und der Unabhängige Haase sowie Dittmann und Barth bildeten am 9.11.1918 den Rat der Volksbeauftragten und gleichzeitig die vorläufige Regierung…

Sie einigte sich, nachdem der Kaiser nach Holland gegangen war, mit der Obersten Heeresleitung (v.Hindenburg) über die geordnete Rückführung der deutschen Truppen. Das deutsche Heer war somit der ordnende Faktor im Deutschen Reich. Ihm ist es zu verdanken, daß die Planung der USA, im Zusammenspiel von Hungerblockade und angezettelter Revolution ein Chaos zu bewirken, mißlang.

Sie blieben jedoch am Ball. Der Widerstand gegen das Versailler Diktat wurde von allen Parteien der Weimarer Republik mitgetragen. Die im Versailler Vertrag auferlegten Belastungen verhinderten einen geordneten Aufbau der Weimarer Republik.

Eine weitere Chance, den „Roten Faden“ einzupflanzen, bot sich den USA im Kräftespiel zwischen dem Kommunismus und Nationalsozialismus. Weil der Kommunismus eine Weltideologie vertrat, die nicht dem System der USA entsprach, wurde der Nationalsozialismus unterstützt. Ob erst bei diesen Überlegungen oder bereits seit früherer Zeit die Vision entstand, die von Adolf Hitler in seinem Buch Mein Kampf geschilderte Antipathie gegen Juden zur Gründung eines Staates Israel zu nutzen, ist nicht bekannt. Bekannt ist jedoch, daß die NSDAP noch im Januar 1933 größere Geldsummen aus den USA erhalten hat. Somit wurde von den USA eine politische Kraft unterstützt,die den Juden im Deutschen Reich zumindest das Leben in ihrer geschäftlichen Entwicklung schwer zu machen gedachte. Ob die Spinne mit dem „Roten Faden“ so weit gedacht hat, um selbst über die Bedrohung des Lebens der Juden im Deutschen Reich ein Faustpfand zu erhalten, um einen Staat Israel zu errichten, kann nur von Geschichtsschreibern geklärt werden, die ungehinderten Zugang zu den Archiven in Washington eines Tages erhalten werden.

Festzuhalten ist heute bereits, daß eine politische Kraft, eine politische Führungsperson im Deutschen Reich von den USA ausgesucht worden ist, um diese durch Geldzuwendungen und wer weiß, wodurch noch, zu beeinflussen, bestimmte Handlungen zu unternehmen. Und daß die Handlungen des Reichspräsidenten Adolf Hitler nicht immer zweckmäßig waren, läßt sich an Hand folgender Ereignisse festmachen: Beim Westfeldzug wurde den eingekesselten britischen Streitkräften ein Durchgang zur Flucht über den Kanal geöffnet. Beim Ostfeldzug wurde der Oberbefehlshaber des Ostheeres, Generalfeldmarschall v. Brauchitsch, am 19.12.1941 abgesetzt; Hitler übernahm den Oberbefehl. Gemäß Artikel 47 der Weimarer Verfassung war er Oberbefehlshaber. Der Grund zur Absetzung war die Forderung v. Brauchitschs, den Vormarsch auf Moskau zu stoppen und eine Verteidigungsstellung aufzubauen. Die Winterzeit sollte nach v. Brauchitsch dazu genutzt werden, Winterkleidung sowie Munition und weiteres erforderliches Material heranzubringen. Die Verluste bis zum 1.12.1941 betrugen: 162 314 Tote, 33 334 Vermißte und 571 767 Verwundete = 24% der Heeressollstärke.

Eine weitere kriegsentscheidende Fehlleistung (wenn dies dann eine war): Hitler untersagte der 6. Armee und Teilen der 4. Panzerarmee (22 Divisionen, und rumänische Verbände, insgesamt 330 000 Mann), nachdem der am 12.12.1942 von Südwesten unternommene Entsatzversuch fehlgeschlagen war, den aussichtsvollen Ausbruch der 6. Armee aus dem Kessel von Stalingrad, obwohl ihm bekannt war, daß bereits am 10.9.1942 die Verluste des Ostheeres auf 1,64 Millionen Mann (51% der Heeressollstärke) angestiegen waren. Daß der Befehlshaber der 6. Armee, Paulus, nicht Manns genug war, um seine Verantwortung für die ihm anvertrauten Soldaten selbst gegen den „Führerbefehl“ durchzusetzen, ist auch eine der verhängnisvollen Verhaltensweisen.

Aus welchen Gründen auch immer Hitler Selbstmord begangen hat, sei dahingestellt. Er hat mit dieser Handlung dem deutschen Volk in dieser Situation einen Dienst erwiesen. So konnte im Frühjahr 1945 nur die deutsche Wehrmacht zur Kapitulation gezwungen werden, nicht das Deutsche Reich. Eine Kapitulation des Deutschen Reiches hätte gemäß der Weimarer Verfassung, Artikel 45, nur der Reichspräsident unterschreiben können, und dieser lebte mit dem Tode Hitlers nicht mehr. Die irrige Ansicht, daß der Reichspräsident Hitler Großadmiral Dönitz zum Reichspräsidenten ernannt hätte, ist nach der Weimarer Verfassung nicht möglich. Die Ernennung von Großadmiral Dönitz zum Reichskanzler erfolgte gemäß Artikel 53 der Weimarer Verfassung. Der Reichspräsident konnte nur gemäß Artikel 41 der Weimarer Verfassung vom ganzen deutschen Volk gewählt werden.

In ihren Gesprächen in Teheran, Yalta und Potsdam hielten sich die Alliierten mit Kleinigkeiten, wie dem Völker- und Staatsrecht, erst gar nicht auf. Der Wille der USA nach nun 169 Jahren den „Roten Faden“ endlich im Herzen Europas, dem Deutschen Reich, zu verankern, wurde konsequent mit aller Härte umgesetzt. Wie nach dem Ersten Weltkrieg, so wurde auch 1945 das bewährte Mittel der Hungerblockade einge setzt. Reparationen erfolgten ohne jedwede Vereinbarung willkürlich und ohne Beurkundung. Es wurden alle Auslandsvermögen des Deutschen Reiches beschlagnahmt, alle Patente und Verfahren sowie das gesamte Gold. Aus dem Reich wurde weiterhin alles abtransportiert, was nicht „niet- und nagelfest“ war. Fabrikanlagen im Westen und selbst die Eisenbahnschienen im Osten. Aus der laufenden Produktion die Kohle im Westen und Uran im Osten.

Die einsetzenden Spannungen zwischen den ehemaligen Alliierten USA und UdSSR zwangen die USA, nach Wegen zu suchen, um das menschliche Kapital (das deutsche Volk) aktiv für ihre Ziele einzusetzen. Mit der Londoner Schuldenkonferenz vom 28.2. bis 8.8.1952 fanden sie einen Weg, die Wirtschaft in Deutschland anzuschieben. Über das geraubte Eigentum des Deutschen Reiches wurde auf dieser Konferenz nicht gesprochen. Die USA verstanden es, alle Konferenz-Teilnehmer zum teilweisen Verzicht ihrer Forderungen zu bewegen. Ihr wesentliches Argument war bezeichnenderweise die Einsicht, daß durch die hohen Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg dem Nationalsozialismus in Deutschland der Weg geebnet worden war.

Diese Einsicht war nur vorgeschoben, um die anderen Gläubiger-Länder zu bewegen, dem teilweisen Schuldenerlaß zuzustimmen. Hier eine Stimme die dies belegt: [Aus Friedel Hütz-Adams (Argentinien in der Schuldenkrise)]
„… Treibende Kraft bei den Verhandlungen war die USA: Die BRD sollte als Grenzstaat zu kommunistischen Regimen politisch und wirtschaftlich gestärkt werden. Zudem hoffte die USA, Deutschland werde wieder eine Armee aufbauen und damit die in Korea kriegführenden Amerikaner in Europa »entlasten«. Auch sollte die wieder wachsende deutsche Wirtschaft die Produktion ausbauen und damit einen Teil der potentiell inflationsfördernden Güterlücke auffüllen, die durch die erneute Umstellung von US-Fabriken auf Rüstungsgüter entstanden waren…“

Wesentliche Überlegung der USA, die Bundesrepublik Deutschland international kreditwürdig zu machen, war die dem deutschen Volk aufoktroyierte Unterstützung des Staates Israels. Dazu wurde auch teilweise der von Finanzminster Fritz Schäffer von 1952 bis 1956 angesparte „Juliusturm“ mit Höchststand von 4,02 Milliarden DM herangezogen.

Alle Zahlungen der BRD an Israel entlasteten den Haushalt der USA. Die Investitionen mittels Zahlung großer Geldmengen 1933 an die NSDAP hat sich für die Spinne mit dem „Roten Faden“ gelohnt. Damit diese Anzapfung des vom deutschen Volk erarbeiteten Volksvermögens auch weiterhin erhalten blieb, wurde die Umerziehung mit größtmöglichem Raffinement unter Einsatz aller Möglichkeiten der modernen Kommunikation fortgeführt. Und wenn die Bereitschaft, diese Anzapfung weiterhin zu dulden, erlahmte, wurde die eingeplante Keule mit den Konzentrationslagern geschwungen.

Jede politische Kraft, die sich in der BRD mit dem Ziel bildete, die eigenen nationalen Interessen angemessen ins Spiel zu bringen, wurde von den zu USA-Anhimmlern Umerzogenen unterwandert. In ihrem Bestreben, „das liebe Kind in der Welt zu sein“, vergeudete die politische Klasse der BRD das in sechzig Jahren erarbeitete Volksvermögen. Die BRD ist pleite und kann den Deutschen, die Tag und Nacht und dies den ganzen Monat über (wir hatten im E-Stahlwerk einen freien Tag im Monat) das Volksvermögen unter dem Motto „Wir schaffen das Bruttosozialprodukt“ erarbeiteten, ihre Renten nur durch Aufnahme neuer Schulden zahlen.

Der Schuldenstand zur Zeit 1.508 Billionen Euro. In jeder Sekunde entstehen 2.473 Euro neue Schulden.
Diese Schulden stehen nicht nur auf dem Papier. Sie werden durch die Beteiligungen von US-Firmen in der BRD abgesichert. Für den Fall, daß der 50fach überzeichnete US$ seine Stellung als Weltleitwährung verliert, hat die USA mit dem Einkauf durch „wertlose“ Dollars in die deutsche Wirtschaft ihr Schäfchen im Trockenen. Der deutsche Arbeiter darf dann für US-Firmen zu den US-Sozialbedingungen weiterarbeiten. Das heißt, er muß in drei Jobs gleichzeitig arbeiten, um zu überleben. Die deutschen Firmen, die ihren Export in die USA oder in andere Staaten auf Dollar-Basis abwickeln, werden beim Eintritt des Tages X Konkurs anmelden müssen. Und dieser Tag X wird kommen. Die Frage ist nicht nur wann, sondern auch durch welchen Anlaß. Es kann ein Weltkrieg sein, der nach dem augenblicklichen Stand der hochtechnischen Vernichtungswaffen die Erde für Menschen unbewohnbar machen kann. Oder die iranische Ölbörse, die laut Plan im März 2006 starten und auf Euro-Öl- Handelssystem basieren soll. Die Staaten brauchen keine $ zu kaufen oder zu halten, um Öl kaufen zu können.

Afghanistan

Ein konstitutionelles Königreich in Vorderasien mit einer Bevölkerung von ca. 18 Millionen; mit einer erblichen Monarchie gemäß Verfassung vom 31.10.1931. Die Mehrheit sind Afghanen und Pathanen, ca. 60%. Dazu kommen noch Mongolen (Hesoreh, ca. 10%), Tadschiken (ca. 15%), ferner Usbeken und Turkmenen. Afghanistan wird von mächtigen Hochgebirgsketten durchzogen (Hindukusch 5143m). Bodenschätze: Kupfer, Blei, Eisen, Gold, Silber, Kohle, Laspislazuli, Erdöl, Erdgas, Schwefel und Asbest. Das Königreich wurde durch die im April 192 ausgerufene islamische Republik abgelöst.

Die USA nutzten die günstige Gelegenheit, die Afghanen in ihrem Krieg gegen Rußland zu unterstützen. Für die Spinne mit dem „Roten Faden“ bot sich an der südlichen Flanke Rußlands die Möglichkeit, ihren „Roten Faden“ zu setzen. Nachdem in beinahe fünfzig Jahren, dank des Brückenpfeilers Bundesrepublik Deutschland, der Einfluß in Europa gesichert war, schloß der Pfeiler im vorderasiatischen Raum das Loch im weltweiten Spinnennetz.

Eine gute Einsicht in die Vorgehensweise der USA wird durch den Artikel von Jochen Hippler: Von der Volksdemokratie bis zur Herrschaft der Taliban belegt:

Wie die Spinne mit dem „Roten Faden“ ihr Netz, und über welchem Zeitraum geworfen hat, ist an Hand der Aktivitäten im Irak klar zu erkennen. Afghanistan war bestens geeignet, den „Roten Faden“ im geographischen Kraftfeld: Pakistan, Iran, Rußland, USA, Saudi-Arabien und Ägypten zu verankern. Seit 1970 waren, wie in den besten Kolonialzeiten, US-Kaufleute in Afghanistan tätig. Ein beherrschender Einfluß über die Wirtschaft war nicht zu erreichen. Dazu waren die wirtschaftlichen Voraussetzungen und vor allen Dingen die in Afghanistan lebenden Menschen in ihrem persönlichen Freiheitsdrang nicht geeignet. Es begann der diplomatische Weg der Einflußnahme über politisch relevante Gruppen.

Dieses „Spiel“ fand seine Begrenzung durch die in den 90er Jahren in die Geschichte des Landes eingreifenden Taliban. Ein wie aus dem Nichts aufsteigender Stern mohammedanischer Studenten eroberte das Land, zu Beginn überraschenderweise mit politischer statt militärischer Kraft. Hierzu einige Ausführungen von Friedel Hütz-Adams:

Afghanistan wurde nach dem gleichen Muster von der Spinne mit dem „Roten Faden“ behandelt wie das Deutsche Reich. Über Kontakte aus der Wirtschaft Einflußnahme der CIA. Unterstützung der Regierungen, solange diese in ihren Handlungen die Interessen der USA nicht tangierten. Nachdem die Taliban nicht nur die Vorstellungen des Islam als staatstragend im Irak durchsetzten, sondern auch Osama bin Laden mit seiner Al-Qaida offen unterstützten, nahmen die Vorbereitungen für ein militärisches Eingreifen konkrete Formen an. Der 11. September 2001 gab den Hardlinern die propagandistische Gelegenheit, die Kriegsmaschine in Gang zu setzen. Die eigene Bevölkerung konnte mit der Behauptung, daß der Anschlag vom 11. September 2001 von Al-Qaida und vom Territorium Afghanistans vorbereitet wurde, zur Zustimmung der am 7. Oktober 2001 beginnenden Kriegshandlungen gewonnen werden. Die Besetzung Afghanistans wurde im Grunde genommen bis heute nicht flächendeckend erreicht. Auch die eingesetzten Streitkräfte der NATO und der Bundeswehr, entgegen dem Völkerrecht und dem Grundgesetz, konnte die „inthronisierte“ Regierung in Kabul nicht in die Lage versetzen, die Hoheit über ganz Afghanistan auszuüben.

Irak,

ein Land, im Orient gelegen, das wie das Land der Deutschen und ihrer Vorfahren seit tausenden Jahren vor der Zeitenwende bewohnt und kultiviert wurde. Die Ernährung der Bevölkerung, zu ca. 86% Araber, ist aus eigener Kraft möglich. Genau wie das Land der Deutschen wurde der Irak wechselseitig von den verschiedensten Völkern im Laufe seiner Geschichte bedroht und besetzt. Wie die Besetzer des Landes wechselten, so wechselten auch die Organisationsformen des Staates zwischen monarchischen und demokratischen.

Iran

Die Handlungen der USA sind zu beurteilen: Einmal unter den in diesem Artikel dargestellten Handlungen gegenüber dem Zweiten Deutschen Reich, Afghanistan, Irak und Iran. Anhand des beschriebenen „Roten Faden“ wird aufgezeigt, daß seit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 aus dem Bemühen zur Selbständigkeit und Freiheit, wenn dies auch auf dem Boden der ausgerotteten Ureinwohner geschah, die Bildung eines Staates wurde. Dieser Staat hat sich dann nicht mit der Freiheit seiner Bürger begnügt. Er begann mit 171 Aggressionskriegen gegen andere Staaten und auf anderen Kontinenten; 1801 bis 1805 in Tripolis (erster Berberkrieg) bis 2001 im Kossovo, wie ein Auszug einer Liste des amerikanischen Außenminsters Dean Rusk, die er 1962 einem Kongreßausschuß vorlegte, hervorgeht. [Veröffentlicht in Unsere Deutsche Heimat, Ausgabe 64, auf den Seiten 15 bis 21. Auf Wunsch kann ⇒ diese Liste ← beim Verlag von Unsere Deutsche Heimat angefordert werden.]

Zum anderen ist dieser Weg zur Weltmacht unter wirtschaftliche Gründe einzuordnen. Zum einen wurde die heimische Wirtschaft durch die Produktion von Waffen und Kriegsmaterial angekurbelt. Auch die Erschließung und Sicherung von Rohstoffquellen und Lagerstätten für die Wirtschaft der USA war eine Grundlage für die Kriegshandlungen. Auf dem Hintergrund dieser Politik wurde zwangsläufig der US-Dollar eine weltweite Währung.

Der Schritt von der Weltmacht zum Imperium war vorgezeichnet. Ein Imperium saugt aus den unterlegenen Staaten die durch die Bürger dieser Staaten geschaffenen Werte ab. Dabei werden auch die Werte der Bodenschätze dieser unterlegenen Staaten über US-Firmen in den amerikanischen Wirtschaftskreislauf transferiert. Dort, wo es möglich war, wurde durch Steuern oder Zinsen für Kredite dieser Diebstahl an von den unterlegenen Völkern erarbeitetem Volksvermögen vervollständigt.

Aus der in Zürich erscheinenden Zeitung „Zeit-Fragen“ vom → 6. Februar 2006; Redaktion und Verlag: Postfach, CH-8044 Zürich. Hier Ausschnitte aus einem Artikel von Dr. Krassimir Petrov: Die iranische Ölbörse — Todesstoß für den US-Dollar? Besser kann diese tickende Bombe nicht erläutert werden:


Dr. Krassimir Petrov


Ende der Übernahme aus der Zeitung Zeit-Fragen und weiter mit Artikel US-Imperium.
Aus den in den vorherigen Seiten beschriebenen Fakten kann als gesichert gelten:

Vor zweihundertdreißig Jahren wurden die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. Dieser Staat entstand durch aggressive Vertreibung und letztendlich Ausrottung der indianischen Ureinwohner. Diese Linie, im vorherigen als „Roter Faden“ gekennzeichnet, setzt sich bis auf den heutigen Tag fort. An Hand von Deutschem Reich, Afghanistan, dem Irak und Iran wird aufgezeigt wie nach dem gleichen „Muster“ Staaten, die ihre geschichtlich nachgewiesene Staatswerdung, bis hin zu Reichen, in tausenden von Jahren vollzogen, Opfer wurden oder werden sollen, um ein globales Imperium zu stützen.

In der Geschichte sind Imperien immer zerbrochen. Sie konnten sich in den meisten Fällen länger halten als die Lebensdauer des Staates US-Amerika insgesamt. Als Vorstufe zum Imperium kann die USA seit 1945 [Bretton-Woods-Abkommen] bezeichnet werden. Mit der Weigerung der USA, ab dem 15. August 1971 US-Dollars in Gold einzulösen, in der Realität eine Form des Bankrotts, erhoben sich damit die USA zum Imperium.

So wir in geschichtlichen Zeiträumen denken, sind diese 35 Jahre des US-Imperiums eine kurze Zeitspanne. Die Welt dreht sich sicherlich nicht schneller, jedoch die Handlungen, und auch die geschichtlichen Handlungen laufen im 21. Jahrhundert unvorstellbar schneller ab, als dies bei den Imperien in der Vergangenheit der Fall war. Außerhalb dieses weltweit operierenden US-Imperiums bestehen große Reiche. Groß an der Zahl ihrer Menschen, groß an Landflächen, groß an Bodenschätzen. Um die wichtigsten zu nennen: Rußland, China, Indien.

Das US-Imperium stützt sich auf seine militärische Macht. Die Finanzen für die Unterhaltung dieser Macht liefern unfreiwillig alle Staaten auf dieser Welt, die US-Dollars halten müssen, um ihre Öllieferungen zu bezahlen. Wenn die Völker der Welt von diesem Zwang befreit werden, und die Inbetriebnahme einer iranischen Ölbörse wäre eine solche Befreiung, entfällt die finanzielle Grundlage zur Aufrechterhaltung der militärischen Macht des US-Imperiums.

Die verantwortlichen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland, die gemäß Grundgesetz Art. 56 in ihrem Amtseid vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und Bundesrates schwören “… — daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden,…“ stehen in der Pflicht, Vorkehrungen für den Fall des Zusammenbruches des US-Imperiums zu treffen. Eine der Vorkehrungen wäre die sofortige Rückführung der Goldbestände der Bundesrepublik Deutschland auf den Boden der Bundesrepublik zur freien und uneingeschränkten Verfügung der Bundesrepublik Deutschland.

Eine weitere Vorkehrung wäre, alle abzuschließenden Verträge des Staates BRD auf der Grundlage des EURO zu tätigen. Alle deutschen Firmen sind aufzufordern, ihren Außenhandel in EURO abzuwickeln. Firmen, die sich nicht daran halten, dürfen keine Außenhandelsbürgschaften erhalten. Die US-Dollarbestände der Bundesrepublik Deutschland sind auf ein mindestnotwendiges Maß zu beschränken. Die militärische Unterstützung des US-Imperiums ist zu beenden.
Wir haben bereits März 2006. Von der Inbetriebnahme der Iranischen Ölbörse steht in den öffentlichen Medien nichts. Wie bereits in den letzten Monaten wird das Gespenst der iranischen Atombombe herbeigeredet. Mir ist es unverständlich, wenn ein Staat eine solche Waffe, wie im Artikel von Krassimir Petrov beschrieben, zur Verfügung hat, warum er sich auf den „Nebenkriegsschauplatz“ Atombombe und Bekämpfung Israels hineinmanövrieren läßt. Die Klugheit sollte es doch gebieten, die von Rußland gebaute Brücke der Urananreicherung auf russischem Territorium zu nutzen; zumal Rußland ein Staat ist, der gerne klammheimlich zusehen würde, wie das US-Imperium zusammenbricht.

Die Frage Israel würde sich nach dem Zusammenbruch des US-Imperiums von selbst lösen. Wir brauchen uns nur daran zu erinnern, daß bei über hundert Resolutionen des Weltsicherheitsrates, die dieser im Auftrag der Völkergemeinschaft gegen Israel verhängen wollte, die USA ihr Veto einlegten. Daß die USA versuchen, Staaten, mit denen der Iran evtl. Unterstützungsverträge hat, aus dieser Allianz herauszubrechen, zeigt sich an den Zusagen, die Präsident Bush bei seinem kürzlichen Besuch in Indien machte. Einem Staat, den man 40 Jahre lang von der Belieferung mit Ausrüstungen für die Atom-Industrie ausschloß, wird ein Vertrag zur Lieferung gerade dieser Ausrüstungen angeboten — und dies, obwohl Indien die Atombombe besitzt und die entsprechenden Trägerraketen dazu. Wir werden es erleben, was sich das US-Imperium bei seinem Überlebenskampf noch alles einfallen lassen wird.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 77

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