BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Heilig Vaterland

Grün das Land, rot die Kant, weiß der Sand = Helgoland (Heiliges Land)!

Am 26. August 1841 dichtete August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (geb. 02.04.1798/ + 19.01.1874) das Lied der Deutschen — die Deutsche Nationalhymne — auf der Insel Helgoland, die damals noch zu England gehörte. Am 15. Dezember 1890 wurde Helgoland im Austausch mit Sansibar durch Kaiser Wilhelm II dem preußischen Staate einverleibt (s. R.G.Bl. No 36). Joseph Haydn, als erster von 20 Söhnen eines armen Stellmachers, am 31. März 1732 in Rohrau/Niederösterreich geboren, komponierte 1797 seine Kaiserhymne „Gott erhalte Franz den Kaiser“, deren Musik 1841 Hoffmann von Fallersleben für sein Deutschlandlied übernahm.

Die erste Strophe preist die herzliche Liebe zum Vaterland, die zweite die Treue deutscher Frauen und der dritte Vers würdigt die Einigkeit, das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes.

Haydn starb während des Einmarsches napoleonischer Truppen in Wien am 31. Mai 1809.
Helgoland, im XVIII. Jahrhundert hochdeutsch noch Heiligland genannt, gehörte früher zu Holstein, war 1807 – 1890 im englischen Besitz, dann preußisch Helgoland; hat die Form eines Dreiecks und ist 1.600 m lang, 500 m breit und steigt 28–58 m senkrecht hoch. Die Insel ist grasbewachsen und ihre Felsen sind aus rotem und weißen Buntsandstein; sie besteht aus dem Ober- und dem Unterland, das auf der Südostseite ein flaches Vorland bildet.

Es darf nicht vergessen werden, daß England bis auf den heutigen Tag Germany, Germany above everything falsch mitGermany, Germany above everybody übersetzt.

Damit soll Deutschland vor aller Welt als ein größenwahnsinniges Volk hingestellt werden, weil ja schon die erste Strophe seines Nationalliedes dies deutlich ausdrücke. So kann der Diebstahl nur eines Buchstabens – nämlich des »S« – von „Deutschland, Deutschland über alleS“ den Ruf eines Volkes vor aller Welt in Verruf bringen.

(Quelle: Rainer Daehnhardt; Geburt, Tod und Auferstehung des Deutschlandliedes; 2003 Publicações Quipu; Portugal).


Horst Zaborowski

Hintergrundwissen


UDH Nr. 74

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