BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Drittes Reich — eine Worthülse

Antwort auf Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 16. Juli 1996. Es ist Ihrer Aufmerksamkeit nicht entgangen, daß im Leitartikel vom „Zweiten Deutschen Reich“ gesprochen worden ist und im Artikel von Herrn Sillinger der Zeitenablauf nicht korrekt angegeben ist. Bzgl. einer Korrektur zum Zeitenablauf werde ich Herrn Sillinger um Stellungnahme bitten.

Zu meinen Ausführungen „Zweites Deutsches Reich“ werde ich versuchen, Gründe und Überlegungen darzulegen.

Im Laufe der über tausendjährigen Geschichte der Deutschen Reiche wurden immer wieder Ansätze für Übergänge, erläuternde Darstellungen usw. erwähnt.

Es kann davon ausgegangen werden:

Das von Ihnen angeführte „Dritte Reich“ zeigt keine Merkmale einer Reichsgründung auf. Außer den propagandistischen Aussagen durch die deutsche Staatsführung in den Jahren von 1933 bis 1945 und der zur Hetze gegen das deutsche Volk von den Alliierten genutzten „Totschlagkeule“ bleibt der Begriff „Drittes Reich“ unter völkerrechtlichen Kriterien gesehen den Nachweis einer Reichsgründung schuldig.

Falls Sie annehmen sollten, daß im „Dritten Reich“ erlassene Gesetze einer Reichsgründung gleichzusetzen wären, führe ich die in Frage kommende Gesetze hier auf:

Die Aufhebung des Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich durch den Alliierten Kontrollratsbeschluß 1945 war unwirksam, weil dieses Gesetz bei der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945, 23.01 Uhr nicht mehr bestand. Wobei nicht nur der oben genannte Erlaß alleine dafür verantwortlich war, sondern auch der Artikel 5 des Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich klar aussagt „… es tritt ferner außer Kraft, wenn die gegenwärtige Reichsregierung durch eine andere abgelöst wird.“ [So geschehen „Zweiter Teil des politischen Testaments von Adolf Hitler, gegeben zu Berlin, den 29. April 1945, 4.00 Uhr“]. Von diesem Zeitpunkt an war die Weimarer Verfassung von den Einschränkungen dieses Gesetzes frei!

Ein Erlaß kann nicht einen Beschluß ersetzen, insbesondere dann nicht, wenn im Gesetz ein Beschluß verbindlich vorgeschrieben ist.
Beschlußfähigkeit hängt von einer Anzahl (wie im Gesetz über die Beschlußfassung festgeschrieben) von Mitgliedern des beschließenden Gremiums ab.
Im Staatsrecht: im monarch. Staate ist ein Erlaß (Allerhöchster Erlaß) der rechtsetzende oder administrative Akt des Landesherren.

Weder das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich noch die durch das Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches beschlossene Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers setzten die Weimarer Verfassung außer Kraft. Es erfolgte lediglich eine besondere Verlagerung der Machtbefugnisse innerhalb der Weimarer Verfassung, wie diese jederzeit in ähnlicher Form vom Reichspräsidenten nach Art.48 vorgenommen werden konnte. Gemäß Lexikon — F.A.Brockhaus, Wiesbaden vom September 1973, Ermächtigungsgesetz,

Wenn ich die Situation „Drittes Reich“ hier so ausführlich beleuchtet habe, so aus dem Grund, weil die Alliierte Propaganda es in 50 Jahren verstanden hat, die geschichtlichen Abläufe zu verwischen. Ohne die ständige Schuldzuweisung wäre es nicht möglich gewesen, unserem deutschen Volk die Schuldenglocke in mehrstelliger Billionenhöhe überzustülpen und über diesen langen Zeitraum aufrechtzuerhalten. Durch diese offiziellen und insbesondere die geheimen Reparationen werden unsere zukünftigen Generationen in unberechtigter Weise belastet.

In meinem Artikel ← „Tabus erkennen, benennen, überwinden“ zieht sich als roter Faden, genau wie in den obigen Ausführungen, die Wahrheit. Und — Wahrheit ist:

Diese Zwietracht wurde von den Feinden des Deutschen Volkes und Reiches im Laufe der letzten zweitausend Jahre reichlich ausgenutzt. Unsere größten Bemühungen müssen wir darum auf die Überwindung der Zwietracht richten.

In heimattreuer Verbundenheit
Horst Zaborowski


Sprung zur Indexseite Sprung zur Seitenübersicht    Sprung zum Briefformular