Dez 21 2007

Falsches Spiel

Category: Deutsches Reich,Gewerkschaft,Globalisierung,VerkehrHorst Zaborowski @ 18:19

Seit mehreren Monaten bemüht sich die GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokführer) um einen eigenständigen Tarifvertrag.

Die Deutsche Bundesbahn, vertreten durch Herrn Mehdorn, ist Meister der Winkelzüge und schlägt einen Haken nach dem anderen.

Worum es in Wirklichkeit geht – und was auf dem Rücken der Bahnbenutzer ausgetragen wird:

Die Gewerkschaft der Lokführer kann nur, wenn zwischen ihr und dem Vorstand der Deutschen Bundesbahn ein eigenständiger Tarifvertrag abgeschlossen wird, den von ihr vertretenen Lokführern in Zukunft ein existenzsicherndes Einkommen erstreiten.

In diesem Zusammenhang sind folgende Fragen offen:

  1. Warum muß ein Staatsunternehmen, wie es die Deutsche Bundesbahn bis zum heutigen Tage ist, an die Börse gehen? Herrn Mehdorns Ausführungen, um am Kapitalmarkt Geld für den weltweiten Ausbau der Aktivitäten der Bundesbahn einzusammeln, ist eine fixe Idee – für die klare Kalkulationen bisher öffentlich nicht angeboten worden sind. Die Aufgabe der Deutschen Bundesbahn besteht darin, den Bürgern unseres Landes flächendeckende Zugverbindungen anzubieten – und dies zu Preisen, die von Otto Normalverbraucher auch bezahlt werden können. Die Bürger unseres Landes und die Benutzer der Deutschen Bundesbahn sind nicht die Melkkühe für Heuschrecken aus aller Herren Länder! – Und schon gar nicht, um die Eitelkeiten eines Herrn Mehdorn zu befriedigen.
  2. Auch in einem Staatsunternehmen können nicht alle Aufgaben von den Managern und Aufsichtsräten erfüllt werden. In dieser Situation ist der Eigentümer gefragt und somit die Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland ist jetzt Frau Dr. Angela Merkel am Zug! – Und dies im wahrsten Sinne des Wortes ist ihre Verantwortung, daß die Züge rollen! Wenn die Bundeskanzlerin auf allen „Hochzeiten dieser Welt“ tanzen will – muß sie sich das erst verdienen, indem sie ihre Hausaufgaben erledigt.

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