Feb 01 2008

USA fordern erhöhten deutschen Blutzoll

Category: Ausland,Deutsches Reich,Militär,NATO,PolitikNetzmeister @ 19:41

Im Gedenken der Opfer des Zweiten Weltkrieges, der vielen deutschen Familien großes Leid brachte, fand nach Kriegsende 1945 die Parole Anklang: „Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen.“ Wir Zeitzeugen werden verleumdet und es wird uns vorgeworfen, „Hitler“ gewählt zu haben, obwohl die meisten der heute noch Lebenden aus Altersgründen seinerzeit gar nicht wahlberechtigt waren. Dem Deutschen Reich wird vorgehalten, die Nachbarstaaten überfallen zu haben. Die Deutsche Wehrmacht darf straflos als Mörder bezeichnet werden.

Und heute? Sind alle Wähler der Bundesrepublik Deutschland dafür verantwortlich zu machen, daß von deutschem Boden aus Krieg geführt wird? Die Bundeswehr befindet sich in vielen Staaten der Welt. Das Wort Krieg wird aber tunlichst vermieden. Die gewählten Umschreibungen würden dem Lügenbaron Münchhausen zur allergrößten Ehre gereichen. Den Gipfel der Unverfrorenheit lieferte jedoch Peter Struck mit dem Spruch: „Die Bundesrepublik Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“. Der Begriff Krieg sagt eindeutig:

Krieg ist, wenn eine militärische Macht sich auf dem Hoheitsgebiet eines anderen Staates befindet. Unabhängig davon, ob Waffen eingesetzt werden oder nicht.

Können diese 68er, denen in ihrem Leben niemals eine Kugel um die Ohren geflogen ist, eigentlich noch in den Spiegel schauen? Wie wird sich der Gesangsverein Deutscher Bundestag verhalten? Weiter singen und der Forderung der USA nach einem erhöhten deutschen Blutzoll in Afghanistan zustimmen? Jeder Abgeordnete des Deutschen Bundestages der zustimmt, daß vermehrt deutsche Soldaten in Afghanistan sterben sollen, verliert das Recht, an den Särgen dieser gefallenen Kameraden „Betroffenheit“ und eine Trauermine zur Schau zu stellen.

Horst Zaborowski
Gefreiter der Fallschirmjäger (81)

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