Jun 28 2008

Europas Elite diskutiert aufgeregt wie ein „Hühnerhaufen“!

Category: Ausland,EU,PolitikHorst Zaborowski @ 08:46

Der Spagat zwischen Demokratie und Diktatur wird in öffentlichen Diskussionen der Europa-Euphoriker eifrig geübt. Über ihren Köpfen schwebt die Blase „wie schaffen wir es, Menschen in Europa weiterhin für dumm zu verkaufen?“. Eine ehrliche Bestandsaufnahme wird mit vielen Worten umgangen.

Tatsache ist: In Frankreich, in den Niederlanden und in Irland ist diesem Europa der Euphoriker die rote Karte gezeigt worden. Sicherlich können nicht alle Europäer den Vertrag von Lissabon lesen, allein von der Seitenzahl her. In der Zeit die allein zum Lesen, ganz zu schweigen zum Nachdenken benötigt wird, müssen Millionen europäische Bürger für ihr täglich Brot hart arbeiten. — Jedoch Menschen besitzen ein angeborenes Warnvermögen. Dieses Warnvermögen hat Entscheidungen der Franzosen, der Niederländer und der Iren bei der Stimmabgabe gegen EU-Verfassung und Lissabon–Vertrag im Hinterkopf geleitet und damit alle Menschen in Europa vor großem Schaden bewahrt!

Die Frage wie groß der Schaden ist, stellt sich für jeden Bürger nach seinen persönlichen Erwartungen und Lebensstandard. Darum sind die öffentlichen Gedankengänge eines Joschka Fischer und Jacques Delors in Phoenix (Freitag, 27.06.2008, um 17 Uhr) der beste Anschauungstunterricht. Der Wunsch, ungehindert in ganz Europa reisen zu können ohne sich ausweisen zu müssen und ein Zahlungsmittel mit dem in diesen Ländern gezahlt werden kann, hat mitgeholfen den „real existierenden Sozialismus“ in der DDR zu stürzen. Deutschland ist nicht Europa. Reiseverkehr fand nach dem Kriege in Westeuropa usw. auch ohne europäische Bürokratie statt.

Hoffnungen seine Miete, seine Heizung, ja selbst sein täglich Brot auch in Zukunft ohne Einschränkungen kaufen zu können beunruhigen die Mehrheit von Europas Bürgern. Ein schwerfälliger Apparat in Brüssel usw. kann viele Verordnungen „produzieren“. Den Lebenstandard in den einzelnen europäischen Staaten müssen schon die einzelnen Volkswirtschaften in eigener Verantwortung erwirtschaften. Bei den von Fischer vorgeschlagenen Verhandlungen über Energielieferungen mit Rußland wird die EU-Bürokratie im Sinne der gesamten EU auf Kosten der deutschen Volkwirtschaft verhandeln. Unsere deutsche Volkswirtschaft — das sind alle in Deutschland arbeitenden und lebenden Menschen — zahlt schon heute fast die doppelte Beitragssumme zur EU als alle anderen Staaten. Der Beitrittswille vieler europäischer Staaten in die EU wird nicht beseelt von einem europäischen Staat. Allein der mit einem Beitritt zu erwartende „Geldsegen“ aus Brüssel ist Ansporn und Begeisterung. Überlegungen, ob die EU eine Diktatur oder Demokratie ist, sind den arbeitenden Menschen in diesen Staate gleichgültig.

„Heroische“ Demokratie-Gedanken werden bei Europas Elite hochgelobt. Und wenn eine Mehrheit diesen „Hühnerhaufen“ durchschaut wird laut nachgedacht. Nachgedacht über ein Europa der zwei Geschwindigkeiten, wie dies bereits beim Euro und einigen anderen „Besonderheiten“ des geeinten Europas angewandt wird. Alle Überlegungen kreisen nur darum den Lissabon-Vertrag auch gegen den bekundeten Volkswillen durchzusetzen.

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