Aug 26 2008

Die Büchse der Pandora

Category: Ausland,EU,Geschichte,NATOHorst Zaborowski @ 20:06

… wurde auf den Konferenzen von Yalta und Potsdam 1945 geöffnet. Alle weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen seit dieser Zeit haben ihren Ursprung in den Umgang mit dem Völkerrecht auf diesen Konferenzen. Völkerrecht und internationale Abkommen in denen das Zusammenleben der Völker geregelt worden sind, wie zum Beispiel die Haager Landkriegsordnung von 1907, wurden im Rausch der Sieger nicht beachtet. In ihren Vereinbarungen setzten sie sich über das zu dieser Zeit bestehende zwingende Völkerrecht hinweg. Das Völkerrecht wurde geteilt — in ein Völkerrecht für Sieger und in ein Völkerrecht für Besiegte. Ab diesem Zeitpunkt wurde durch die mächtigsten Nationen der Welt das Faustrecht des Mittelalters in der Neuzeit als alltäglicher Umgang der Staaten miteinander manifestiert. Und so entwickelte sich auch die Politik rund um den Erdball bis auf den heutigen Tag. Sieger verfügen alleine nach ihren Interessenlage über Völker und Grenzen.

Das internationale Geschrei der neuen Westmächte der Kriegs-Allianz USA-EU-NATO ist eine verlogene Schau.

Vom russischen NATO-Botschafter Dmitri Rogosin hörte man am Donnerstag, den 22. Januar 2008 auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti: „…im Kosovo werden die Völkerrechtsnormen auf den Prüfstand gestellt.“ Eine einseitige Unabhängigkeit des Kosovo würde Rogosin zufolge separatistische Stimmungen in Spanien und Nordirland, aber auch im postsowjetischen Raum und überall in der Welt schüren.

Es ist noch kein Jahr vergangen und diese Vorhersagen von Rogosin sind für das Gebiet Süd–Ossetien und Abchasien eingetroffen. Öffentliche Äußerungen der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem erhobenen Zeigefinger: „Dieses widerspricht dem Prinzip der territorialen Integrität, einem grundlegenden Prinzip des internationalen Völkerrechts.“ Die Europäische Union müsse deshalb „gemeinsam agieren“ stehen im Raum mit den Aussagen von Ossetiens Führer Eduard Kokojty „Russland hat uns vor einem Völkermord bewahrt.“

Wer sich einseitig in den Dienst einer Kriegsallianz USA–EU–NATO stellt ist auf der Welt als „Friedensstifter“ unglaubwürdig.

Leidtragende sind alle Menschen in den betroffenen Gebieten und darüber hinaus in der ganzen Welt. Menschen hungern, sie aus der Heimat vertreiben und ermorden lassen wie nach den Beschlüssen auf den Konferenzen von Yalta und Potsdam 1945 ist bis auf den heutigen Tag „angewandte Politik“. Bewahre uns Gott vor diesen „Mächtigen an den Hebeln der Macht“. Selbige sitzen korrekt gekleidet für Übertragungen der Fernsehanstalten bereit während ihre Völker in Not, Schweiß und Blut untergehen. Hoffentlich ist der Mond bald bewohnbar, damit diese Spezies dort hin befördert werden kann.

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