Mrz 02 2009

Anne Wills Talkrunde — Märchenstunde

Category: Deutsches Reich,Geschichte,Politik,überstaatlich,VolkHorst Zaborowski @ 01:46

Sonntag, 1. März 2009 (nicht etwa 1. April) gestaltete sich die Gesellschaftspolitische Talkrunde im Ersten Programm, 21.45 Uhr unter der Moderation von Anne Will zu einer Märchenstunde. Denn nicht anders kann eine Sendung bezeichnet werden in der so wenig Sachverstand in der Vorbereitung der Sendung und bei den geladenen Gästen aufgeboten wurde.

Beratungsgegenstand sollte sein: Die Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ und die Besetzung des mit mehreren Personen ausgestatteten Stiftungsrates in dem die Vorsitzende des BdV, Erika Steinbach ein Mitglied werden soll. In der Talkrunde wurden den einzelnen Teilnehmern ermöglicht Beiträge aus der subjektiven Sicht beizusteuern. Unter diesen Voraussetzungen konnte das Thema „Zentrum gegen Vertreibungen“ nicht ernsthaft beraten werden. Der Volksmund würde sagen: die Teilnehmer kamen vom Höcksken übers Stöcksken.

Im Klartext: Das Zentrum gegen Vertreibung wird auf Kosten des deutschen Steuerzahlers eingerichtet. Es ist vereinbart, dass der BdV drei Posten im Stiftungsrat besetzen darf. Genau wie in der Bundesregierung den einzelnen Parteien ein Vorschlagsrecht eingeräumt ist und diese Parteien dies Vorschlagsrecht souverän nutzen.

Nun zur Sortierung der Beiträge: Nach dem Völkerrecht sind Staaten für den von ihnen angerichteten Schaden, ob durch Katastrophen, Kriege usw. verantwortlich und schadenersatzpflichtig. Schäden die durch Kriege verursacht worden sind, werden in Verhandlungen zwischen den am Krieg beteiligten Staaten, in Friedensverhandlungen, ausgehandelt. Der einzelne Staatsbürger kann zu in den Friedensverhandlungen vereinbarten Leistungen weder persönlich noch mit seinem Eigentum (Vermögen, Grundbesitz usw.) herangezogen werden. Die dem jeweilige Staat auferlegten Belastungen kann dieser von seinem Staatsbürger über Steuern einfordern. Die Belastung nur eines Teiles seiner Bevölkerung mittels Enteignung seines Grundbesitzes ist in Demokratien nicht möglich. Nach dem Völkerrecht ganz unmöglich ist die Enteignung von Grundbesitz im direkten Zugriff von den Staaten, denen in Friedensverhandlungen Leistungen zugesprochen wurden. Jeder Staat kann nur auf seinem Hoheitsgebiet hoheitliche Rechte ausüben.
Nun zu den Höcksken übers Stöcksken.

  • Die Vertreibung von 15 Millionen deutscher Menschen aus ihrer über Jahrhunderte urbar gemachten Siedlungsgebieten ist ein Thema.
  • Die Ermordung von zweieinhalb Millionen deutscher Kinder, Frauen und Greise bei dieser Vertreibung ist ein anderes Thema — Völkermord.
  • Der Vorenthalt der freien Verfügbarkeit über das Privat-Eigentum der deutschen Heimatvertriebenen ist ein weiteres Thema.

Diese drei Themen von munteren Plappermäulchen in einen Einheitsbrei vermischt ist sicherlich keine Glanzleistung. — Es ist eine Beleidigung aller betroffenen Menschen und führt keinesfalls zu einer Völkerverständigung. Verständigung ist keine Einbahnstraße.
Wer zu diesem Thema sich an Fakten informieren möchte findet diese unter „Zweites Deutsches Reich besteht!

 

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