Sep 15 2010

Verteidigung

Category: Militär,Parteien,Politik,VolkHorst Zaborowski @ 11:00

Jeder Mensch auf dieser Welt hat das Recht sich gegen einen Angriff zu verteidigen, ganz gleich wer der Angreifer ist. – Dieses Recht steht auch jedem Staat auf dieser Welt zu. Leider befinden wir uns in der so genannten Neuzeit. Verständigung darüber was Angriff und was Verteidigung sind ist das wirkliche Problem. Erschwerend kommt hinzu, dass bereits über die Auslegung von Schwarz, oder Weiß Diskussionen entstehen. Zumindest dann, wenn die Gehirnknetmaschinen der Neuzeit sich auf dies Thema eingeschossen haben sollten.

Diese Überlegungen sind auch auf das Thema Bundeswehr und Wehrdienst anwendbar. Von der Volksmeinung nach 1945 „vom deutschen Boden darf kein Krieg mehr ausgehen“ bis zu der von den Politikern, denen Zeit ihres Lebens nie eine Kugel um die Ohren pfiff, erhobene Forderung: „Die Bundesrepublik wird am Hindukusch verteidigt“, ist ein weiter Weg der Volksverdummung.

Diese Volksverdummung findet in diesen Tagen und Wochen einen ihrer Höhepunkte mit den Vorschlägen unseres Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg für die Bundeswehrreform. Der so sympathische Karl-Theodor versucht den Spagat zwischen Verteidigung – Kriegseinsatz im Fernen Afghanistan und den Finanzen. Auf der Strecke bleibt an vorderster Stelle die Glaubwürdigkeit. Daß die Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan verteidigt werden muß, ist bei Benutzung des Wortes Verteidigung eine schamlose Lüge. – Wenn Karl-Theodor schon den Mut bewiesen hat, das Wort Krieg in den Mund zu nehmen, dann sollte er sich auch dazu bekennen, daß unsere jungen Menschen in einem Angriffs-Krieg, in einem Land das vom Boden der Bundesrepublik Deutschland so weit entfernt liegt wie der Nordpol, wobei die Bewohner dieses Landes zu keiner Zeit unser deutsches Volk angegriffen haben, für fremde Macht- und Wirtschaftsinteressen sterben müssen. Dabei braucht man nicht auf die dort im fernen Land sterbenden Menschen hinzuweisen – allein die Tatsache das deutsche Menschen dort töten und sterben verbietet es diesen Angriffs-Krieg zu führen.

Einen anderen Rang hat die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland. Diese zu erhalten ist eine Aufgabe des Bundesverteidigungsministers. Diese Aufgabe zu lösen ohne den Wehrdienst, wie er im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist, beizubehalten, wird nicht möglich sein. Weiter Vorstellungen, man könnte mit einer Freiwilligen-Armee die Bundesrepublik Deutschland verteidigen, ist illusorisch. Allenfalls kann man mit einer Freiwilligen-Armee punktuelle Angriffs-Kriege auf dieser Welt führen – ob diese dann zu Gewinnen sind ist eine andere Frage. Ganz außer Frage steht, die Musterung mit ihrer gesamten Struktur auf eine reine Registrierung zurückzuführen. Menschen – und ein Volk – können auch im Zeitalter des PC nicht mit einem Mausklick verteidigt werden.

Einen klaren Kurs finden Sie unter http://autochthone.org/.

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