Okt 21 2010

Sie wussten es – und handelten nicht

Category: Ausland,Gesellschaft,Politik,überstaatlich,VolkHorst Zaborowski @ 13:45

Im nachfolgenden Gastbeitrag von Siegfried Sikmaringen wird nachgewiesen, wie zum Thema Ausländer in der Bundes­republik Deutschland seit Jahrzehnten von verant­wortlichen Politikern die Probleme erkannt worden sind. – Wenn diesen Erkenntnissen Handlungen gefolgt wären, würden sich im Jahre 2010 unsere heutigen Probleme nicht stellen.

Leider war die politische Klasse der Bundes­republik Deutschland damit beschäftigt, im voraus­eilenden Gehorsam den „Wünschen“ der Staaten­gründer zu genügen, anstatt unser Land entsprechend den Bedürfnissen des deutschen Volkes zu führen. Insbesondere der sich rasant entwickelnden Wirtschaft wurden keine Schranken aufgezeigt. Wirtschaft eines Landes hat seinen Bürgern zu dienen. Es ist eine Perversion, wenn Menschen als Humankapital angesehen und behandelt werden.

Horst Zaborowski


Gastbeitrag von Siegfried Sikmaringen

 

Das deutsche Volk in Auflösung

In Fortsetzung der Botschaft Sarrazins

Es ist eine nüchterne Erkenntnis: Wir ziehen uns aus der Geschichte zurück. Thilo Sarrazin beschrieb die Gefahren für die Zukunft Deutschlands und gab die Wirklichkeit preis. Er sprach zum ersten Mal aus, was die Menschen seit Jahrzehnten bewegt: dass unsere Enkel und Nachfahren in einem deutschen Land leben können und nicht unter Muslimen. Das hat Mord­drohungen ausgelöst. Wir leben in einem Land, in dem es üblich geworden ist, mit dem Tod bedroht zu werden, wenn wir über die Islamisierung Deutschlands sprechen, egal ob es Buchautoren, Wissen­schaftler oder Universitäts­professoren sind. Nun auch Thilo Sarrazin. Er kommentiert es knapp: „Diese Situation hält auf Dauer niemand aus.“ Es ist schwer vorstellbar in einem Land zu leben, in dem das freie Wort unter Todesstrafe steht, in dem die political correctness das Bewusstsein der Menschen manipuliert hat. Wir können nicht einmal erkunden, wer es ist, der sie in lebens­bedrohliche Situationen stürzt und Methoden des national­sozialistischen Regimes übernimmt.

Ein Mann hat nach jahre­langen Forschungen beschrieben, was seit Jahrzehnten im Land vor sich geht. Die Parteien sind in kollektive Hysterie ausgebrochen. Bis in die oberen Ränge der Regierung heult ein Rudel von Ignoranten auf und weiß nicht mehr, dass alles schon einmal gesagt und angemahnt worden ist. Fest im Griff des Sarrazin-Fiebers haben sie sich der Lächer­lichkeit preis­gegeben. Der Aufschrei der SPD und der Linken, bis in die Spitzen des Staates dringend, war ebenso sinnlos wie peinlich, denn in Geschichts­vergessenheit übersahen sie, dass das, was Sarrazin gedacht und geschrieben hat, ihre eigenen Parteigenossen schon vor 30 und 40 Jahren prophezeit haben. In seiner Regierungs­erklärung sagte Willy Brandt:

„Es ist notwendig geworden, dass wir sorgsam überlegen, wo die Aufnahme­fähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist und wo die soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebietet.“

Wir hören es mit Erstaunen, die Aufnahme­fähigkeit war 1973 bereits erschöpft. Auch sein Nachfolger Bundeskanzler Helmut Schmidt machte auf die integrations­politischen Probleme aufmerksam und warnte: „Beim Zuzug von Gastarbeiter­familien ist die zulässige Grenze inzwischen erreicht und in manchen Fällen schon überschritten.“ Vielleicht hätte ihn der Schlag getroffen, wenn ihm jemand gesagt hätte, dass eines Tages an deutschen Universitäten Imame ausgebildet werden, Türken als Lehrer an deutschen Schulen angeworben werden und deutsche Polizisten von türkischen Clans angegriffen werden. Doch die gegen Sarrazin revoltierende SPD wird ihren alten Bundeskanzler nicht zum Rassisten erklären.

Dass eine unkontrollierte und maßstablose Integrations­politik zur Auflösung der deutschen Gesellschaft fuhren würde, war vorauszusehen. Dass sich ein aggressiver Islam vom deutschen Boden aus über Europa ausbreiten würde, war weniger zu erwarten – obwohl die auf Expansion gerichteten Ambitionen weltweit bekannt waren und die Drohung mit dem Heiligen Krieg gegen den Westen die Welt erschreckte. Niemand wollte die Warnungen hören.

„Es ist wahr, dass wir die jetzige Zahl der Türken in der Bundes­republik nicht halten können, dass das unser Sozialsystem nicht hergibt. Wir müssen jetzt sehr rasch vernünftige Schritte einleiten, um hier eine Rückführung zu ermöglichen.“

Diese Rückführung, die Helmut Kohl 1982 forderte, verlangten auch die deutschen Bürger. Auch Fraktionschef Alfred Dregger betonte auf einer Tagung der CDU in Bonn:

„Die Rückkehr der Ausländer in ihre Heimat darf nicht die Ausnahme, sondern muss die Regel sein. … Es ist zu fordern, dass der uns verbliebene Rest Deutschlands in erster Linie den Deutschen vorbehalten bleibt.“

Eine Selbst­verständlich­keit, die spätere Politiker total missachteten. Die Verdrängung deutscher Bürger ist bis heute an der Tagesordnung.

Ein Beispiel aus letzter Zeit: Drei deutsche Schüler in einer Neuköllner Schule, die einzigen Deutschen unter türkischen Kindern in der Klasse, werden beschimpft und angegriffen. Eine Mutter, die den Schulleiter um Hilfe bittet, wird abgewiesen. Die Eltern müssen ihre Eigentums­wohnung aufgeben und in eine andere Gegend ziehen, um das Kind umzuschulen. Einer anderen Familie wird geraten, doch einfach fortzuziehen, wenn sie sich von der Moschee gestört fühlt. So begann der Schaden am deutschen Volk. Wir haben die Muslime nicht aufge­nommen, damit sie eines Tages in unsere Gesellschafts­ordnung eingreifen und sich in Parteien und amtliche Dienststellen einnisten. Ein zugewandertes Volk kann nicht unsere Politik mitbestimmen. Und Muslime können sich in unserem Land nicht so gebärden, als wäre Allahs Welt schon über uns. Es wird einmal als Phänomen in der Geschichte bezeichnet werden, dass der Islam in Deutschland über ein halbes Jahrhundert hinweg ein geheim arbeitendes Netzwerk ausbreiten und die Regierungen zum Schweigen bringen konnte.

Niemand im Land wollte, dass Deutschland ein Einwanderungs­land wird, denn man wusste, dass die Integrations­chancen mit zunehmender Einwanderung absinken. Der frühere Außen­minister Hans-Dietrich Genscher erklärte vor dem Bundestag 1984:

„Wir sind kein Einwanderungs­land. Wir können es nach unserer Größe und wegen unserer dichten Besiedelung nicht sein. Deshalb geht es darum … zu einer Verminderung der Ausländer­zahlen zu kommen.“

Wird er nun zum Volksverhetzer verdammt oder hatte er, Deutschlands Zukunft vor Augen, recht? Wie Sarrazin heute, hatte er Tatsachen auf den Tisch gelegt. Aber kaum jemand bemerkte, wie wir ganz allmählich in die Problemwelt der Ausländer hineingezogen wurden, die unsere dringendsten sozialen und wirtschaftlichen Belange in den Hintergrund drückten. Es war der Beginn einer aufkommenden angespannten Situation. Man sah bereits, dass multi­kulturelle Gesellschaften Konflikt­gesellschaften sind. In heißen Debatten wurde vor wirtschaftlichen, kulturellen und gesell­schaftlichen Folgen der Massen­einwanderung von türkischen Familien gewarnt. Der SPD-Politiker Martin Neuffer verlangte, vor allem die Einwanderung von Türken zu drosseln und das Asylrecht auf Europäer zu beschränken.

„Die Verlagerung des türkischen Bevölkerungs­wachstums in die Bundesrepublik ist ein gemeingefährlicher Unfug.“

Die demographische Waffe wurde zum Fanal der Muslime in Deutschland. Niemand begreift heute, dass das vor 30 Jahren zu tauben Ohren gesprochen wurde. Die Mär von der Mithilfe der Türkei beim Aufbau Deutschlands ist Unsinn. Die Türkei war Entwicklungsland und erhielt von Deutschland Entwicklungshilfe bis zum Jahr 1998.

Die Regierungen, die Helmut Schmidt folgten, müssen nicht ganz bei Verstand gewesen sein, als sie nach diesen Warnungen die Tore für die türkisch-arabische Invasion noch weiter öffneten. Sie müssen gewusst haben, dass Deutschland wirtschaftlich und gesellschafts­politisch auf den Ruin zusteuern würde. Es darf nicht darüber gesprochen werden, dass die gesamte Asylanten- und Migranten­politik, wie es Wirtschafts­experten schätzen, den Staat in jedem Jahr über 100 Milliarden Euro kostet. Die tatsächliche Höhe steht unter strengem Verschluss. Diese ungeheuren Summen haben deutschen Familien, Armen und Notleidenden die erforderliche Unter­stützung entzogen. Zurück blieb ein schwer beschädigtes Sozial- und Gesundheits­wesen. Man kann nicht Gelder an fremde Völker verschenken, bevor die Menschen im eigenen Land ausreichend versorgt sind.

Der Ansturm der Zuwanderer warf aber noch ein ganz anderes Problem auf. Den Bevölkerungs­überschuss in der Türkei nach Deutschland zu transferieren und von deutschen Geldern ihren Unterhalt zu finanzieren war so absurd wie gefährlich. Türkische Intellektuelle in Istanbul haben damals den Kopf geschüttelt und sich sogar darüber lustig gemacht, wen Deutschland da ins Land hineinlässt. In der Tat waren es zum großen Teil die Unter­schichten, mit denen die Türkei selbst nichts anfangen konnte und froh war, sie los zu werden. Auch in diesem Punkt hat Sarrazin der Realität einen Namen gegeben. Ein türkischer Reiseleiter, von einer deutschen Reisegruppe darüber befragt, sagte offenherzig und ein wenig spöttisch: „Denken Sie denn, wir würden unsere Elite nach Europa schicken?“ Jetzt warten in Anatolien Millionen auf den Beitritt der Türkei in die EU, um in Deutschland aus den scheinbar unerschöpflichen Sozial­hilfe­fonds zu leben. In ihrer Heimat betrachtet man sie als Bodensatz der Gesellschaft. Vielleicht fühlt sich dann Frau Schavan dafür zuständig, sie mit unserem Geld auf den Bildungsweg zu führen. Mit der Empfehlung, zu überlegen, ob die massive Zuwanderung aus Vorderasien und Afrika die Bildungs­katastrophe in diesem Ausmaß ausgelöst hat.

Der erste Ausländerbeauftragte der Bundesregierung in NRW und SPD-Ministerpräsident Heinz Kühn sagte 1980:

„Wenn die Zahl der Ausländer eine bestimmte Grenze überschreitet, gibt es überall in der Welt Strömungen des Fremdheits­gefühls und der Ablehnung … Unsere Möglichkeiten, Ausländer aufzunehmen, sind erschöpft.“

Was die Deutschen damals bewegte, sprach Bundes­kanzler Helmut Schmidt deutlich aus: „Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze.“ Auch sein Partei­genosse Martin Neuffer warnte.

„Es besteht wenig Aussicht, dass die Integrations­bemühungen der Bundes­republik jemals dazu führen, dass die Türken Deutsche werden. Es muss damit gerechnet werden, dass die Integrations­chancen mit den zunehmenden Massen von türkischer Bevölkerung weiter absinken. Je mehr Türken hier leben, um so geringer ist die Aussicht, dass es zu einer echten Einbürgerung kommt. Auf die Bildung von Wohnungs­schwer­punkten der Ausländer folgt die Verdrängung der deutschen Bevölkerung aus ihren Stadtteilen.“

Wir begreifen es heute nicht, dass unsere Politiker die intensive Forderung nach einem fundamentalen Umdenken in der Einwanderungs­politik ignorierten. Ohne historische Kenntnis und bar jeder Vernunft taten sie so, als hätten sie keine Alarmsignale bemerkt. Diese Signale musste erst viele Jahre später ein Thilo Sarrazin setzen. Es ist nicht zu erklären, warum die Regierung ihre Bürger über die wahren Vorgänge im Land hinweg­getäuscht hat und die Interessen der Migranten vor die Interessen des deutschen Volks stellte. Immer wieder wurden aufwendige Sonder­hilfs­programme aufgestellt, von denen deutsche Arbeiterkinder nur träumen können. Wenn Berlin als Hauptstadt der Kinderarmut bezeichnet wird, ist das einer der größten Schäden, die dem deutschen Volk zugefügt wurden.

Nach 40 Jahren scheint das Wort Integration überholt zu sein. Es ist zum Integrations­zirkus geworden. Kostspielige Islam­konferenzen kamen über das Lamentieren nicht hinaus. Alle wissen, dass die Integration gescheitert ist und scheitern musste, denn man kann aus einem Türken keinen Deutschen machen, entsprechend dem Wort Premier Erdogans: „Ihr sollt immer Türken bleiben.“ Die Politiker haben bis heute nicht begriffen, dass die muslimische Welt in die westliche Weltordnung und in die abend­ländische Kultur, die auf christlichem Boden gewachsen ist, niemals integrierbar ist. Sie wollen nicht erkennen, dass ein Türke das geistig kulturelle Europa niemals begreifen kann, auch nicht in der zweiten und dritten Generation. Erst vor ein paar Jahren erklärte Altkanzler Helmut Schmidt:

„Die von einigen intellektuellen Idealisten sogenannte Multikulti-Gesellschaft, also die Mischung europäischer und außer­europäischer Kulturen, ist bisher nirgendwo gelungen …Insofern war es ein Fehler, dass wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.“

Lassen wir endgültig den Rassismus aus dem Spiel, wenn es um die Kultur und die Traditionen des deutschen Landes geht. Man wird Helmut Schmidt nicht mit Mord bedrohen, und Kanzlerin Angela Merkel wird nicht, wie im Fall Sarrazin, Empfehlungen austeilen, wie mit ihm zu verfahren ist. Gestützt auf political correctness, einem unkorrekten Nachrichten­system, hat sie, wie die Regierungen vor ihr, bestimmt, was der Bürger wissen darf und was er nicht wissen sollte. Es war nicht schwer, das Volk unmündig zu machen. Aber auch diktatorische Regierungsweisen können einem Volk nicht vorschreiben, dass es mit türkisch-arabischen Völkern zu leben hat und seine nationale Identität aufgeben muss. Wie auf des Messers Schneide ist die ‘politische Korrektheit’ über die Köpfe des Volkes hinweg­gefegt. In ständiger Konfrontation zu den Bürgern. Aber das Buch von Sarrazin lässt hoffen, dass wir allmählich unsere Sprache wiederfinden. Wir werden fragen, wie es möglich war, dass Deutschland in einen Zustand tiefer Unruhe, der Unsicherheit, der Gewalttaten und steigender Kriminalität verfallen konnte, dass es in den Zustand einer allgemeinen Verwahr­losung verfiel.

Man wird diese Fragen eines Tages in aller Öffentlich­keit stellen und sie werden auch die Bundes­kanzlerin erreichen. Warum sie die Warnung deutscher Staatsmänner in den Wind geschlagen hat und den Weg weiter öffnete, der zu einem islamisch geprägten Deutschland fuhrt. Warum sie vor jungen Türken sagte: „Es ist unser gemeinsames Land.“ Man wird auch danach fragen, warum sie nicht widersprach, als ein bekannter Moslem in Deutschland behauptete: „Dieses Land ist unser Land.“ Sie widersprach auch nicht, als Premier Erdogan Deutschland eine ‘Provinz der Türkei’ nannte. Sie musste wissen, dass sie den Deutschen damit die Heimat nimmt. Nicht Sarrazin hat das Land gespalten, sondern diejenigen, die ihre Machtinteressen vor den Willen des Volkes stellten. Sarrazin hat es uns deutlich vor Augen gefuhrt und damit den Kreis der großen Warner geschlossen:

„Es ist das Recht eines jeden Staates und einer jeden Gesellschaft selbst zu entscheiden, wen es in ihr Staatsgebiet und in ihre Gesellschaft aufnehmen wollen und sie haben das Recht, dabei auf Wahrung der Kultur und der Traditionen ihres Landes zu achten.“

Seit sich in einer unerkenn­baren Strategie ein islamisches Netzwerk in Deutschland ausbreitete, stehen die Flammen­zeichen an den Wänden. Wer ist es, der das Feuer an den Frieden im deutschen Land legt? Da tauchte vor kurzem eine Vision in einer Zeitschrift auf. In vielen türkischen Städten waren christliche Stadtteile entstanden und es war bei Strafe verboten, daran Kritik zu äußern. Die Christen erhielten auch auf dem Land ihren Wohnraum und wurden vom türkischen Staat großzügig unterstützt. Sie durften auch Grundbesitz erwerben und in Industrie­unternehmen einsteigen. Man nahm sie in amtlichen Dienst­stellen auf und gab ihnen Minister­posten. Daran Kritik zu äußern stand unter Strafe. Das türkische Volk sah keine Möglichkeit, ihr weiteres Vordringen aufzuhalten und blieb still. Dass Kirchen­glocken neben Moscheen läuteten, mussten die Türken hinnehmen. Man war sich nicht im Klaren darüber, ob die Welt bald untergehen würde.

[Der Abdruck des Textes, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Autors.]

Schlagwörter: , , , , , , ,

Comments are closed.