Dez 15 2010

Von Guttenberg – zum Kaffeetrinken an die Front

Category: Ausland,Gesellschaft,Medien,PolitikHorst Zaborowski @ 19:26

Was hat sich unser „Star-Verteidigungs­mister dabei gedacht? Wir, aus der Erlebnis­generation wissen, es sind zwei Dinge. Der Truppenbesuch des Ober­kommandierenden und die Truppen­aufmunterung durch Lale Andersen mit ihrem „Vor der Kaserne-Lied“ usw. Sicherlich, heute ist eine andere Zeit. Frauen sind im Fronteinsatz nicht mehr „nur“ Kranken­schwestern. – Und trotzdem, die eigene Frau mitzunehmen in ein Frontgebiet ist doch eine Aussage!

Was will uns Bundes­verteidigungs­minister zu Guttenberg mit dieser Handlung sagen? Etwa: seht her ihr Deutschen es ist ungefährlich mit der eigenen Frau zum Kaffeetrinken nach Afghanistan an die Front zu fahren. Es sollte doch jedem Deutschen einleuchten, wer mit seiner eigenen Frau den Truppen an der Front einen Besucht abstattet ist völlig sicher, daß ihr nichts passieren kann.

Was soll die Kehrtwende Herr Bundes­verteidigungs­minister? Es ist Ihr Verdienst, die Mär von den brunnen­bohrenden Soldaten in Afghanistan beendet zu haben. Wie verträgt sich Ihr Frontbesuch mit Ihrer Frau einschließlich Star-Moderator Johannes B. Kerners Front­bericht­erstattungs-Show mit den Gedenken anläßlich der Beisetzung von gefallenen Kameraden? Stehen Sie so unterm Druck Ihrer Freunde in den USA? Oder gehört diese Art der Darstellung zur Betreuung von „Söldnern“, zu denen Sie unsere Soldaten erniedrigen. Sterben für das Vaterland wurde von den Nachkriegs­generationen verteufelt. Sterben als Söldner ganz ohne eigene Interessen ist das erbärm­lichste auf dieser Welt. Und es hat mit der Selbst­verteidigung des eigenen deutschen Volkes nichts mehr gemein!

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