Jan 17 2011

Anne Will gibt Kommunismus-Debatte eine Chance

Category: Geschichte,Gesellschaft,Parteien,PolitikHorst Zaborowski @ 18:48

Es diskutierten Oskar Lafontaine (Die Linke), Rainer Brüderle (FDP), die Filmemacherin Aelrun Goette, der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge und der Journalist Jan Fleischhauer unter dem Thema: „Wirtschaftsboom und Jobwunder – wer träumt noch vom Kommunismus?“

Lafontaine brachte Kommu­nismus und Christentum auf eine Linie – Gemein­eigentum wurde von ihm als Nebelkerze in die Debatte gepresst. In der Debatte selbst wurde um die Darstellungs­hoheit längs der Parteilinien gefochten. Selbst die Filme­macherin Aelrun Goette sprach von einer bürgerlichen Insel, von der aus die Teil­nehmer dieser Debatte agieren.

Von einem besonders festen Platz auf dieser bürgerlichen Insel aus debattierte Rainer Brüderle. Er konnte sein Lächeln kaum unterdrücken bei seinen schön­färberischen Darstellungen bezüglich der Arbeits­losen­zahlen. Selbst die an der Wirklichkeit ange­siedelten Zahlen von Christoph Butterwegge, insbesondere die vorge­tragenen Zahlen: 800 000 Haushalten wurde der elektrische Strom abgeschaltet und 400 000 Haushalten das ‚Gas, weil diese die Rechnungen nicht bezahlen konnten, glitten an ihm ab, wie Wasser an einem Ölblock.

In dieser lebhaften Debatte konnte die von der PDS-Vorsitzenden Gesine Lötzsch losgetretene Kommunismus-Debatte nicht als neue Hoffnung etabliert werden. Das ändert nichts an den Eindruck, daß aus aus dem Untergrund heraus­zuhören war „Völker hört die Signale“.

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