Mai 20 2012

Günter Jauch – Sternstunde des Journalismus

Category: EU,gefunden,Geschichte,Gesellschaft,Medien,PolitikHorst Zaborowski @ 23:32

Wenn Gebäude zu Symbolen erkoren werden sollten, wäre der Gasometer, in dem die ARD-Sendung vom 20.Mai 2012, 21,45 Uhr unter Jauchs Moderation statt fand zu einem solchen Symbol zu zählen.

In diesem Gespräch beteiligte Personen trugen wesentlich zur Aufklärung bei. Wobei Moderator Günter Jauch seine Aufgabe vorbildlich erfüllte – weit ab von den sonst so üblichen Jubel-Moderatoren(innen).

Der von beiden Diskutanten, Peer Steinbrück und Thilo Sarrazin geführte Argumentation- und Gedankenaustausch war für politisch interessierte Bürger aufschlussreich.

Themengrundlage war Sarrazins neues Buch dessen Aussage darin mündete, „Europa braucht den Euro nicht

Sarrazins Ausführungen waren sachlich, von Fakten belegt, eine von ihm gewohnte beinahe wissenschaftliche Analyse zum und über den Euro in gewohnt souveräner Manier.

Steinbrück vermied, all zu viele Eingeständnisse Sarrazins Argumentationen gegenüber einzuräumen. Weil mit dem Widerspruch gegen Sarrazins Darlegungen der Fakten kein „Blumentopf“ zu gewinnen war, holte Steinbrück die übliche politische Bedeutung des Euros für ein friedliches zusammenleben der europäischen Völker aus der Mottenkiste hervor, ohne darauf einzugehen, daß wir Menschen in Europa ohne den Euro auch eine friedliche Entwicklung in bald vier Jahrzehnten durchlebt haben..

In der Beurteilung dieser drei Gesprächsteilnehmer war Peer Steinbrück das Schlusslicht.

Ein entscheidender Wermutstropfen ist darin zu sehen, daß Sarrazin, wie bereits in und mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ Fakten offen legt, jedoch keine Bereitschaft zu erkennen gibt, Verantwortung zu übernehmen, um seine Analysen in Taten zu verwirklichen.

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