Mai 21 2012

Wikipedia’s indirekte Informationen…

Category: BGD,gefunden,Gesellschaft,MedienHorst Zaborowski @ 14:02

Oder wie aus Wahrheit + Wahrheit = Lüge wird.

Eine fiktive Darstellung:

Müller und Maier treffen sich. Um Millionen Müllers und Maiers durch diese Fiktion nicht ins Gerede zu bringen argumentiere ich: Mensch A trifft Mensch B.

In der indirekten Information heiß es jedoch: Mensch A trifft Mensch B der einmal silberne Löffel geklaut hat.

Wahrheit ist: Mensch A trifft Mensch B. Ebenfalls Wahrheit ist, weil durch ein Urteil eines ordentlichen Gerichtes festgestellt wurde, daß Mensch B silberne Löffel geklaut hat.

Aus der zusätzlichen wahren Information „silberne Löffel geklaut“ werden beim Leser dieser Information Gedanken angestoßen. Diese Gedanken werden beeinflusst, wenn dem Leser Mensch B persönlich bekannt ist. Oder der Leser hat von Urteil des Gerichtes über Mensch B bereits etwa erfahren. Ein wissbegieriger Leser wird sich fragen: Warum hat Mensch A mit Mensch B gesprochen und worüber haben diese gesprochen.

Weil in der indirekten Information von Wikipedia der Leser diese Fragen nicht beantwortet findet denkt er weiter darüber nach. Belässt der Leser es beim Nachdenken so bliebt die Frage ob durch Wahrheit + Wahrheit eine Lüge entstanden ist unbeantwortet.

Spricht Mensch A jedoch mit Mensch C über diese Information besteht die Gefahr eines Gerüchtes, wie dies so unter der Hand in unserem schönen Land nicht unmöglich ist.

Letztendlich wird Mensch A indirekt mit den geklauten silbernen Löffel von Mensch B in Bezug Gesetzt. Aus Wahrheit + Wahrheit ist eine Lüge entstanden.

Wenn die Anwendung von indirekten Informationen im politischen Kampf der Kontrahenten auch eine verwerfliche Handlungsweise ist – so liegt es in der „herrschenden Kultur“ in der BRD.

So Milde kann jedoch nicht beurteilt werden, wenn die Praxis der indirekten Information in einem Lexikon wie der Wikipedia Eingang gefunden hat.

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