Aug 04 2012

Forsa-Chef Güllner im Wolkenkuckucksheim

Category: Gesellschaft,Parteien,PolitikHorst Zaborowski @ 21:28

Gemäß Spiegel-Online vom 04. August 2012 denkt der Chef des Meinungsforschungsinstitutes Forsa, Manfred Güllner darüber nach, wie mehr Bundesbürger zur Teilnahme an Wahlen bewogen werden können.

Sein Vorschlag Wahlen nicht an Sonntagen, sondern an normalen Wochentagen stattfinden zu lassen ist schon ein Bruch mit Tradition und Gewohnheit.

Als vom Leben der werktätigen Bürger völlig abgehoben zeugen seine Ausführungen: „Unter der Woche gehen die Menschen arbeiten, einkaufen, Sie kommen miteinander ins Gespräch…“

Hat Herr Güllner an einem Wochentag, insbesondere zu den Zeiten nach Ende des „Arbeitstages“ schon mal vor einem Supermarkt gestanden? Hat er die Frauen gesehen, teilweise mit ihren Kindern auf dem Arm, die in den Supermarkt hineinhetzten? Hat er diese Frauen dann hinaus und zu ihren Autos, ihren Einkauf verpacken und davonfahren gesehen?

Glaubt Herr Güllner wirklich daran, daß eine dieser Frauen stehen bleibt um über Politik zu plaudern?

Es ist eine Unverschämtheit den schaffenden Bürgern, auf eine im höchstem Maße unstetige und unverlässliche Politik der politischen Klasse in der BRD, mit solchen Hirngespinsten zu begegnen.

Sehr geehrter Herr Güllner,

setzen Sie sich mit Ihren Möglichkeiten dafür ein:

daß unsere jungen Bürger einen Einstieg in ihr Berufsleben finden mit Aussicht. Aussicht auf eine wenigsten einige Jahre andauerndes Berufsleben.

Aussicht eine Familie zu gründen und ernähren zu können;

daß Menschen die jeden Tag zur Arbeit gehen und am Monatsende von ihrem Verdienst nicht leben können nicht mehr zum Amt gehen müssen.

Hat Herr Güllner einmal als Wahlhelfer den ganzen Tag in einem Wahllokal als Helfer auf einem Stuhl gesessen? – Und nicht etwa in seinem Chefsessel?

Ob er dann, wenn das Wahllokal um 21 Uhr geschlossen hat und die Auszählung der Stimmen sich bis Mitternacht hinzog, die letzte Straßenbahn weg war, und am nächsten morgen pünktlich an seinem Arbeitsplatz sein mußte, sich auch noch für einen solchen Vorschlag einsetzen würde?

Herr Güllner fordert die Briefwahl abzuschaffen. In seinen Begründungen unterstellt er Bürgern Wahlmanipulation weil sie über einen. Zeitraum von sechs Wochen sich entscheiden können. „In dieser Zeit passieren Dinge, die eine Entscheidung beeinflussen können.

Leider passieren in der ganzen Wahlperiode Dinge, auf die der Bürger nicht mehr reagieren kann. Hier ist eher der Begriff Wahlmanipulation angebracht.

Übers ganze gesehen reiht sich Herr Güllner in diese abgehobene Politiker-Kaste ein die durch ihre Handlungen dazu beitragen, daß immer weniger wahlberechtigte Bürger der Bundesrepublik Deutschland zu den Wahlen gehen.

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