Mrz 08 2013

Gauck ein Gaukler? (Schönfärber)

Category: Deutsches Reich,Geschichte,Politik,RechtHorst Zaborowski @ 19:55

Gemäß preußischer Tradition und preußischem Geist ist eine oben angeführte Wortspielerei unangemessen gegenüber einem Staatsoberhaupt.

Diesmal war diese Ungebührlichkeit jedoch zwingend notwendig, weil in der deutschen Geschichte meines Wissens noch kein deutsches Staatsoberhaupt seinen auf die Verfassung abgelegten Eid mit so verheerenden Auswirkungen auf das Überleben seines Staates und Volkes gebrochen hat, wie der am 24. Januar 1940 in Rostock geborene Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Rede am 22. Februar in Schloß Bellevue.

Wer sich so weit aus dem Fenster lehnt, sollte möglichst hoch wohnen um einen weiten Blick in die Geschichte seines Volkes und nicht seiner Bevölkerung werfen zu können.

Europa – ein kleiner Kontinent – in Jahrtausenden besiedelt, vorwiegend von Menschen, für die ihre Familie den Kern der Gemeinschaft bildete.
Auch schon vor dieser langen Zeit gab es Menschen in anderen Erdteilen, die dies anders sahen und lebten.

Wir Menschen sind in unseren Entscheidung frei, soweit es die von uns anerkannten Institutionen und Gesetze erlauben. – Eine Ausnahme, ohne wenn und aber, gilt jedoch für die Fortpflanzung.

In der Natur mag es Geschöpfe geben, die in ihrer Einmaligkeit den Bestand ihrer Art sichern können,
Bei Menschen ist dies nicht der Fall. Es bedarf  einer Frau und eines Mannes damit Kinder gezeugt werden können. – Der Forschung und Wissenschaft bleibt es vorbehalten, letztendlich einen Menschen in der Retorte entstehen zu lassen. –
Ohne die Grundsubstanz von Frau und Mann einen Menschen das Licht der Welt erblicken zu lassen, wird  nicht erfolgreich sein können.

Was treibt daher in der Bundesrepublik Deutschland Politiker aller Farben dazu, und Bundespräsident Gauck reiht sich mit seiner Aussage:
…oder der Verfolgung jener, die eine gleichgeschlechtliche Beziehung leben.
in diesen Chor ein, Handlungen entgegen den Naturgesetzen zu fördern?
Wer Naturgesetze als Verfolgung deklariert verabschiedet sich von der Ratio und wird zum Demagogen.  – Und mit Demagogen ist unser deutsches Volk in seiner Geschichte reichlich gesegnet. Ganz gleich ob die Um- oder Nachwelt diese als Demokraten oder Diktatoren bezeichnet.

Bundespräsident Gauck kann sich der Zustimmung seiner „Mitbürger“ sicher sein, wenn er das „europäische Gesamtprojekt“  mit der Freizügigkeit als einen Kernpunkt preist. „Wir reisen von der Memel bis zum Atlantik, von Finnland bis nach Sizilien, ohne an irgendeiner Grenze den Reisepaß zu zücken.“Und die Verbrecher dieser Welt reisen mit, erledigen so nebenbei ihre Straftaten in Deutschland und fahren in den sonnigen Süden weiter.

Herr Bundespräsident Gauck, können Sie mit den Staatsbürgern der Bundesrepublik Deutschland mitfühlen, wenn diese von ihrem Urlaub in ihr mit viel Mühe und Schweiß errichtetes Heim zurückkehren und die Wohnung ist ein Trümmerhaufen?
Alles was nur den geringsten „Verkaufswert“ versprach, wurde geklaut – geraubt und nicht nur einfach gestohlen.

Wenn Sie, der von materiellen Sorgen freigestellt ist, sich schon nicht in die Lage dieser betroffenen Staatsbürger hinein-versetzen können, dürfen wir vom Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland erwarten, daß Sie bei Ihren Europa-Schwärmereien auch für diese von dieser „Freizügigkeit“ Geschädigten den staatlichen Schutz bereithalten!

Sie schwärmen weiter:
„Wir lassen uns  vielerorts von polnischen Ärzten behandeln und sind dankbar dafür, weil manche Praxen sonst schließen müßten.“
Fällt Ihnen bei dieser Aussage nicht das Versagen des Staates auf, für den Sie sich verpflichtet haben:

Artikel 56
Der Bundespräsident leistet bei seinem Amtsantritt vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates folgenden Eid:
„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grund-
gesetz und die Gesetze des Bundes wahren und
verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Hat Ihre Kraft nicht ausgereicht, die Regierung der Bundesrepublik Deutschland mit dem gleichen Eifer, mit dem Sie sich für Europa einsetzen, auf ihre Verantwortung für den Staat Bundesrepublik Deutschland hinzuweisen?

Es bedarf neben der notwendigen Ausstattung des Gesundheitswesens auch eines moralischen Weckrufs, wenn in den Ballungszentren die Arztpraxen sich vermehren und in ländlichen Regionen Ärzte weit über ihren Ruhestand hinaus ihre Pflicht erfüllen.
Dieses Problem mit Ärzten aus aller Welt lösen zu wollen, ist eines Volkes das hervorragendes auf dem Gebiet der Medizin und Gesundheitswesen geleistet hat, unwürdig.

Ihr Hinweis:
„Wir lassen uns in Deutschland vielerorts von polnischen Ärzten behandeln und sind dankbar dafür…“,
läßt völlig außer acht, daß bei der von Ihrem Vorgänger im Amt des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, von Weizsäcker, titulierten Wanderschaft von fünfzehn Millionen deutschen Flüchtlingen und dem dabei erlittenen Völkermord von weit über zwei Millionen Zivilisten es auch heute noch Überlebende bei einem Arztbesuch nur alleine bei durchklingenden polnischen Lauten in Panik verfallen. – Sollen diese Überlebenden dankbar sein, vom polnischen Ärzten behandelt zu werden?
Mit Ihren Ausführungen:
„Unsere Unternehmer beschäftigen zunehmend Arbeitskräfte aus allen Mitgliedsländern der Union, die in ihren eigenen Ländern oft gar keine Arbeit oder nur Jobs unter sehr viel schlechteren Bedingungen finden würden.“,
rehabilitieren Sie das Versagen des Staates Bundesrepublik Deutschland aus den 50er Jahren. Damals bereits durften Unternehmen in Deutschland statt den Kräftemangel durch technische Entwicklungen auszugleichen, ohne Einschränkung Arbeitskräfte aus dem Ausland ins Land holen. Dieser verhängnisvolle Weg hat sich bis heute fortgesetzt. Den Profit machen die Unternehmen – die sozialen Lasten tragen die Gemeinden.
Aufgabe der Wirtschaft, Beschäftigung für die  Staatsbürger bereit zu stellen, wird ins Gegenteil verkehrt. Der Mensch als Staatsbürger muß sich bereit halten der Wirtschaft zu dienen. – Profitsucht herrscht in allen Bereichen.

Meinungsumfragen werden von Menschen in unserem Staat aus eigener Erfahrung eingeordnet.
Wer nur die öffentlich zugänglichen Medien verfolgt, erkennt den Versuch, Meinungsumfragen in Richtung einer politischen Korrektheit zu lenken.
In Ihrer Rede nehmen Sie auch Bezug auf Meinungsumfragen:
„Zwar ist die Skepsis gegenüber der EU in den letzten Jahren stark angestiegen, aber eine Mehrheit ist weiterhin überzeugt: Unsere komplexe und zunehmend globale Realität braucht Regelungen im nationenübergreifenden Rahmen.“
Diese globale Realität besteht im nationenübergreifenden Rahmen nicht erst ab Gründung der Bundesrepublik Deutschland, noch seit Gründung EU oder der Einführung des EURO.
Der seit Jahrtausenden geführte Austausch von Waren und die Befruchtung durch Ideen war globale Realität. Nur weil in der heutigen Zeit Nachrichtenübermittllung schneller und einfacher geworden ist und wirtschaftliche wie politische Eliten ihre kostbare Zeit an allen Ecken der Welt in Konferenzen vergeuden, hat sich an der globalen Realität nichts geändert.

Ihre Weissagung:
„Wir alle in Europa haben große politische und wirtschaftliche Vorteile von der Gemeinschaft.“
muß hinterfragt werden.

Woran  können diese wirtschaftlichen Vorteile gemessen werden?
Wer hat diese politischen Vorteile?

Sollten politische und wirtschaftliche Vorteile für die Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland darin bestehen, daß seit Einführung des EURO die Kaufkraft halbiert worden ist? Von der arbeiteten Bevölkerung zur Verfügung gestellte Arbeitskraft, real geringer entlohnt wird? Exporte in Länder der Eurozone vom steuerzahlenden Teil der Bevölkerung über die Rettungsschirme letztendlich selber bezahlt werden? Die BRD der weitaus größte Nettozahler in der EU ist?
Die beschworene Gemeinschaft ist nicht vorhanden. Zwischen Hartz IV-Empfängern und den obersten 10 % reicher Bürger liegen nicht nur Welten – es sind Galaxien.

Ihre Ausführungen
„Oft nehmen wir unsere Identität durch die Unterscheidung gegenüber anderen wahr.“
führt vom Kern des Problems Europa, wie es derzeit von den Befürwortern für ihre Auslegung eines friedlichen Zusammenlebens auf dem kleinen Kontinent Europa in Anspruch genommen wird, hinweg.

Fakt ist: Auf dem Kontinent Europa leben seit Menschengedenken Völker mit eigenen Kulturen und eigenen Vorstellungen, wie sie ihr Leben gestalten wollen.
In den Zeiten der Ausrichtung dieser Völker, im Klartext der Unterdrückung ihrer Identität, auf für ganz Europa geltende staatliche Strukturen, traten die bekannten Katastrophen, sprich kriegerische Auseinandersetzungen ein.

Wenn wir nur die Zeit nach Ende des heiligen Römischen Reich deutscher Nation betrachten:
Napoleon, gescheitert. Gründung des Zweiten Deutschen Reiches. Solange von Bismarck die Balance sicherte, war Frieden. Unter Kaiser Wilhelm begann eine Zeit der Neusortierung der Machtverhältnisse in Europa die über den Ersten Weltkrieg, dem „Friedensvertrag“ von Versailles, und in Folge über die Bemühungen eines Adolf Hitler und dem Ende des Zweiten Weltkrieges zur Teilung Europas in zwei sich bekämpfenden Ideologien führte.

Mit der außereuropäischen Macht USA und der Teileuropäischen Macht UdSSR auf unserem Kontinent Europa, setzte sich die Neusortierung fort.
Der Freiheitswille osteuropäischer Völker hat die Grenze der staatlichen Hoheit verschoben. Trotz des bestehenden Spannungsfeldes entwickelten sich die  Volkswirtschaften und Staaten dank der Entwicklung einer alle Lebensbereiche erfassenden Technik.

Nicht entwickelt hat sich Geist, Diplomatie, Staatskunst usw. Hier wird noch in altertümlichen Gedankengängen an Machtkonstrukturen gestrickt. Gedankengänge wie Größe und Macht sind beherrschendes Denken und Handeln.

Diese Seuche nach Größe, beherrschen Wirtschaft und Politik. Wir Menschen mit unseren Lebensgewohnheiten, unseren Wünschen und Träumen sind diesen Machtbesessenen völlig gleichgültig. Gewachsene Strukturen, Sitten und Gebräuche in allen Völkern Europas – das bedeutet Frieden in der Vergangenheit und auch für die Zukunft.

Womit der von Ihnen zitierte polnische Student:
„…im Projekt Europaeum einen jungen Studenten getroffen, der als Pole in Deutschland aufwuchs, polnisch erzogen, mit Polnisch als Muttersprache, und bei Sportereignissen trug er begeistert die polnische Fahne umher. Aber erst, als er ein Semester in Polen studierte und seine Kommilitonen ihn komplett als Deutschen wahrnahmen, wurden ihm auch diese, seine deutschen Anteile der Identität bewußt.“
konfrontiert wurde, ist keine Identitätsfindung durch Unterscheidung. Es ist Ausdruck eines natürlichen Empfindens. Bei selbständigen und freien Völkern Europas mit eigener, gelebter Kultur.

Bei Ihren Ausführungen:
„Doch wie sieht es heute aus? Was bildet denn heute das einigende Band zwischen den Bürgern Europas? Woraus schöpft Europa seine unverwechselbare Bedeutung, seine politische Legitimation und seine Akzeptanz?“
Bedarf es der Abklärung des Begriffes „politische Legitimation“.

Gemäß bpb Bundeszentrale für politische Bildung:
Legitimation
[lat. lex – das Gesetz] Beglaubigung/Rechtfertigung, etwas Bestimmtes zu tun. Der Bundestag, die Bundesregierung und das Bundesverfassungsgericht besitzen eine demokratische Legitimation, die Staatsgewalt auszuüben, weil sie direkt oder indirekt vom Volk gewählt sind. Sie handeln deshalb „im Namen des Volkes“

sind Ihre Begründungen dürftig.
Bei Gründung der Bundesrepublik Deutschland (Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 verkündet.) wurde das deutsche Volk nicht zum Votum gebeten.
In den parlamentarischen Rat wurden gemäß Wikipedia:
Der Parlamentarische Rat war ein von den elf Ministerpräsidenten der deutschen Länder der drei westlichen Besatzungszonen auf Anweisung der drei Westmächte Frankreich, Großbritannien und Vereinigte Staaten von Amerika eingesetztes politisches Organ und bestand aus gewählten Vertretern der Landtage.“
Vertreter der Landtage gewählt.

Einige Ministerpräsidenten:
„Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er von der britischen Besatzungsmacht am 5. Juli 1945 zum Oberpräsidenten von Westfalen und am 24. Juli 1946 zum ersten Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen berufen“
wurden von den Alliierten in ihre Ämter eingesetzt. Berufen klingt zwar besser, es ist und bleibt keine Berufung durch eine Wahl aus der Mitte der Bevölkerung heraus, sondern ein diktatorischer Akt durch eine fremde Macht.
Demokratische Diktatur!

Nicht besser sieht es bei der EU aus.
„Europäische Union
Die Europäische Union ist ein aus 27 europäischen Staaten bestehender Staatenverbund. Seine Bevölkerung umfaßt über eine halbe Milliarde Einwohner. Wikipedia
Gegründet: 1. November 1993
Gründer: Jean Monnet“

„Jean Monnet
Jean Omer Marie Gabriel Monnet war französischer Unternehmer und der Wegbereiter der europäischen Einigungsbestrebungen, ohne je Politiker im Sinne eines gewählten Mandatsträgers gewesen zu sein – er war nie Regierungschef oder auch nur Minister. Wikipedia
Geboren: 9. November 1888, Cognac,
Gestorben: 16. März 1979, Paris“.

Bereits mit Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl vom 18. April 1951 setzte sich die Praxis von Ernennungen an Stelle von demokratischen Wahlen weiter durch.
Nur diesmal nicht von den Siegern des Zweiten Weltkrieges in Uniformen, sondern in Maßanzügen.
Wie schon Woodrow Wilsons 14 Punkte vom 8. Januar 1918 hehre Ziele verkündeten, so waren Verkündungen von Jean Monnet ebenfalls darauf gerichtet, deutsche Staatsbürger mit der moralischen  Keule zum einlenken zu bewegen.

Diese Druck- und Drohkulisse wird bis auf den heutigen Tag, man denke nur an den ESM, fortgesetzt.

Wenn dies
das einigende Band zwischen den Bürgern Europas?
sein soll könnten wir das Muster des einigenden   Bandes der UdSSR gleich übernehmen. Wobei die gesamte Konstruktion der EU mit Kommissaren usw. nicht  nur äußerliche, sondern auch ihrem Geiste nach, mit dieser kommunistischen „Völkergemeinschaft“ mehr gemein hat als nach demokratischen Vorstellungen erlaubt ist.

Wenn Menschen in den Staaten Europas überhaupt mit ihren jeweiligen Politikern einig sind, dann in dem Wunsch, „Nie wieder Krieg“.

Leider erfüllt sich dieser Wunsch nicht. Selbst wenn so „friedensstiftende“ Politiker wie Winston Churchill als Kronzeugen bemüht werden. Kriege auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien sind nicht die einzigen Kriege geblieben, die von deutschem Boden aus geführt werden. Ein Unterschied zu der Vergangenheit besteht darin, damals wurde das Wort Krieg ausgesprochen. In diesen Zeiten verbiegen sich jahrelang deutsche Politiker aller Parteien, reden um den heißen Brei, über Aufbau von Schulen in Afghanistan und sonstigen sozialen Errungenschaften.

Feigheit vor dem eigenen Volk kommt noch vor der Feigheit vor dem Feind.  Wobei die Feigheit vor dem „Freund“ ebenfalls eine Beleidigung des eigenen Volkes durch die deutsche politische Elite ist.

Bei Ihren Ausführungen:
„Daß die Beschränkung der Gewalt in diesem gewaltsamen Jahrhundert unsere gemeinsame Pflicht geworden ist, darüber gibt es keinen Zweifel.“
Zustimmung Herr Präsident!
Bei dieser absoluten Feststellung gehört jede Art von Gewalt unter diese gemeinsame Pflicht gestellt.
Wer sonst, als die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat an erster Stelle Verantwortung für jegliche Einhaltung dieser Pflicht?

Und da wäre noch der Deutsche Bundestag, der in trauter Einigkeit Auslandseinsätzen der Bundeswehr an vielen Kriegsschauplätzen auf unserer Erde zustimmt.

Für die innere Sicherheit sind unsere Bundesländer zuständig.
Wie wird dieser gemeinsamen Pflicht nachgekommen? Können finanzielle Mittel für Repräsentation in der Bundeshauptstadt Berlin gestrichen und dafür mehr Ordnungshüter eingestellt werden?
Werden die Grenzkontrollen an den Grenzen zur Bundesrepublik Deutschland erneut eingeführt, damit aus dem Ausland „einreisende“ Diebesbanden gefaßt werden können?
Oder fällt Diebstahl nicht unter den Begriff
Beschränkung der Gewalt

Ihre Darstellung:
„Doch mochten Ost- und Mittelosteuropa über 40 Jahre abgeschnitten sein, so lebten seine Bewohner doch im Geiste in Europa.“
war Wunschdenken einer kleinen „Elite“. Selbstverständlich lebten alle Deutschen in der Mitte des Kontinentes Europa.
Jedoch  der aufgezwungene ideologische und reale Graben ließ durch seine harte Ausrichtung keinen Platz für große und kleine Geister.

Ihr Eingeständnis:
„Für sie und auch für mich war 1989/90 unser überzeugtes Ja zu dem freien, demokratischen, wohlhabenden Europa so etwas wie der zweite Gründungsakt Europas, ein nachgeholter Beitritt für jenen Teil des Kontinents, der einfach nicht von Anfang an dabei sein konnte.“
mag für Sie persönlich gelten. Für die Millionen Deutsche in der DDR, welche mit den Bananen auch die Arbeitslosigkeit bekamen, gestaltete sich ihr Leben weiterhin in den alltäglichen Sorgen und  Nöten. Für sie war Europa ein Fleck auf der Landkarte zu DDR-Zeiten und ist es auch nach dem Anschluß geblieben. Ein Unterschied liegt darin, daß der Weg zur Arbeit für die meisten Deutschen in der DDR bis zu 30 km betragen hat und heute sind es 300 km und teilweise noch mehr.
Durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union:
„Das Nobelpreis-Komitee hatte der EU am 12. Oktober überraschend den mit acht Millionen schwedische Kronen (930.000 Euro) dotierten Preis zugesprochen. Es würdigt damit den Beitrag der Union für die Verbreitung von Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa.“
wurden Sie evtl. zu folgender Aussage:
„So, wie Europa nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem ein Friedensprojekt gewesen war, so war es nach 1989 vor allem ein Freiheitsprojekt.“
angeregt.
Das einzig wahrheitsgetreue und segensreiche an diesen Darlegungen ist – die Europäische Union erhält 930.000 Euro – und hoffentlich darf der deutsche Steuerzahler damit rechnen, daß die Zahlungen der Bundesrepublik Deutschland an die EU um seinen Anteil an den 930.000 Euro gekürzt werden.

Ein Friedensprojekt im kalten Krieg bis auf die Zähne, einschließlich der Atombomben, bewaffnet, mit Kriegen auf dem Balkan usw. usf. ist schon eine Weltsensation.

Und hat sich mit dem Anschluß der DDR an die BRD etwas geändert? Wurde abgerüstet? Nein, bis zum heutigen Tage lagern amerikanische Atombomben auf dem Gebiet der „freiesten Republik“ die es je auf deutschem Boden gegeben hat.

Ein Freiheitsprojekt, dessen einziges Merkmal die Überschreitung der staatlichen Grenzen, ohne das die Menschen ihren Ausweis vorzeigen müssen, ist  schon mehr als nur dürftig.

Freiheit beginnt bei der persönlichen Freiheit des Menschen. Dazu gehört auch, daß  der Mensch sich selber und seine Familie ernähren kann, daß er und seine Familie ein Dach über dem Kopf haben und sie die darunter befindlichen Wände vor den Unbilden der Natur schützen.

Wieviele Millionen Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland müssen Sozialhilfe in Anspruch nehmen, um den notdürftigsten Lebensstandart zu erhalten?!
Und wo bleibt die Freiheit der Gedanken, die Freiheit der eigenen Seele?!
1. Freiheit, die ich meine,
Die mein Herz erfüllt,
Komm mit deinem Scheine,
Süßes Engelsbild!
Magst du nie dich zeigen
Der bedrängten Welt?
Führest deinen Reigen
Nur am Sternenzelt?

Max von Schenkendorfs (1783-1817)

Bei dieser Faktenlage junge Menschen mit der Schokoladenseite für Europa zu ködern, ist leichtfertig.
„Die junge Generation, die in den 80er Jahren und später geboren wurde, sieht Europa wieder mit ganz anderen Augen. Ihre Großeltern und Urgroßeltern, die Berlin, Warschau und Rotterdam noch in Schutt und Asche erlebten, sie haben es geschafft, Europa neu aufzubauen, im Westen konnten sie sogar Wohlstand an ihre Kinder und Kindeskinder vererben.“
Diese generelle Darstellung hat mit der Erlebniswelt wenig gemeinsam.
Wie steht es mit den überfüllten Hörsälen an den Universitäten? Wie steht es mit den erforderlichen preiswerten Wohnungen für Studenten?
Welche Hürden bauen sich für Studenten mit gutem und mittlerem Abschluß bereits bei der Suche nach einem Praktikum auf? Ein festes Vertragsverhältnis ist wie ein 6er im Lotto.
Welche Lebensperspektive eröffnet sich für junge Menschen ohne Studium? Durch die momentane gute Auslastung in Gewerbe und Industrie im Verbindung mit der geringeren Zahl von Schulabgängern hat sich die Situation in diesem Bereich verbessert.
Trotzdem, der Lebenskampf erreicht einen Jeden, sobald er das sichere Nest von Schule und Studium verlassen hat.
Es sind Lebensläufe bekannt, in denen die Zeit der „Ausbildung“ ein halbes Arbeitsleben erreicht; von der zweiten Hälfte alleine reicht es nicht für die Rente.
Mit der Europa-Euphorie
„Wir sind Europa! Und ihr erlebt tatsächlich „mehr Europa“ als alle, alle Generationen vor euch!“
ist es leider nicht getan.
Zum erleben gehört gestalten. Rechte und Pflichten bilden zusammen die Grundlage für jede erfolgreiche Entwicklung, ganz gleich ob im privaten Bereich oder im Staat.
Jeder braucht einen Anker, der ihm in unerwarteten Situationen einen Halt gibt. Im Regelfall ist dies die eigene Familie. Es sind die Freunde aus Kindeszeiten oder neu gewonnene, die eine Stütze sein können. Diese Hilfen werden in der Muttersprache am unmißverständlichsten angenommen.
Die neuen technischen kommunikationsmöglichkeiten erlauben Kontakte rund um den Erdball.  Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht bleibt jedoch immer eine bessere Möglichkeit, selbst wenn dies über Handy auch zu bewerkstelligen ist.
Die Heimat mit ihrem ureigensten Gefühl wird in vielen Fällen Ausschlag geben zu bleiben oder in der weiten Welt sein Glück zu suchen.

„Trotzdem stimmt natürlich, was oft moniert wird: In Europa fehlt die große identitätsstiftende Erzählung. Wir haben keine gemeinsame europäische Erzählung, die über 500 Millionen Menschen in der Europäischen Union auf eine gemeinsame Geschichte vereint, die ihre Herzen erreicht und ihre Hände zum Gestalten animiert“

Herr Präsident Gauck,
Sie bemühen sich redlich, eine „europäische Erzählung“ in die Wege zu leiten. Gott sei Dank – waren europäische Völker seit Jahrtausenden bemüht, Geschichten ihres Volkes über Generationen weiter zu geben. Diese waren nicht an den Haaren herbeigezerrt, wie Ihre Bemühungen um eine gemeinsame Geschichte Europas. Diese Geschichten kamen aus Volkes Mitte und nur darum überlebten diese alle Bemühungen aller ernannten und selbsternannten Herrscher über Europa.
„Wir Europäer haben keinen Gründungsmythos nach der Art etwa einer Entscheidungsschlacht, in der Europa einem Feind gegenübertreten, siegen oder verlieren, aber jedenfalls seine Identität wahren konnte.“ Türken vor Wien (12. September 1683) (die Redaktion)
„Die eine europäische Identität gibt es genauso wenig wie den europäischen Demos, ein europäisches Staatsvolk oder eine europäische Nation.“
Hochachtung Herr Präsident Gauck!
Warum dann noch der ganze Aufwand über alle möglichen und unmöglichen Wege (EU usw.) souveränen Völkern einen Teil ihrer Souveränität abzugaunern?!
Ist das Verhältnis in den Staaten zwischen produktiven Kräften und den verwaltenden Kräften zu ungunsten der produktiven Kräfte nicht schon hoch genug?

Müssen die produktive Kräften zusätzlich diese Last
des ausufernden Bürokratismus auch noch auf europäischer Ebene ertragen und bezahlen?

Jeder ausgediente Politiker aus den einzelnen Ländern bekommt ein Amt in der EU. Ein Amt muß seine Existenzberechtigung nachweisen. – Und wir Staatsbürger in den einzelnen Ländern dürfen uns dann mit Verordnungen für krumme oder gerade Gurken – für Glühlampen und tausend anderen überflüssigen Kokolores herumplagen.

Dazu kommt noch der Einfluß mächtiger Gruppen, die über unser Wasser, über unsere Nahrung verfügen wollen. Sie wollen uns abhängig machen von „Menschen“ die nicht begreifen, daß das Totenhemd keine Taschen hat. Diese kranken Hirne mißbrauchen ihre Macht – sie sind nach Macht süchtig.

Wie das bei Politikern so ist, sagen sie einmal etwas vernünftiges, schon kommen die Phrasen.
„Aber dennoch hat Europa eine identitätsstiftende Quelle – einen im Wesen zeitlosen Wertekanon, der uns auf doppelte Weise verbindet, als Bekenntnis und als Programm. Wir versammeln uns im Namen Europas nicht um Monumente, die den Ruhm der einen aus der Niederlage der anderen ableiten. Wir versammeln uns für etwas – für Frieden und Freiheit, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, für Gleichheit, für Menschenrechte, für Solidarität.“
Frieden und Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit, Menschenrechte und Solidarität können wir in unseren einzelnen souveränen Staaten herstellen. Dafür brauchen wir nicht den Moloch Europäische Union.

Weiter in Original Gauck:
„Alle diese europäischen Werte sind ein Versprechen, aber sie sind auch niedergelegt in Verträgen und garantiert in Gesetzen. Sie sind Bezugspunkte unseres gemeinsamen republikanischen Verständnisses – Grundlage dafür, daß alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt am gesellschaftlichen und politischen Leben teilhaben können. Die europäischen Werte öffnen den Raum für unsere europäische Res publica.“

Verträge und Gesetze werden normalerweise geschlossenen, um Vertragschließende und Menschen für die sie diese Verträge schließen, für eine in den Verträgen festgelegte Zeit abzusichern. Abzusichern vor Überraschungen, damit sie ihre Lebensplanung vertrauensvoll gestalten können.

Und was geschieht auf nationaler und internationaler Ebene? Gesetze werden schneller gebrochen als Staatsbürger sie lesen und schon garnicht begreifen können. – Lediglich Gauner, in allen Völkern und Organisationen „beheimatet“, bereichern sich um Milliarden Euro (und auch in allen anderen Währungen) auf Kosten der ehrlichen Steuerzahler.

Die gegenwärtigen Zeiten der Krisen, Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Staatskrise usw. führt einem Jeden von uns vor Augen, vertrauen können wir höchstens auf Adenauers Ausspruch: „Was stört mich mein Geschwätz von gestern.“

Eine „europäische Res publica“, ein europäisches Gemeinwesen in des Wortes Sinne ist Zukunftsmusik. In unserer Bundesrepublik Deutschland sind viele Gemeinden in finanzieller Not. Notwendig ist eine bundesdeutsche Res publica.

Politiker in der Bundesrepublik Deutschland, und Staatspräsident Joachim Gauck zählt dazu, sind in ihre Ämter gewählt worden, um zuerst im eigenen Hause Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten.

Nach unserem großen Johann Wolfgang von Goethe, Erinnerung; dort: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“
Wenn nur wenige greifbare Fakten zur Unterstützung geeignet sind, wird auf „höhere“ Werte zurückgegriffen:
„Unsere europäische Wertegemeinschaft will ein Raum von Freiheit und Toleranz sein. Sie bestraft Fanatiker und Ideologen, die Menschen gegeneinander hetzen, Gewalt predigen und unsere politischen Grundlagen untergraben.“

Hier muß nachgefragt werden was versteht wer unter einer europäischen Wertegemeinschaft?
Naheliegend ist es, wie sieht es mit der Wertegemeinschaft im eigenen Land, unserer Bundesrepublik Deutschland aus und dann erst, wie sieht es mit der Wertegemeinschaft in allen anderen europäischen Staaten aus.

Gemäß Duden: durch gemeinsame Wertvorstellungen verbundene Gemeinschaft.

Gemeinschaft wurde in den vergangenen Jahrzehnten in der Bundesrepublik Deutschland nur noch vereinzelt gelebt.
Im wirtschaftlichen Bereich wurden Ellenbogen ein Symbol von Stärke und Freiheit.
Im sozialen Bereich wurde Durchlässigkeit, und Hilfe zum sozialen Aufstieg mehr und mehr zur Ausnahme.
Im politischen Bereich beschränkte sich Gemeinschaft in Parteien, Organisationen usw. auf die Stützung eigener Genossen usw.
Allein der Gedanke an eine Volksgemeinschaft war Teufelswerk.

Wenn sich wirkliche Gemeinschaften bildeten, dann bei den protestierenden Gruppen. Vorwiegend bei jüngeren Menschen.

Nur diese kurze Auflistung läßt bereits erkennen, der Begriff Wertegemeinschaft kann vom Wort und Sinn her kein Wert an sich sein!
Er benötigt immer einen Bezug. Je umfassender, weiter Bezug genommen wird, so verzweigter bieten sich Deutungen und Vorstellungen an.

Wenn wir dazu noch in Wertevorstellungen unserer europäischen Nachbarstaaten blicken, kommt noch die jeweilige Mentalität, das in den einzelnen Ländern gelebte Miteinander hinzu.
Wir können bei unserer Bundesrepublik Deutschland bleiben.
Beim Schächten gab es in Deutschland eine alle Gruppierungen übergreifende Meinung der Ablehnung. Durch die in den letzten Jahrzehnten vermehrt einsetzende Einwanderung kamen „Sitten und Gebräuche“ ins Land, die nach deutschen Gesetzen verboten waren.
Auch bei den Nachbarstaaten:
01.12.2012 – Das Verfassungsgericht in Polen hat vorläufig die rituelle Schlachtungsmethode des Schächtens verboten.
15.07.2011 – Das niederländische Parlament hat mit deutlicher Mehrheit für ein Verbot des Schächtens von Tieren gestimmt.

setzte sich die Ablehnung des Schächtens durch und wurde Gesetz.

Jedoch – Regierungen und Gerichte in der Bundesrepublik Deutschland führen den an Wertegemeinschaft glaubenden vor Augen: Religiöse Minderheiten, von ihrer Religion aus und von der absoluten Zahl ihrer Anhänger her, setzen sich gegenüber der Mehrheit der deutschen Bevölkerung durch.
Diktatur der Minderheit in der Demokratie!

Soviel zu Gaucks Ausführungen:
„unsere politischen Grundlagen untergraben.“

Auch die folgenden Ausführungen können für das Zuvor Gesagte wie für das Weiterführende gelten.
„Von anderen Kontinenten zugewanderte Menschen wissen das Kostbare Europas oft in ganz besonderer Weise zu schätzen…“

„Sie erleben Europa als einen Raum des Wohlstands.“
Es ist schon bemerkenswert, wie die Anklage unseres Deutschen Volkes wegen der begangenen Taten so viele Menschen aus so vielen Staaten und Völkern nicht davon abhält, in die Bundesrepublik Deutschland zu kommen. Mit dem „Raum des Wohlstands“  ist es wohl in Europa nicht weit her.
Zahlen der Erwerbslosen, insbesondere bei Jugendlichen, sprechen eine überzeugende, ganz andere Sprache.
„Aber auch namhafte Befürworter Europas fragen, ob alles, was bis jetzt von Brüssel aus reguliert wird, wirklich von dort aus kommen muß. Wir stehen also mitten in dieser Diskussion und nicht an ihrem Ende.“

Hier stellt sich die Frage: wen meint Bundespräsident Gauck mit „Wir“?

Ist die europäische politische Klasse als Bannerträger ohne Gefolgschaft angesprochen? Wahlbeteiligungen zum Europa-Parlament:

1979     Gesamt 63,0 %, Deutschland 65,7 %
2009 Gesamt 43,0 %, Deutschland 43,3 %
Oder

„Die Europäische Kommission besteht aktuell aus 27 Mitgliedern, die umgangssprachlich als Kommissare bezeichnet werden. Seit der EU-Erweiterung 2004 entsendet jeder der Mitgliedstaaten je ein Kommissionsmitglied.“

Oder

„der Europäische Rat – das Gremium der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU)“
In dem jedes Land innerhalb der EU  durch ein Mitglied mit Regierungsvollmacht vertreten ist. z.B. die BRD durch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Alle zusammen bilden in der EU eine Elite und sind sich in Einem einig – die Völker Europas in eine Konstruktion zu pressen, die mit dem System der untergegangenen UdSSR fast identisch ist.

Eine wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist nur, in der EU dirigiert der Raubtier-Kapitalismus die Exekutive. In der UdSSR besorgte das der „Staat“ direkt.

Den ausgebeuteten Staatsbürgern hilft es wenig, ob der Kommunismus sie um die Früchte ihrer Lebensarbeit bringt oder die von ihnen selbst ,demokratisch gewählten „Volksvertreter“ Hand in Hand mit der Banken-Mafia.

Im Text der Rede kommt Gauck zur „Schwelle“
„Notwendige Anpassungen im wirtschafts- und finanzpolitischen Bereich im Euroraum hat die Politik jetzt glücklicherweise unter Druck vorgenommen. Wir alle wissen aber, daß Europa ja vor weiteren Herausforderungen steht. Ich habe eingangs in meiner Rede von einer Schwelle gesprochen: Wir halten inne, um uns gedanklich und emotional zu rüsten für den nächsten Schritt, der Neues von uns verlangt.“

Das gesamte europäische Projekt nach dem Zweiten Weltkrieg war ein stolpern von einer Schwelle zur anderen. Dies lag nicht an den „Baumeistern“, sondern an ihren Motiven.
Wäre der Schuman-Plan, als er „am 9. Mai 1950 vom damaligen französischen Außenminister Robert Schuman (1886–1963) im Salon de l’Horloge des Quai d’Orsay vor Pressevertretern in einer Regierungserklärung bekanntgegeben wurde.“
von der deutschen Bevölkerung wahrgenommen, geschweige denn durchschaut worden, hätte sich daraus nicht die Utopie EU entwickeln können.

„Die französische Regierung schlägt vor, die Gesamtheit der französisch-deutschen Kohle- und Stahlproduktion unter eine gemeinsame Oberste Aufsichtsbehörde (Haute Autorité) zu stellen, in einer Organisation, die den anderen Ländern zum Beitritt offen steht. […]“

Fünf Jahre nach Kriegsende, hatten wir die Trümmer noch nicht geräumt. Bezahlte Arbeit zu finden war schwer. Millionen Kameraden waren noch in Gefangenenlagern. Millionen Vertriebene hatten, wenn überhaupt, ein Dach über dem Kopf und bemühten sich um das aller-notwendigste. Die wenigen, zumeist Bauern, bestellten ihre Felder und waren, wenn man es so nennen will, im Frieden angekommen. Wir, die wir noch in den Kellern der zerbombten Häuser überlebten oder in notdürftig hergerichteten Wohnungen, für uns galt die Gegenwart, das hier und heute. Deutschland war weit – Europa war ein Kontinent aus dem Schulatlas.

Das es Staatsmänner wie Robert Schumann gab, die daran strickten, daß wir auch ja nicht mit unserem Fleiß uns aus dem Elend herauskrabbeln sollten und dafür vorsorglich schon mal die Energie-Basis, unsere Kohle unter ihre Kontrolle brachten, nahmen wir nicht war.

Da waren ja die Anderen, die den Krieg in Klöstern versteckt, gut überlebt hatten. Dazu gesellten sich die scheinbar unausweichlichen Wendehälse mit drei Parteibüchern, die sich berufen fühlten den „Siegern“ die Füße zu küssen.
Einmal ein Sklave – immer ein Sklave!

Auch Gauck stimmt in die Mär ein:
„Einst waren ja die europäischen Staaten Großmächte und Global Players. In der globalisierten Welt von heute mit den großen neuen Schwellenländern kann sich im besten Fall ein vereintes Europa als Global Player behaupten: politisch, um substanziell mitentscheiden und weltweit für unsere Werte Freiheit, Menschenwürde und Solidarität eintreten zu können. Wirtschaftlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben und so in Europa unsere materielle Sicherheit und damit innergesellschaftlichen Frieden zu sichern.

Nur große Wirtschaftseinheiten, große politische Einheiten von Staaten können wirtschaftlich oder politisch überleben. Diese Mär erhält kein reales Fundament, nur weil der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, dies in seiner Rede so darstellt.
Das Gegenteil ist der Fall. Kleine Einheiten, ob in der Wirtschaft oder als Staat können auf Einflüsse schneller reagieren. – Stimmen muß das Geschäftsmodell. Menschen müssen, und wir deutsche können dies mit allen ihren guten Tugenden, Fleiß, Treue, Zuverlässigkeit und Mut, hinter dem Geschäftsmodell und dem Staat stehen.

Firmenleitung und Staatsführung müssen im Gegenzug aber auch zu ihren Menschen stehen!

Wer seine Mitarbeiter bei jedem Windzug unter Druck setzt, sie womöglich gleich entläßt zerstört das auf Vertrauen beruhende Geschäftsmodell.

Staatsführungen, die glauben, einem Zug der Zeit folgen zu müssen und ihre eigenen Staatsbürger verraten, sind es nicht wert, diesen Staat zu führen.
Ja – ja, da kommt es, das furchtbare Wort führen. Obwohl doch gerade die so angehimmelten großen Einheiten einer straffen Führung bedürfen.
Europas Rolle sieht Gauck weiterhin in:
„Wir brauchen eine weitere innere Vereinheitlichung. Denn ohne gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik kann eine gemeinsame Währung nur schwer überleben“
jedoch nicht die  Zwangsjacke einer gemeinsamen Währung.

Es ist verwunderlich, auch wenn Gauck die ersten 40 Jahre des „gemeinsamen“ Europas in einer anderen „Gemeinsamkeit“ erleben durfte, so dürfte ihm der wirtschaftliche Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland, auch ohne Euro, nicht entgangen sein.

Und dieser Aufschwung fand statt obwohl wir bei Beginn für einen Dollar vier DM hinblättern mußten.
Nutznießer waren die „Heuschrecken“ die bereits damals, evtl. anders genannt, genau wie nach dem Anschluß der DDR an die BRD, sich Werte, vorwiegend Immobilien „einverleibten“

Die Möglichkeit der schwankenden Währungen hat den Aufschwung nicht wirklich gefährden können.
Obwohl Otto Normalverbraucher noch keinen PC hatte und die Umrechnungskurse per Hand ermitteln mußte. Trotzdem reisten viele Deutsche ins benachbarte Ausland. Und für unsere DM konnten die meisten von uns sich das ihrer „Gehaltsklasse“ entsprechende leisten. – Und wer mehr haben wollte, mußte auch damals mehr leisten.

Die Einführung des Euro war ein Staatsstreich der Regierenden gegen ihre eigenen Völker. Eine handvoll Fanatiker wollten mit der Brechstange wirtschaftliche- und finanzielle Grundvoraussetzungen außer Kraft setzen. Nach dem Motto
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ – zitiert von Dirk Koch: Die Brüsseler Republik. Der SPIEGEL 52/1999 vom 27. Dezember 1999, S. 136, spiegel.de
wurde unsere DM dem Experiment EURO geopfert.
Wir Deutsche werden durch diesen Irrsinn um unseren Lebensstandart betrogen. ESM und noch folgende Zwangsjacken zwingen Generationen ins Zinsjoch, verkürzt auf vier Buchstaben – Euro.
Es belastet unseren Geldbeutel und unsere Seelen. Schwierige Verhandlungen, selbst angeblich erfolgreiche, sind nur Teilerfolge.
Das über uns schwebende Unheil EU bereitet uns nicht nur Unbehagen, es ist der Untergang unserer Kultur und beraubt uns unserer Freiheit.

Für Gauck sind Menschen, die ihre Heimat lieben Populisten:
„Dies nun geduldig und umsichtig zu vermitteln, ist Aufgabe aller, die sich dem Projekt Europa verbunden fühlen. Unsicherheit und Angst dürfen niemanden in die Hände von Populisten oder Nationalisten treiben.“
Typisch Politiker. Nur keine klare Aussage, immer schön zwiespältig bleiben und dabei dann zur Einheit aufrufen.
Bedeutungen gemäß Duden:
„(1. Politik) von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen.

(2. Politik) literarische Richtung des 20. Jahrhunderts, die bestrebt ist, das Leben des einfachen Volkes in natürlichem realistischem Stil ohne idealisierende Verzerrungen für das einfache Volk zu schildern.“

Im Umkehrschluß dürfte behauptet werden: Menschen, welche keine Populisten sind, können demgemäß Menschen außerhalb des einfachen Volkes (Eliten oder Spinner) sein und betreiben ihre Politik mit unnatürlichen, unrealistischen, idealisierenden Verzerrungen.
Danke, Herr Bundespräsident Gauck, unsere Mehrheit des deutschen Volkes darf sich glücklich schätzen, zu den Menschen in Europa zu gehören, die aus den Jahren der Kriege gelernt haben.

Denkt Bundespräsident Gauck vielleicht, die Einheit Europas zu fördern, indem er Kultur und Sprache der Völker Europas gegeneinander als Argumentatonshilfe heranzieht?
Wer meint, die europäische Vereinigung sei so etwas wie ein Kunstgebilde und unfähig, ihre unterschiedlichen Bürgerinnen und Bürger aus bald 28 Nationalstaaten zusammenzuführen, der sei daran erinnert, daß auch die Nationalstaaten nichts natürlich Gewachsenes und nichts Ewiges sind und waren und daß ihre Bürger häufig erst sehr langsam in sie hineinwuchsen. Als 1861 die italienische Einheit geschaffen wurde, erklärte der Schriftsteller und Politiker Massimo D’Azeglio: „Italien haben wir geschaffen, nun müssen wir die Italiener schaffen.“ Weniger als zehn Prozent der Bürger sprachen damals Italienisch und die Masse kannte nur Dialekte.
Wenn schon die eigene Sprache eines Volkes eine Anspruch herleitet, dann müssen wir darauf hinweisen, bereits um 1350 gab es Ansätze zu einer überregionalen Schriftsprache, die man in der Forschung Frühneuhochdeutsch nennt. Und mit Luthers Bibeldruck von 1544 war die Verbreitung der deutschen Schriftsprache gelungen.
Gaucks Darstellung in seiner Rede:
„Doch anders als im 19. Jahrhundert, als auch das Deutsche Reich aus einem Flickenteppich von Königreichen und Fürstentümern hervorging, können und wollen wir eine europäische Vereinigung nicht von oben dekretieren. Wir haben inzwischen starke Zivilgesellschaften. Ohne die Zustimmung der Bürger könnte keine europäische Nation, kann kein Europa wachsen. Takt und Tiefe der europäischen Integration, sie werden letztlich von den europäischen Bürgerinnen und Bürgern bestimmt.“
ist eine Verhöhnung aller Staatsbürger in allen Ländern Europas. Wann, wo und wie können die Bürger Europas den Handlungen von EU-Ministerrat oder EU-Kommission direkt zustimmen? Beim Gouverneursrat des ESM können noch nicht einmal die so genannten Vertreter des Volkes Einfluß nehmen!

Gaucks Einladung an die Brieten ist rührend.
„Liebe Engländer, Waliser, Schotten, Nordiren und neue Bürger Großbritanniens! Wir möchten euch weiter dabeihaben! Wir brauchen eure Erfahrungen als Land der ältesten parlamentarischen Demokratie, wir schätzen eure Traditionen, aber wir brauchen auch eure Nüchternheit und euren Mut! Ihr habt im Zweiten Weltkrieg mit eurem Einsatz geholfen, unser Europa zu retten – es ist auch euer Europa. Laßt uns weiter gemeinsam den Weg zur europäischen Res publica bestreiten, dabei auch unter Umständen streiten, aber nur gemeinsam sind wir den künftigen Herausforderungen gewachsen. Mehr Europa soll nicht heißen: ohne euch!“
Über Geld sollten Menschen mitreden dürfen, die zumindest die Sachzusammenhänge kennen. Darum hier die amtlichen Zahlen:

„Seit dem (1984) werden Großbritannien von seinen jährlichen Überweisungen nach Brüssel zwei Drittel wieder erstattet. Derzeit beziffert sich der Rabatt auf jährlich 5 Mrd. Euro, während die britische Nettozahlung rund 2,7 Mrd. Euro beträgt. Deutschland hingegen zahlt deutlich mehr als 7 Mrd. Euro netto in den EU-Topf ein. Pro Kopf gerechnet trägt jeder Deutsche doppelt so viel zum EU-Haushalt bei wie jeder Brite.“
Es ist wohl einmalig in der Geschichte, daß ein Staatsoberhaupt darum bettelt, daß seinem Volk größere Lasten auferlegt werden als bei Vertragsabschluß vereinbart wurde.
Und immer die unbewiesenen Behauptungen:
„Sehr geehrte Damen und Herren, es macht mir Sorge, wenn die Rolle Deutschlands im europäischen Prozeß augenblicklich bei einigen Ländern Skepsis und Mißtrauen auslöst. Ja, es stimmt, Deutschland hat auch vom Euro kräftig profitiert. Er hat Deutschland stark gemacht“

Diese Behauptung wird von Politikern aller Farben immer wieder in die Welt posaunt. Wo sind die Fakten – Zahlen bitte?!
Deutschland stark gemacht, haben wir Deutsche, als wir nach 1945, praktisch ohne Bezahlung, die Trümmer weggeräumt haben. Als wir zu Stundenlöhnen von Pfennigen in den Stahlwerken schufteten.
Der Euro hat die Einkommen halbiert, weil die Preise für viele Artikel gleich den DM-Preisen blieben. Überwiegend betroffen waren Rentner, die nach Kriegsende für geringste Löhne jahrelang gearbeitet und im Grunde genommen durch die Einführung des Euro nur die halbe Rente zur Verfügung hatten. Zu den Fakten:
Umrechnung von DM in Euro
1 Euro = 1,95583 DM am 1.1.1999.
1998 standen Bund, Länder und Gemeinden mit über 1,1 Billionen Euro in der Kreide.
Die Gesamtzinslast explodierte von 34,2 Mrd. DM (17,5 Mrd. €)
in 1990 auf 80,0 Mrd. DM (40,9 Mrd. €) in 1998.
Die Zinsausgabenquote erreichte damit einen Wert von 17,5 % in 1998.

Seit 1994 liegen die Zinsausgaben erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik oberhalb der Investitionsausgaben.

Allerdings ist Italien weit Schlimmeres gewöhnt: Zwischen 1990 und 1998 lagen die Zinsen im Schnitt bei fast elf Prozent. Selbst zwischen der Einführung des Euro 1999 bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2007 zahlte Italien der BayernLB zufolge im Schnitt noch 5,4 Prozent.

Mit schönen Worten Hartz IV empfehlen, trägt zum friedlichen Miteinader in Europa nicht bei.
„Wir wollen andere nicht einschüchtern, ihnen auch nicht unbedingt unsere Konzepte aufdrücken, wir stehen allerdings zu unseren Erfahrungen, und wir möchten diese gern vermitteln“.
Den Lohnverzicht, der den deutschen arbeitenden Menschen abgegaunert wurde, reichte, um die Kassen der Kapitalgeber zu füllen.
Der Geburtsfehler des Euro konnte dadurch nicht gemildert oder behoben werden.
Wenn wir Deutsche nicht fähig sind, das Joch Euro abzuschütteln, werden es andere Völker vollbringen. – Jedoch die Verpflichtungen werden noch Generationen nach uns abtragen müssen.

Bundespräsident Gauck
ein Freund des Kapitalismus; wohl besser:
ein Kapitulant vor der Macht der Märkte.
Ein Präsident des gesamten deutschen Volkes hat nicht das Recht, die Sprache des eigenen Volkes zur Diskussion zu stellen!
„Zunächst fehlt uns dazu einfach eine gemeinsame Verkehrssprache…
Mehr Europa heißt nämlich nicht nur Mehr-sprachigkeit für die Eliten, sondern Mehrsprachig-keit für immer größere Bevölkerungsgruppen, für immer mehr Menschen, schließlich für alle! Ich bin überzeugt, daß in Europa beides nebeneinander leben kann: die Beheimatung in der eigenen Muttersprache und in ihrer Poesie und ein praktikables Englisch für alle Lebenslagen und Lebensalter.“
Wie weit soll die Selbstverleugnung der
eigenen Identität unseres deutschen Volkes eigentlich noch getrieben werden?

Von unsere Vorfahren wurde der Kontinent Europa im wesentlichen geprägt. Noch heute leben in Europa die meisten Menschen deutscher Sprache.  Beiträge des deutschen Volkes für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur sind unbestritten.
In der EU: S„In den Ratsarbeitsgruppen der Fachbeamten gelten unterschiedliche Regelungen in vielen Gruppen… Hier wird praktisch nur noch Englisch und/oder Französisch gesprochen.
Die Richter beraten aber untereinander überwiegend in Französisch. Wegen dieser Bedeutung des Deutschen hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, keinesfalls eine Schwächung der deutschen Sprache im sogenannten prachenregime der EU zuzulassen. Die Rolle von Deutsch als Arbeitssprache in allen Institutionen der EU soll daher gestärkt werden.“
Gauck somit gegen Bundesregierung und Volk!
Horst Zaborowski

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