Nov 12 2016

Trump – Macht und Ohnmacht

Category: Ausland,Geschichte,Gesellschaft,PolitikHorst Zaborowski @ 17:26

In der Zeit des Stühlerückens ist vieles möglich was in einer „normalen“ Zeit für unmöglich gehalten wird.

Gemeinsame Handlungen setzen gemeinsame Überzeugungen und Vertrauen auf den Anderen voraus. Vertrauen im Blindflug können in eine Katastrophe führen.

Wie soll ein „Machtmensch“ wie Trump sich verhalten, wenn seine Kollegen aus der eigenen Partei ihn bei seinem Wahlkampf sinnbildlich „ins Bein geschossen hatten, wie der Sprecher des Abgeordnetenhauses Paul Ryan? Handscheck in der Öffentlichkeit weil man den Einfluss eines Sprecher des Abgeordnetenhauses braucht? Reicht das für eine Wahlperiode?

Reicht eine Durchleuchtung von Personen die 4000 Posten neue besetzen sollen (die Schmiermittel einer jeden Administration) durch die Sicherheitsdienste in wenigen Wochen?

Bei mir kommen Erinnerungen hoch. Kurz nach Kriegsende hatte ich mich zu meinem Onkel Hans irgendwie durchgeschlagen. Onkel Hans war einer der unauffälligen, aber dennoch mutigen Widerständler aus der Arbeiterklasse in der Kriegszeit. Er war überzeugter SPD-Anhänger und hatte dies auch in den Jahren von 1933 bis 1945 öffentlich gezeigt. 1945 hatte er im SPD-Ortsverein ein Wort mitzureden. Bei einem Gespräch mit einem mir unbekannten „Genossen“ zeige dieser mir vier Parteiausweise, einen von der SPD, einen von der CDU, einen von der KPD und einen von der NSDAP. Ich habe diese Begegnung siebzig Jahre nach Kriegsende vor Augen, wenn ich mir vorstelle worauf ein Wahlsieger Trump seine Handlungen evtl. Abstützen muss.

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